Wie gut liest Ihr Kind ? (Ende 2. Klasse)
Quelle: Lernen und Fördern mit Spaß Juli 2009 (Autorin Dipl. Päd. Uta Reimann-Höhn)
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1. Erkennt Ihr Kind alle Buchstaben, Umlaute und Doppellaute? |
2. Kann Ihr Kind mindestens 3 Buchstaben (z.B. aus, mit, und, ver) problemlos zusammenziehen? |
3. Liest Ihr Kind flüssig und betont, also mindestens 3 Wörter fließend am Stück, ehe es eine kleine Pause macht? |
4. Kann Ihr Kind kurze, häufig vorkommende Wörter (und, der, die, das, ein, hat, ist) spontan lesen? |
5. Erliest Ihr Kind auch schwierigere oder unbekannte Wörter (zum Beispiel Bullenreiten, Sackhüpfen)? |
6. Liest Ihr Kind die Buchstaben der Wörter immer in der richtigen Reihenfolge? |
7. Sind alle Wörter, die Ihr Kind liest, sinnvoll? (Wenn es sich verliest sollte ihm auffallen, dass manche Wörter dann keinen Sinn ergeben.) |
8. Passen eventuell falsch gelesene Wörter grammatikalisch in den Text? (Statt "verwendet" möglicherweise "verschwendet", aber nicht "Verfall".) |
9. Sind die eventuell falsch gelesenen Wörter der Vorlage ähnlich, zum Beispiel "Reise" statt "Preise"? |
10. Erkennt Ihr Kind selber, wenn es ein Wort falsch gelesen hat? |
11. Versucht Ihr Kind, ein falsch gelesenes Wort selber zu korrigieren? |
12. Kann Ihr Kind alle Frage am Ende des Textes beantworten, bzw. die Antwort rasch nachlesen? |
Auswertung:
Die ersten 6 Fragen sollten Sie bei einem Zweitklässler mit Ja beantworten können. Ist dies nicht der Fall, so würde ich zu einem Gespräch mit der Lehrerin raten. Möglicherweise hat Ihr Kind dann besondere Schwierigkeiten , die einer individuellen Förderung bedürfen. Das kann eine Leseschwäche sein, ebenso sollten aber auch die Augen Ihres Kindes einmal ärztlich untersucht werden. Wer schlecht sieht, lernt auch das Lesen langsamer.
Bei den nächsten 6 Fragen kann schon mal das ein oder andere Nein auftauchen, ohne dass gleich alle Alarmglocken läuten. Es bedeutet jedoch, dass Ihr Kind noch kein sicherer Leser ist und unbedingt mehr Übung braucht. 10 Minuten Lesezeit pro Tag sollten in wenigen Wochen dazu führen, dass Ihr Kind sicherer wird. Falls nicht, steht auch hier ein ernstes Gespräch mit der Lehrkraft an.
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