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Ein Sommer wie kein anderer...

Sommerloch

"......und bleiben sie dran!" Marc schaltete den Fernseher aus und ärgerte sich darüber, wie schlecht das Programm in diesen Sommerferien war. Eine Wiederholung jagte die nächste, und zwischen den alten Schinken übertrafen sich zahlreiche Talkshows an Dämlichkeit. Wie gut, dass es wenigstens einen Sender gab, der rund um die Uhr Zeichentrickfilme brachte. Die waren zumindest lustig und lenkten ihn von seiner Langeweile ab.
Marc ging in sein Zimmer, setzte sich auf die Fensterbank und starrte nachdenklich durch die Scheiben in die Sonne. Geräuschvoll saugte er dabei an seiner Pepsi-Boom. Sommer. Nichts los. Alle seine Freunde im Urlaub. Super langweilig.
Er blickte aus dem Fenster in den strahlend blauen Himmel und überlegte, was er heute mit sich anfangen sollte. Natürlich könnte er ins Schwimmbad gehen, aber ohne Freunde machte das keinen richtigen Spaß. Oder in die Stadt gehen, durch Kaufhäuser schlendern, neue CD´s anhören?

Es war Dienstag Mittag und seine Eltern würden noch zwei bis drei Stunden unterwegs sein. Arbeiten. Sie hatten keinen Urlaub, und Marc hatte die ganze Wohnung für sich. Eigentlich konnte er tun, was er wollte. Aber immer nur Fernsehen machte keinen Spaß, dann schon lieber ein neues Computerspiel aus seiner umfangreichen Sammlung ausprobieren, vielleicht ein Rollenspiel anfangen. Aber auch das war zu zweit einfach spannender.
Trotzdem stellte Marc seine Pepsidose auf der Fensterbank ab und setzte sich an seinen Schreibtisch, der von einem PC fast vollständig eingenommen wurde. Er schaltete den Computer an, und suchte dann unter einem Berg von Blättern, Zeitungen und Schulheften nach seiner Mouse . Als er sie gefunden hatte klickte er sich geschickt durch die Symbole auf dem Desktop und schon bald vertiefte sich Marc in eine Fantasiewelt, die ihn über zwei Stunden durch fremde Galaxien führte und von seiner Langeweile ablenkte.
Als es klingelte und seine Eltern sich damit lautstark zurückmeldeten, schaltete Marc den Computer aus und rieb sich seine überanstrengten Augen. Jetzt freute er sich richtig auf ein nettes Gespräch, denn er hatte seit Stunden seine Stimme nicht mehr benutzt. Und bestimmt würde sein Vater gleich vorschlagen, doch zur Feier des Tages gemeinsam etwas essen zu gehen. Das machte er seit Beginn der Sommerferien, denn eigentlich hatte keiner Lust, bei dieser Hitze auch noch großartig zu kochen.
Marc genoss diese gemeinsamen Essen mit seinen Eltern. Er konnte dann bestellen was er wollte, und während er sich über seine Pizza oder die Nudeln hermachte, lauschte er dem Gespräch zwischen den Erwachsenen. Die hatten meistens ganz interessante Dinge zu erzählen, denn sein Vater arbeitete als Reporter bei der größten Tageszeitung der Stadt, und seine Mutter versuchte sich bei der Kripo eine Karriere aufzubauen.

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