Fehler zu machen ist etwas ganz Natürliches, trotzdem haben viele Kinder Angst davor und bringen sie ausschließlich mit schlechten Noten oder negativen Reaktionen in Verbindung. Nicht ohne Grund, denn die Ansprüche an Kinder sind hoch. In unseren 1,3 Kind-Familien lastet der gesamte Erfolgsdruck auf wenigen, schmalen Schultern und verteilt sich nicht mehr auf eine große Kinderschar. Für Misserfolge, Schulprobleme, Fehlverhalten und schlechte Noten ist da kein Platz. Viele Kinder spüren oder wissen das und legen großen Wert darauf, Fehler zu vermeiden oder zu leugnen.
Angst, die Wahrheit zuzugeben?
Leider gibt es viele Kinder, die sich nicht trauen, gemachte Fehler zuzugeben. Sie verschweigen schlechte Noten, geben Fehlverhalten nicht zu und leugnen konsequent. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Meistens ist es
die Angst sich zu blamieren
die Angst vor Strafe
die Befürchtung als dumm dazustehen
die Angst, die eigenen Eltern zu enttäuschen
die Sorge, Erwartungen nicht zu erfüllen
Ohne Fehler zu machen wird niemand erwachsen
Natürlich sind auch Eltern nicht perfekt oder vollkommen und machen ab und zu Fehler. Lassen Sie Ihr Kind das wissen! Verbergen Sie Ihre Fehler nicht vor Ihrem Kind , sondern stehen Sie dazu, auch wenn das unangenehm oder peinlich ist. In Ihrer Vorbildfunktion wird das dazu führen, dass auch Ihr Kind lernt Fehler einzugestehen, und sie nicht aus Angst oder Scham leugnet . Doch Fehler zugeben ist nicht alles, sie sollten auch wieder ausgebügelt werden. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass das möglich ist, damit es eine normale Einstellung zu Fehlern entwickeln kann.
kehren Sie Fehler nicht unter den Tisch, sondern gehen Sie ehrlich und aktiv damit um
lachen Sie auch ruhig mal über Ihre eigene Ungeschicklichkeit, nehmen Sie Fehler mit Humor
zeigen Sie Ihrem Kind ruhig, wenn Sie sich über einen gemachten Fehler ärgern - und wie der Ärger wieder vergeht
erklären Sie Ihrem Kind, wie es zu dem Fehler gekommen ist
korrigieren Sie den Fehler und entschuldigen Sie sich dafür, wenn jemand dadurch Schaden genommen hat
Haben Sie zu Hause eine positive Fehlerkultur?
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Ja |
Nein |
Machen Sie den gleichen Fehler stets mehrfach? |
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Wird Ihr Kind nervös und ängstlich, wenn Sie ein persönliches Gespräch über einen Fehler mit ihm führen möchte? |
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Trägt Ihr Kind wenig zur Lösung von Problemen oder Fragen bei? |
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Gibt es sehr viele Verbote oder Vorschriften in Ihrer Familie? |
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Hat Ihr Kind Angst, für kleinere Aufgaben Verantwortung zu übernehmen? |
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Streiten Sie oder Ihre Familie Fehler häufig ab? |
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Leidet Ihr Kind darunter, wenn es einen Fehler macht? |
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Zeigt Ihr Kind Schadenfreude, wenn jemand anders einen Fehler macht? |
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Versuchen Sie, Fehler schnell zu verdrängen? |
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Auswertung:
Je häufiger Sie diese Fragen mit NEIN beantwortet haben, desto besser. Nur Kinder ohne Angst vor Fehlern trauen sich Verantwortung zu übernehmen und Missgeschicke einzugestehen. Daraus entstehen häufig produktive Lösungsansätze . Wenn ein Kind sich einen / seinen Fehler ohne Angst oder Scham ansehen und eingestehen kann, ist es auch in der Lage künftig andere Verhaltensweisen oder Lösungswege zu finden. Es wird einmal begangene Fehler nicht wiederholen und hat somit sehr viel dazu gelernt.
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