Wann haben Sie bemerkt, dass Ihre Söhne |
Wir (und alle anderen auch) haben zwar bei dem älteren bemerkt, daß er früh zu sprechen begann, schnell verstand, sich Sachen gut merkte, aber daß er hochbegabt ist, wäre uns nicht in den Sinn gekommen. Man hörte ab und zu in den Medien von "Wunderkindern", die mit 1 1/2 schon das Alphabet rückwärts aufsagen konnten oder mit 3 schon lesen konnten etc., nun, solche Fähigkeiten konnten wir bei unserem Sohn nicht feststellen, haben ihn auch weder übermäßig gefordert geschweige denn gefördert. |
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Gab es |
Nach 15 1/2 Monaten wurde sein Bruder geboren, wir dachten so ein kleiner Altersunterschied ließe von Anfang an gar keine Geschwisterrivalität aufkommen, weil er ja noch zu klein sei, das Ganze zu begreifen. Eine Psychologing, die ich in den letzten Wochen aufssuchte, belehrte mich nun des Gegenteils. Man geht heutzutage von einem idealen Altersunterschied von 3 Jahren aus. Der jüngere Sohn war ganz anders, er schrie sehr viel, wurde nachts mehrmals wach, sprach mit 3 Jahren noch so schlecht, daß ich ihn beim Gesundheitsamt testen ließ. Man überwies ihn an einen Professor, der ihm 10 (später nochmal 10) Stunden bei der Logopädin verschrieb. Das Sprechen wurde besser, und immer besser, als er selbst in den KG kam, wo er schon sehnlichst hinwollte. Als er 4 1/2 war, wurden wir nach Amerika versetzt, wo er zusammen mit seinem Bruder ein Schlafzimmer hatte (vorher getrennt), schlagartig hörte das nächstliche Aufstehen und in unser Bett kommen auf. Ich nehme an, er hatte sich von Anfang an nachts immer zu alleine gefühlt und brauchte die Nähe anderer. Er war immer sehr verschmust. |
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Wie war das |
Unser Jüngerer hatte immer unter seinem älteren Bruder zu leiden, weil dieser mit Worten stärker war, er sich nicht dagegen wehren konnte und ihn dafür biß. Er hatte sowie als kleines Kind manchmal Wutanfälle, wo er am Boden lag und weinte und schrie, und er hatte oft Pseudobauchschmerzen.Der Unterschied zwischen beiden ging weiter, als sie ein Jahr nach dem anderen in die Schule kamen. Der ältere war von vornherein sehr gut, war sauer, wenn er mal einen Fehler in der Arbeit hatte, der jüngere hatte gleich am Anfang Probleme mit Lesen und Schreiben. Er spielte oft den Klassenclown, biß (bis heute) an den Fingernägeln, und wir wußten nicht, was los ist mit ihm. |
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Wie reagierte |
Ein Gespräch mit der Klassenlehrerin der damaligen 2. Kl. brachte keine |
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Was hat die |
Als die Kinder in der 3. und 4. Kl. waren, wurden wir nach Wien versetzt (mitten im |
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Wie ist der Test |
Bei den Tests kam heraus, daß der Jüngere Legastheniker ist. Nun war mir klar, warum er all die Probleme hatte, obwohl ich bis dahin kaum etwas über Legasthenie wußte. Trotzdem betrug sein IQ 143. Eine Legasthenie-Förderung brachte aber nur wenig Erfolge. Sowohl in Österreich im Rahmen eines "Lernen lernen"-Kurses als auch hier bei einem "Siemens"-Test, den die Lehrerin spasseshalber mit den Kindern |
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Woran erkennen |
Was beim Jüngeren immer wieder erstaunt, ist seine enorme Fähigkeit dreidimensio- nal zu denken, d.h. er kann sich Dinge, die er nur zweidimensional sieht, sofort auch dreidimensional vorstellen (wie es Einstein konnte, und der war auch nicht gut in Mathe). |
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