Legasthenie in der Schule Immer mehr Kinder haben Probleme, den Anforderungen des Bildungssystems Schule gerecht zu werden. Die Anzahl der Schüler und Schülerinnen, die mit Teilleistungsschwächen, ADS, Verhaltensauffälligkeiten, Konzentrationsproblemen und Wahrnehmungsstörungen im Unterricht sitzen, steigt stetig. Kürzung von Unterricht, große Klassen, Lehrermangel, Reduzierung von Förderangeboten, Stress und wachsender Leistungsdruck vergrößern das Problem. Gezielte, individuelle Förderung, die Defizite ausgleichen kann, ist hier oft nicht mehr möglich. Obwohl inzwischen viele Lehrer und Lehrerinnen über die Teilleistungsstörung Legasthenie informiert sind, fehlt es oft an Zeit und Material, die Kinder entsprechend zu fördern. Leider haben nicht alle Schulen Förderstunden eingerichtet oder kümmern sich gezielt differenziert um die legasthenen Kinder im Unterricht. Leider passiert es auch immer noch, dass legasthene Kinder von den Lehrern oder Lehrerinnen nicht erkannt werden, so dass eine frühzeitige Förderung nicht einsetzt und die seelische Belastung und der Druck auf die gesamte Familie des betroffenen Kindes zunimmt. Diagnose Legasthenie? Eltern, die bei ihrem Kind einen Verdacht auf Legasthenie haben, sollten zuerst mit den LehrerInnen ihres Kindes sprechen. Sie können sich auch an die örtlichen Beratungsstellen der Stadt, den schulpsychologischen Dienst, die Caritas, das Diakonische Werk oder den Landeswohlfahrtsverband wenden, um einen kostenlosen Test durchführen zu lassen. Ansässige Lerntherapeuten führen in der Regel auch Tests durch, hier entstehen jedoch meist Unkosten, die von der Kasse nicht ersetzt und von den Jugendämtern als unabhängige Diagnose nicht anerkennt werden. [weiter] |







