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Lernen >> Mit Spaß und ohne Stress

Lernen lohnt sich immer
"Kind du musst lernen, damit später mal etwas aus dir wird!"

Diesen Satz kennt wohl jeder, entweder weil er ihn selber in seiner Schulzeit oft gehört hat, oder auch aus eigenem Munde, um die Lernanstrengungen des Sohnes oder der Tochter zu unterstützen. Ohne Lernen keine guten Noten, ohne gute Noten keine qualifizierter Schulabschluss und letztlich kein Erfolg in der anspruchsvollen und leistungsorientierten Arbeitswelt von heute.
Diese hohen gesellschaftlichen Anforderungen an die Leistungen der Kinder, nicht zuletzt auch durch die Ergebnisse von PISA , IGLU oder PIRLS in die Öffentlichkeit gerückt und verstärkt, machen aus dem Vorgang des Lernens, das in der Regel aus Neugier und Interesse angeschoben wird, einen nun schwierigen und beängstigenden Vorgang, von dem die eigene Zukunft unwiderruflich abhängt.
Doch das muss nicht so sein.

Wie lernt man richtig?
Sicherlich ist Lernen nicht immer ein Kinderspiel. Gerade in der Schule, wenn Schüler und Schülerinnen auch gegen ihr momentanes Interesse und möglicherweise entgegen ihren Neigungen etwas lernen sollen, gehört eine gute Portion Selbstüberwindung, Intelligenz, spielerische Entdeckerfreude und Konzentrationsfähigkeit dazu, sich mit den oft hohen Anforderungen auseinander zu setzen. Doch mit dem Wissen um die eigenen Stärken und Schwächen, um Lernmethoden, Lerntypen und Lernstrukturen, können die Anstrengungen erträglich gehalten werden und die Erfolgserlebnisse beeindrucken.
Leider ist die Hauptmethode, mit der das Wissen in der Schule vermittelt wird, noch immer das Lesen. Dabei bleibt erwiesenermaßen beim Lesen nicht viel im Lernspeicher hängen. Erst die Kombination verschiedener Methoden unter der Ausnutzung aller Sinne bringt optimale Lernergebnisse.

Zeigen Sie Ihrem Kind, mit welch einfachen Mitteln es seine Konzentrationsfähigkeit steigern kann, welche Merktechniken das Auswendiglernen erleichtern und wie ein Lernplan die Vorbereitungen auf eine Arbeit optimiert. Mit Mindmaps, einer Lernkartei oder Visualisierungsmethoden können auch komplizierte oder umfangreiche Inhalte verständlich aufbereitet werden.
Aber erkennen und akzeptieren Sie auch die Grenzen Ihres Kindes. Lernblockaden oder Lernstörungen können nicht alleine durch bessere Techniken aufgehoben werden, hier ist qualifizierte Hilfe von Außen notwendig. Scheuen Sie sich nicht, diese gegebenenfalls in Anspruch zu nehmen.
Für Ihr Kind bedeutet das Lernen und der Schulerfolg sicherlich viel, aber viel wichtiger für seine gesunde seelische Entwicklung ist die vorbehaltlose Unterstützung und Liebe der Eltern. Erst auf dem beruhigenden Polster der Elternliebe und der Anerkennung seiner Anstrengungen, kann Ihr Kind Motivation und Lernbereitschaft optimal entwickeln.

Uta Reimann-Höhn

[Auszug aus "Lernen mit Spaß und ohne Stress" - Erscheinungstermin 11/2003 im Herder Verlag]