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Jedes Kind kann Lernen – 6 gute Lerntipps für Ihr Kind

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Kinder lernen ohne Druck, spielerisch und ganz nebenbei am allerbesten. Doch es gibt große Unterschiede im Lernverhalten. Manche Kinder schlagen sich in der Schule einfach besser als andere, obwohl sie nicht intelligenter oder zielstrebiger sind. Es gelingt ihnen, mit relativ wenig Aufwand und dem gezielten Einsatz ihrer Lernenergie, ein recht hohes Leistungspensum zu bewältigen. Echte Geheimnisse oder sogar Zauberei sind dabei nicht im Spiel. Manche Kinder widerstehen Druck einfach besser als andere. Hochsensible Schülerinnen und Schüler haben es schwerer, den Anforderungen gelassen entgegen zu sehen.

 

Lerntechniken- und Lernmethoden machen Sinn – Druck nicht

lernen ohne druckManche Kinder schaffen es einfach besser sich abzugrenzen. Ihnen gelingt es durch den Einsatz optimaler Lerntechniken und die Kenntnis der eigenen Lernstruktur, viele Informationen in kurzer Zeit aufzunehmen und sich dauerhaft zu merken. Sie verlieren keine Zeit damit, sich durch langweiliges Vokabelpauken zu quälen, sondern greifen direkt zu einer Lernmethode, die ihnen liegt. Auch beim Erfassen von Texten kennen sie gute Strategien, die sie schnell zum Ziel bringen. Klassenarbeiten und Tests machen ihnen keine Angst, weil sie sich an einen wohldurchdachten Vorbereitungsplan halten. Die positiven Ergebnisse wirken vielleicht geheimnisvoll, sind aber für jedes Kind erreichbar.

Lernen ohne Druck – die sechs Ursachen von Lernstress abschaffen

Wenn Ihr Kind sich beim Lernen nicht konzentrieren kann, Angst entwickelt oder wie blockiert wirkt, kann das verschiedene Ursachen haben. Nicht immer sind es direkt die geforderten Leistungen oder die Erwartungen der Eltern, die den Druck auslösen. Im Hintergrund „schlummern“ oft noch andere Einflüsse, die Ihr Kind am Lernen hindern.

 

1. Vergleich mit anderen

lernen ohne druckDas körperliche Erscheinungsbild setzt Kinder schon ab 4 Jahren unter Druck. Äußerlichkeiten wie Gewicht, Größe, Frisur, Kleidung oder individuelle Besonderheiten wie eine Brille werden mit zunehmendem Alter bis zum Ende der Pubertät immer wichtiger. Kaum ein Kind kann sich den Mode- und Verhaltenstrends entziehen. Wer nicht ins Bild passt oder nicht hinein passen will, hat es schwer. Das wirkt sich oft auch auf das Lernen und die Leistungen aus.

Tipp: Zeigen Sie Ihrem Kind seine individuellen Stärken auf. Unterstützen Sie seine Talente und achten Sie auf positives Feedback, unabhängig von Trends.

2. Klassenarbeiten, Tests, Prüfungen

Angekündigte Prüfungen erhöhen den Druck gewaltig, denn wie im Krimi läuft die Zeit ab, in der Lernen noch möglich ist. Was die Spannung im Buch erhöht, funktioniert auch in der Schule. So ist es kein Wunder, dass Ihr Kind mit dem Heranrücken des Prüfungstermins unruhiger und angespannter wird. Das kann sich beispielsweise auf das Ess- oder das Schlafverhalten auswirken.

Tipp: Bereiten Sie Prüfungen immer langfristig vor, erstellen Sie dazu mit Ihrem Kind einen Plan (z.B. 4 Tage Plan ab Klasse 3), der übersichtlich zeigt, wie viel Ihr Kind schon gelernt hat und was noch fehlt.

 

3. Benotung der eigenen Leistung

lernen ohne druckNoten können einen großen Druck auf Ihr Kind ausüben, besonders wenn sie schlechter als erwartet ausfallen. Bei der Benotung wird oft nicht die Anstrengung Ihres Kindes bewertet, also wie viel es gelernt hat, sondern „nur“ der Output. Macht Ihr Kind einmal die ernüchternde Erfahrung, trotz seines Lernaufwandes eine schlechte Note zu bekommen, kann das zu Lernangst führen. Lernen ohne Druck wird so immer schwieriger.

Tipp: Nehmen Sie Noten die Wichtigkeit, belohnen Sie sie beispielsweise nicht mit Geld. Loben Sie die Anstrengungen Ihres Kindes beim Lernen, nicht das Ergebnis.

4. Negative Lernbedingungen

Nicht immer sind die Lernbedingungen für Kinder ideal. Wenn beispielsweise ein Geschwisterkind für Ablenkung sorgt, starke Konkurrenz unter Geschwistern herrscht, regelmäßige Mahlzeiten fehlen oder Schlafprobleme bestehen, kann sich das negativ auswirken. Lernen ohne Druck braucht eine störungsfreie Umgebung.

Tipp: Fragen Sie genau nach, was Ihr Kind stört. Schritt für Schritt können Sie dann diese Störfaktoren ausschalten.

 

5. Fehlende Entspannungsfreizeit, selbstgemachter Computerstress

lernen, lernfoerderung, besser lernenDurchgeplante Nachmittage mit anstrengenden Hobbys oder suchtähnliches Spielverhalten am Computer / an der Konsole kann zu Zeitdruck führen. Wenn Ihr Kind keine ausreichenden Ruhephasen bekommt, kann es sich nicht regenerieren. Das wirkt sich negativ auf das Lernverhalten aus.

