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Lerntechnik: Der Karteikasten

Vokabelkasten KarteikastenDas Lernen mit einem Karteikasten ist sehr bekannt und wird schon seit vielen Generationen angewendet. Schulpsychologen und Lernexperten empfehlen es zum Lernen von Vokabeln oder Rechtschreibregel, aber auch beim Einmaleins hat sich der Karteikasten bewährt. Die Methode eignet sich für alles, was auswendig gelernt werden muss. Sie hilft nicht nur beim Vokabellernen oder beim Einmaleins, sondern auch bei den deutschen Hauptstädten oder Geschichtsdaten. Um mit diesem Klassiker der Lernmethoden zu arbeiten werden ein Karteikasten und passende Karteikarten benötigt.

So funktioniert die Karteikasten Lerntechnik

Du benötigst einen Karteikasten und passende Karteikarten sowie 5 Unterteilungen aus Pappe oder Plastik.

  • Zunächst musst du die Karten mit deinem Lernthema beschriften, auf eine Seite die Frage und auf die andere die Antwort. Die beschrifteten Karten legst du in den Karteikasten. Hinter die Karten kommen die Einteilungsblätter, sodass insgesamt 5 Fächer entstehen.
  • Alle Karten befinden sich zunächst im ersten Fach ganz vorn. Nimm nun deine erste Karte und versuche die Frage richtig zu beantworten. Gelingt es, wandert die Karte ins nächste Fach. Gelingt es nicht, bleibt sie, wo sie ist.
  • Arbeite alle Karten des ersten Faches durch, so lange, bis dieses leer ist. Am nächsten Tag oder nach einer Pause machst du weiter mit dem nächsten Fach. Nach 4 Durchgängen hast du alle Karten gelernt.
 Wenn du mit einer Karte alle Fächer durchgearbeitet hast, ist dieses Wissen in deinem Langzeitgedächtnis gelandet. Hier bleibt es eine Weile und wird dir in der Schulzeit immer wieder zur Verfügung stehen.
 

Bauen Sie sich Ihren eigenen Karteikasten

 

Wie Vokabeln sicher im Langzeitgedächtnis landen

Obwohl die erste Fremdsprache in der Grundschule noch ganz spielerisch gelernt werden soll, kommen die Schülerinnen und Schüler auch hier schon nicht um das Vokabellernen herum. Und ab der 5. Klasse wird das Thema dann zum Dauerbrenner. Gut wenn Sie und Ihr Kind wissen, wie die neuen Wörter am besten abgespeichert werden können. Amerikanische Psychologen haben jetzt ganz neue Erkenntnisse über das Auswendiglernen gewonnen.

Ab Klasse 3 müssen Vokabeln gelernt werden

Bundesweit einheitlich gilt die verbindliche Bestimmung für deutsche Grundschulen, bereits in der 3. Klasse eine Fremdsprache zu lernen. Meistens ist dies Englisch, im Grenzbereich zu Frankreich und Belgien kann es auch schon mal Französisch sein. Mit dieser Entscheidung werden die Erkenntnisse der Hirn- und Entwicklungsforschung umgesetzt die bestätigen, dass Grundschüler von diesem Lernpensum nicht überfordert sind. Im Gegenteil, es wird sogar von Lernfenstern gesprochen, die sich bei fehlender Förderung ungenutzt schließen könnten.  Neben dem spielerischen Umgang mit der Sprache gehört der Aufbau eines umfangreichen Wortschatzes zu den vorangigen Zielen des Unterrichts. Ohne Vokabellernen geht es also schon in der Grundschule nicht. Doch wie gelingt dies am besten?

