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Dyskalkulie >> Therapieansätze

So arbeiten wir in Niedernhausen

Die Therapie setzt grundsätzlich an den Lernvoraussetzungen des Kindes an. Von den positiven Ressourcen ausgehend, wird an der Wiederherstellung seines Selbstbewusstseins gearbeitet. Dies kann zu Beginn der Therapie durch den Einsatz spielerischen Materials geschehen, durch Malen, Singen, Bewegen oder durch konzentrative Übungen. Dieses Vorgehen unterscheidet sich grundlegend vom schulischen Mathematikförderunterricht. Ziel ist es, den Leistungsdruck des Kindes zu verringern und ein motivierendes Lernklima zu schaffen.

Anhand vorhandener Diagnosen und Gutachten sowie eigener Diagnostik werden die aktuelle Lernhaltung, der psychosoziale Zustand sowie der genaue Leistungsstand des Kindes erfasst. Die einzelnen Wahrnehmungsbereiche, Motorik, Gedächtnisleistungen sowie die Konzentrationsfähigkeit, Lernmotivation werden überprüft. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für einen Therapieplan, der in Teilziele aufgegliedert und regelmäßig dokumentiert wird.

In der Therapie müssen die mathematischen Grundlagen von der/m TherapeutIn auf dem Lernstand, auf dem sich das Kind befindet, "begreifbar" gemacht werden. Der Zahlenraum, in dem sich das rechenschwache Kind sicher bewegen kann, in dem es also eine Mengenvorstellung besitzt und Rechenaufgaben lösen kann, dient als Basis. Hierauf aufbauend muss die Mengenvorstellung erweitert werden, um vom reinen Zählen zum Rechnen zu kommen, und damit den Zahlenraum zu erschließen. Dem Kind muss dazu z.B. der Unterschied von Ziffer und Zahl klar sein.

Das Lernen erfolgt zunächst mit dreidimensionalem Übungsmaterial und wird in einem zweiten Schritt durch Arbeitsblätter ersetzt. Erst wenn hier Sicherheit erlangt worden ist, kann mit Kopfrechnen begonnen werden.

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