Zeugnisberichte besser verstehen
Bald ist es wieder soweit! Das Schulhalbjahr ist geschafft und Ihr Kind in der ersten oder zweiten Klasse bekommt eine schriftliche Aussage über seinen Leistungsstand in Form eines Zeugnisses. Doch nicht immer vermitteln die schriftlichen Formulierungen und begleitende Lehrergespräche Eltern ein klares Bild. Lesen Sie hier, wie Sie die Berichtszeugnisse Ihres Grundschulkindes leichter verstehen können.
Aussagekräftige Zeugnisse sollten das Ziel jeder Schule sein, damit Eltern und Kinder nachvollziehen können, wo ihre Stärken und Schwächen sind und wie sie sich weiterentwickeln können. Je umfangreicher und differenzierter eine Beurteilung ist, desto klarer wird das Bild eines Kindes vermittelt. Die ausschließliche Benotung durch Ziffern, in der Grundschule ab dem Jahrgangszeugnis der 2.Klasse und der Sekundarstufe I mit den Noten1- 6, lässt viele Fragen offen. Verbale und schriftliche Beurteilungsformen sind da eindeutiger und werden in den ersten drei Grundschulhalbjahren bundesweit der reinen Ziffernbenotung vorgezogen. In freien Schulen oder Projektschulen wird zum Teil auch weit über die Grundschule hinaus die Form der schriftlichen Beurteilung, manchmal auch in Verbindung mit Ziffernoten, gewählt. Ab und zu werden auch Portfolios und weitere Formen der Schülerbeteiligung an der Leistungsbeurteilung an ausgewählten Schulen ausprobiert. Es finden sich beispielsweise:
- verbale Beurteilung in der ersten und zweiten Grundschulklasse
- Lernentwicklungsbericht mit Portfolio und Leistungsbeispielen in manchen Gesamtschulen oder Projektschulen
- Noten kombiniert mit verbalen Kommentaren zum Arbeits- und Sozialverhalten
- klassische Notenzeugnisse
Ausführliche Beurteilungen der Hauptfächer
Die Leistungen eines Grundschulkindes in den Hauptfächern Deutsch und Mathematik sind für Eltern besonders interessant, da die Empfehlung für eine weiterführende Schul e später hauptsächlich von ihnen abhängt. Deshalb sind die Leistungen in diesen Fächern auch in den ersten zwei Schuljahren schon ein ernst zu nehmendes Zeichen. Aber auch die zunehmend wieder eingeführten Kopfnoten geben wichtige Hinweise über das Arbeitsverhalten und die Leistungsbereitschaft . Ab dem Jahrgangszeugnis am Ende der 2. Klasse geben die Ziffernoten zumindest ein genaues Bild darüber ab, wie eine Lehrkraft das spezielle Kind einstuft. Doch wie sieht es am Anfang oder in der Mitte der zweiten Klasse aus? Was bedeutet es, wenn Ihr Kind eine Beurteilung " teilweise unsicher" für seinen Umgang mit dem Rechnern im Zehnerübergang erhält?
In den meisten Schulen werden bis zur Mitte der zweiten Klasse verbale und schriftliche Beurteilungen an Stelle von Noten vergeben. Doch nicht immer ist es für Eltern ganz einfach, diese Beurteilungen auch richtig zu verstehen.
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