Tipp: Schränken Sie die Freizeitaktivitäten ein, aber lassen Sie Ihr Kind entscheiden, von welchem Hobby es sich verabschiedet. Bessert sich das Lernverhalten nicht, sprechen Sie mit dem Kinderarzt, um eine medizinische Ursache auszuschalten.

6. Überhöhte Erwartungen der Familie machen ein Lernen ohne Druck unmöglich

Nicht alle Kinder sind fürs Gymnasium geeignet. In der Grundschule können Kinder durch reines Fleißlernen noch einiges kompensieren, im Gymnasium geht das bald nicht mehr. Die Angst vor dem Versagen oder vor dem eigenen Nicht-Können kann ein überfordertes Kind lähmen.

Tipp: Bitte überprüfen Sie die Leistungsfähigkeit Ihres Kindes und Ihre eigenen Erwartungen. Fragen Sie auch vertrauenswürdige Freunde und Verwandte nach ihrer Einschätzung, denn selber ist jeder etwas „betriebsblind“.

 

Richtige Lernpausen:
So hält Ihr Kind in der weiterführenden Schule länger durch

Mit zunehmender Klassenstufe wird der Lernstoff immer umfangreicher. Wenn Ihr Kind kein hoch motiviertes Genie ist, wird es vermutlich genau darüber häufig stöhnen. Ein Referat vorbereiten, schwierige Textaufgaben verstehen und lösen oder noch schnell für den nächsten Chemietest lernen. In der weiterführenden Schule gibt es immer etwas zu tun und die Nachmittage sind oft mit Lernen voll gepackt. Gut, wenn Ihr Kind am Schreibtisch lange durchhält. Mit intelligenten Lernpausen kann das gelingen. Selbst Erwachsene können kaum länger als 30 Minuten konzentriert am Stück arbeiten, dann benötigen sie eine Pause, um sich zu erholen. Bei Schülern liegt diese Zeit zwischen 20 und 30 Minuten.

 

Beim Lernen realistische Ziele setzen

Mal angenommen, diese Ergebnisse der lernpsychologischen Forschung, stimmen, dann sollte jeder nach maximal 30 Minuten beim Lernen eine kleine Pause einlegen. Länger als 5-10 Minuten sollte sie nicht dauern, denn sonst geht die Lernhaltung verloren. Plant Ihr Kind also für die Hausaufgaben oder die Vorbereitung auf die Schule 1 ½  Stunden Zeit ein, so gehören dazu noch mal ungefähr 30 Minuten Pause. Insgesamt kommt es auf eine Arbeitszeit von 2 Stunden berücksichtigen Jugendliche diese notwendige Zeit zur Erholung nicht, geraten sie schnell unter Zeitdruck. Es gelingt ihnen dann nicht, das gesamte Arbeitspensum in der geplanten Zeit unterzubringen.

Diese vier Lernpausen kann Ihr Kind kombinieren

Pause ist nicht gleich Pause, auch wenn es immer darum geht, sich zu erholen. Anstatt sich nur stur danach zu richten, alle 30 Minuten eine Pause einzulegen, sollte diese auch sinnvoll platziert werden.

 

1. Erholungspausen lenken nicht ab

Bei den Erholungspausen geht es darum, Körper und Geist etwas Ruhe zu verschaffen. Der bereits erarbeitete Lernstoff kann so nachwirken und für neue Inhalte werden neue Energien aufgebaut. Aufregende Tätigkeiten wie das Spielen eines Computerspiels, ein schwieriges Telefonat oder das Ausprobieren von Kosmetiktipps wirken kontraproduktiv. Ruhige, entspannende und stresslösende Beschäftigungen hingegen haben positive Effekte auf das Lernverhalten. Das können beispielsweise sein:

  • Ein oder zwei Lieder von der Playlist hören.
  • Etwas Erfrischendes zum Trinken holen oder einen kleinen Snack.
  • Einfach mal 5 Minuten aus dem Fenster schauen und nichts tun.
  • Körperliche Betätigung ist immer gut, vielleicht kann ihr Kind an Tanzschritt ausprobieren oder mit dem Fidget Spinner üben.
  • Spielt Ihr Kinder ein Instrument? Dann können 5-10 Minuten am Klavier herrlich entspannen.

2.Speicherpausen sind Minipausen

Nach jedem Abschied beim Lernen, besonders beim Lesen eines schwierigen Textes, sollte Ihr Kind 30 Sekunden Pause machen. So hat das Gehirn die Möglichkeit, diesen gerade gelernten Abschnitt besser abzuspeichern.

 

3.Themenpausen läuten ein neues Thema ein

In der Regel bestehen die Hausaufgaben aus verschiedenen Schulfächern. Es ist nicht sinnvoll, ohne Pause von einem Thema zum nächsten zu wechseln. Beim Wechsel der Lerntechnik oder des Themas braucht das Gehirn etwas Zeit, sich umzustellen. Dabei ist es egal, ob Ihr Kind einfach Bücher und Hefte des vorherigen Fach langsam wegräumt oder mal kurz auf die Toilette geht.

 

4.Abschnittspausen beim Lernmarathon

Manchmal ist es notwendig, länger als ein bis 2 Stunden zu lernen. Bei der Vorbereitung auf eine schwierige Klassenarbeit oder wenn ihr Kind eine längere Zeit krank gewesen ist und Lernstoff nachholen muss, kann schon mal ein Lernmarathon anstehen. Nach maximal 1 ½ bis 2 Stunden ist der Konzentrationsspeicher völlig erschöpft. Nun braucht Ihr Kind eine längere Pause von mindestens 30 Minuten, um wieder fett zu werden und weiter lernen zu können.

 

 

 

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