Tests mit Studenten zeigen erstaunliche Ergebnisse

Der Umgang mit fremden Lauten und unbekannten Vokabeln ist für die meisten Kinder Neuland, verfügen doch die wenigsten über eine zweisprachige Erziehung. Da stellt sich schnell die Frage, in welcher Form die fremdsprachlichen Vokabeln am nachhaltigsten gelernt werden können. In einer aktuellen Untersuchung haben verschiedene Wissenschaftler nun mit Studenten als Testpersonen versucht herauszufinden, wie sich die neuen Inhalte am schnellsten im Langzeitgedächtnis einnisten. Die Ergebnisse sind spektakulär und problemlos auf das schulische Vokabellernen zu übertragen.

Regelmäßig üben, auch mit Karteikarten, macht Sinn

Anhand von 4 Gruppen wurden die unterschiedlichen Lernmöglichkeiten gegenübergestellt. Zwei Gruppen wurden kontinuierlich von Testpersonen das gesamte Vokabelspektrum abgefragt, zwei andere Gruppen lernten unter sogenannten normalen Schulbedingungen. Sie wurden nur solange abgefragt, bis die Volabel richtig genannt werden konnte. Danach wurden die gewussten Wörter von der Lernliste gestrichen. Nach einer Pause von 1 Woche wurden dann alle 4 Gruppen nach der gesamten Vokalbelliste befragt. Das Ergebnis beeindruckte die Forscher:

Das behaltene Vokabelwissen war bei den kontinuierlich abgefragten Studenten über doppelt so hoch wie bei der Vergleichsgruppe (ca. 35 % zu 80%).

Machen Sie regelmäßige Vokabeltests

Das erstaunliche Ergebnis zeigt zweifelsfrei, dass ein regelmäßiger Vokabeltest des gesamten Wortschatzes wesentlich mehr Wirkung auf das langfristige Behalten hat, als das alleiniges Auswendiglernen zu Hause. Selbst fleißige Schüler können den Vorsprung der „Lernmethode Test“ nicht durch alleiniges kontinuierliches Auswendiglernen aufholen.

 

Lerntechniken & Lernmethoden bieten eine große Auswahl

Längst nicht jedes Kind oder jeder Jugendliche kommt mit allen Methoden oder Lerntechniken gut zurecht. Der Karteikasten passt zum einen, dem anderen gefällt er überhaupt nicht. Doch das ist kein Problem, denn bei der Vielzahl der Lerntechniken und Lernmethoden ist wirklich für jeden etwas dabei. Stöbern Sie in unseren Beiträgen zum Thema.

Was hilft noch beim Lernen? Rosenduft

Dass bestimmte Düfte das Lernen erleichtern, ist bekannt. So helfen beispielsweise Zitrone oder Limone beim Konzentrieren und Anis beim Entspannen. Neu ist nun, dass Düfte nicht nur die Lernphase erleichtern, sondern auch nachts ihre positive Wirkung in Bezug auf das Behalten des Lernstoffes entfalten. Dieses Lernen im Schlaf funktioniert anscheinend besonders gut mit Rosenduft, haben deutsche Forscher unlängst bewiesen. Zunächst wird tagsüber bei Rosenduft gelernt. Während des Schlafes muss nun in der Tiefschlafphase ebenfalls Rosenduft erzeugt werden, damit sich die Erinnerung an das Gelernte stärker in das Gedächtnis einprägt.

So bekommen Sie den richtigen Duft hin

Rosenduft hilft beim Lernen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den positiven Rosenduft zu erzeugen. Kaufen Sie sich ein gutes, ätherisches Rosenöl, am besten in einem Reformhaus. Nun können Sie dieses Öl

  • in einem Duftlämpchen in etwas Wasser verdampfen lassen,
  • auf einen Wattebausch träufeln und auf die Heizung legen (im Winter), oder
  • in den letzten Waschgang der Bettwäsche Ihres Kindes tröpfeln.

Das Duftlämpchen empfiehlt sich nicht nachts, da im Schlafzimmer Ihres Kindes keine Kerze brennen sollte. Bei den Hausaufgaben ist es allerdings eine sehr angenehme und die Atmosphäre aufwertende Möglichkeit.

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