Das ADS-Syndrom, in Amerika ADD oder ADHD genannt, zeichnet sich grob durch kurze Aufmerksamkeitsspannen, impulsives unkontrolliertes Verhalten und in vielen Fällen auch durch hyperaktives Verhalten aus. Wie die Forschung inzwischen herausgefunden hat, scheint das Syndrom eine neuro-biologische Störung zu sein, die häufig nicht nur bei den Kindern sondern auch bei deren Eltern zu finden ist. Diese Störung ist vermutlich genetisch bedingt und begleitet die Betroffenen mehr oder weniger stark das ganze Leben hindurch.
Wie kann man die Störung behandeln?
Kinder mit ADS rücken immer stärker in das Licht der Öffentlichkeit. Sie sind auffällig, in ihrem Verhalten anstrengend und schwer verständlich, aber oft auch kreativ, hilfsbereit und intelligent. Zur Behandlung des Syndroms stehen derzeit verschiedene Möglichkeiten zur Debatte. Doch wie die unterschiedlichsten Diskussionen, Fachtagungen, Fernsehsendungen und Richtungsdebatten zeigen, ist das Syndrom noch lange nicht vollständig erforscht. Die Behandlung dieser Kinder und Erwachsenen muss dringend weiter verbessert werden. Aufklärung ist der erste Schritt, um die Lage der Betroffenen zu verbessern. Erst wenn Eltern, Lehrer, Bekannte und Verwandte die Ursache für die Verhaltensauffälligkeiten der Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen verstehen lernen, können sie helfen und unterstützen.
Wie zeigt sich ADS im Alltag?
Aufgrund andersartiger Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung
kann es bei ADS zu Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten
kommen. ADS Kinder, Jugendliche und Erwachsene "leiden"
unter ihrer Andersartigkeit ebenso viele ihrer Eltern und
Freunde. Sie haben Schwierigkeiten ihre Zeit einzuteilen,
schieben zu Erledigendes gerne "ewig" hinaus, haben unkalkulierbare
Stimmungschwankungen und ecken mit ihrem Verhalten auch
in der Schule häufig an.
Ratschläge für den täglichen Umgang gibt der Ratgeber von Uta
Reimann-Höhn. Neben vielen Schilderungen betroffener Eltern
finden sich Tipps und Hilfen für den Umgang mit den fantasievollen
und aufgeweckten Kindern, die trotz ihrer Intelligenz und
ihrer Sensibilität ihre Möglichkeiten oft nicht ausschöpfen
und ihre Fähigkeiten nicht optimal einsetzen können.
Welche Auswirkungen kann ADS auf die Schule haben?
Viele ADS-Kinder haben zusätzlich zu ihrem ADS-Syndrom
Probleme beim Erlernen von Lesen, Rechnen und Schreiben
oder bei der Sprachentwicklung. Legasthenie oder Dyskalkulie
als zusätzliche Problematik sind keine Seltenheitund müssen
behandelt werden. Auch im Sozialverhalten und in der emotionalen
Entwicklung können Schwierigkeiten auftreten. ADS Kinder
und Eltern brauchen nach einer qualifizierten und differenzierten
Diagnose Hilfe und Unterstützung. [weiter]







