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Psychomotorik

Legasthenie, Dyskalkulie oder Konzentrationsschwächen sind häufig auf die Beeinträchtigung der zentralen Wahrnehmungsfähigkeit oder eines Teilgebietes der Wahrnehmung zurückzuführen. Die Folgen einer beeinträchtigten Wahrnehmung können sich neben Teilleistungsschwächen ebenfalls in motorischen Koordinationsproblemen ausdrücken.
Innerhalb der kindlichen Entwicklung sind Bewegung, Wahrnehmung und Sprache eng miteinander verknüpft. Die psychomotorische Bewegungstherapie gleicht Entwicklungsdefizite aus und fördert somit die gesamte Persönlichkeitsentwicklung durch ein Angebot vielfältiger Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen. Dies kann auch im Bereich von Lernstörungen zu Verbesserungen führen.

Die Psychomotorik arbeitet auf der Grundlage der kindlichen Bewegungs- und Spielbedürfnisse. Pedalos, Rollbretter, Trampolin, Sandsäckchen, Igelbälle oder ein Schwungtuch sind bevorzugte Materialien innerhalb der psychomotorischen Förderung. Den Kindern wird die Möglichkeit geboten mit Hilfe der Materialien ihren Körper auf ganz einfache Weise zu erfahren und zu spüren. Diese spielerischen Erfahrungen sind dann auf alltägliche Situationen übertragbar. Psychomotorik stärkt:
die ICH-Kompetenz, indem das Kind sich selbst und seinen Körper bewusst erlebt,
die SACH- und HANDLUNGS-kompetenz, weil es lernt, sich an die Umwelt mit ihren Materialien anzupassen und diese auch anwenden zu können,
die SOZIAL-kompetenz, weil es lernt, sich an andere anzupassen, ohne sich selbst aufzugeben.

[weiter zum Buchschop Psychomotorik und Bewegungstherapie]