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Lernen >> Tipps von Eltern, Kindern und anderen Lernenden (Gewinnspiel bis 30. 10. 2004)

Birgid (15.8.04): Mein Sohn liebt es, wenn ich ihn durch Analogien motiviere.
Eine schon einmal durchgestandene schwierige Lernsituation, die in einen Erfolg mündete (z.B. Fahrrad fahren lernen) wird erinnert. Dabei helfe ich ihm mit gezielten Fragen: Erinnerst du dich noch? Wo war das? (sehen) Was hast du dir gesagt? Was haben andere gesagt? Wie hast du dich dabei gefühlt? Wie hast du gemerkt, dass du es geschafft hast, dass du es kannst? Wie hast du dich dann gefühlt?
Diese Strategie hat Sebastian mittlerweile so internalisiert, dass er von sich aus Analogien sucht. "Mama, Schreibschrift lernen, dass ist so wie beim Fahrrad." - Die Fragen bzw. Erinnerungen laufen dann ganz automatisch bei ihm ab und er hat eine wertvolle Strategie, sich eigenständig zu motivieren, wenn es einmal nicht ganz so leicht scheint.

Sabine: (16.8.04) Nie mit leerem Magen lernen, auf jeden Fall erst mal den Hunger stillen.

Marco: (16.8.04) Vokabeln lernen…Eine Seite zu halten und das Wort aufsagen, hat man es falsch, runter! 10 Liegestütz (Fortgeschrittene 20) und jedes Mal beim Runtergehen das Wort laut aufsagen. Wenn es beim nächsten mal wieder falsch ist, weitere Liegestützen. Ist das Wort richtig, kann man es abhaken.

Gabriele: (17.8.04) Meine Schülerin konnte nicht rückwärts von 20 bis 1 zählen. Also habe ich die Zahlen auf unsere Schultreppe mit "Edding" geschrieben. Wenn sie die Treppe hinaufging, zählte sie vorwärts, und beim Heruntersteigen versuchte sie es rückwärts. Die Zahlen auf der Treppe gaben ihr die Hilfestellung, wenn sie die nächste Zahl nicht mehr wusste. So hatte sie innerhalb kurzer Zeit das Rückwärtszählen erlernt und war riesig stolz.

Susanne: (25.8.04) Wir haben im Unterricht gute Erfahrungen mit Mindmaps gemacht. Das sind große Plakate, die ein spezielles Thema bildlich darstellen. Die Kinder malen und gestalten es selber, und lernen die Inhalte ganz nebenbei.

Susanne: (12.9.04) Ich finde am besten lernen die Kinder englisch, wenn sie direkt merken, es nutzten zu können. Und wie geht es am besten mit Dinge, die Sie mögen, wie englische Lieder. Übersetzten Sie Lieder, die sie mögen. Meistens sind die Songs nicht anspruchsvoll und leicht zu übersetzen. Die Kinder wissen, um was der Song handelt und haben Spass dabei. Sie spüren direkt eine Anwendungsmöglichkeit.

Michael (13.9.04) Das Kind muss sich in der Schule ganz vorn hin setzen, dadurch bekommt es mehr vom Unterricht mit. Ausserdem wird es so nicht von seinen Mitschülern abgelenkt. Zu Hause gleich die Hausaufgaben machen, jetzt ist noch alles im Kopf. Drei Tage später sitzt man vor den Aufgaben und fragt sich: " Ach , wie ging das nochmal, wie hatten wir das jetzt gemacht ?" Man ist gleich unmotiviert und schreibt die Aufgaben morgens in der Schule schnell ab! So bringt das gar nix und man gelangt in einen Kreislauf von "die Aufgaben habe ich nicht gemacht, also verstehe ich das Thema jetzt nicht und kann die nächsten Aufgaben auch nicht lösen"!Also von Anfang an gleich die Aufgaben machen ! Direkt am gleichen Tag nach einer kurzen Pause !So lernt man am besten und verbraucht weniger Zeit und weniger Energie und ist duch den Erfolg motiviert und gut gelaunt.

Suthona (20.9.04) Ich versuche mit meinem Sohn ganz klare Strukturen einzuhalten. Z.B. weiss er, dass er nach dem Mittagessen noch eine halbe Stunde Pause hat und er erst nach Erledigung der Hausaufgaben seinen Hobbys nachgehen darf. Wichtig ist es, ihn immer wieder zu loben, auch bei kleinen Erfolgen, Hauptsache ist, dass er sich angestrengt hat.

Christa (20.9.04) hat einen Plan entwickelt, um die eigene mündliche Mitarbeit zu verbessern. Das interessante Konzept liegt der Redaktion vor.

Cornelia (28.9.04) Zur Festigung des Einmaleins haben wir eine Stoppuhr gekauft (ca. 20 Euro man kann aber auch mit der normalen Uhr die Zeit messen) und 2 Würfel mit jeweils 10 Zahlen oder mehr, gibt es im Spielwarengeschäften und kostet ca. 1 Euro pro Stück.
Dann haben wir abends jeweils 5 Minuten gewürfelt und die beiden erwürfelten Ergebnisse miteinander Mal genommen. Für jede richtige Lösung gibt es einen Strich. Da merkten wir schnell wie sich das Einmaleins Abend für Abend festigte. Wir haben dies dann auch für die Quadratzahlen verwendet. Es ist eine billige (abgesehen von der Stoppuhr) und effiziente Lernförderung und wird nicht unbedingt unter der Rubrik lernen betrachtet.

Susan (6.10.04) Das Einmaleins und Gedichte lassen sich gut lernen, wenn man es aufnimmt und sich immer wieder anhört, wie bei Liedern!

Doris (17.10.04) Unsere Tochter hat sich selbst unter Druck gesetzt, wenn es um Klassenarbeiten (Noten) ging. Das kann natürlich auch negativer Druck sein. Seit wir Ihr gesagt haben, dass eine schlechte Note sie nicht zu einem schlechten Menschen macht, fühlt sie sich leichter.

Sabine (17.10.04) Hallo, mein Sohn musste die Bundesländer mit Hauptstädten lernen. Damit er sich es besser merken konnte, habe ich ihn Abkürzungen gegeben. Z.B. : Rheinland Pfalz - Mainz Abkürzung RM = Roy Makaay. Immer mit einem Zusammenhang zum Fußball, da er ein großer Fußballfan ist. Er hat es super angenommen.

Monika (20.10.04) Beim Rechnen blockiert mein Sohn, obwohl er eigendlich rechnen kann, wenn er keine Lust hat. Dann nehme ich einen Abakus oder eine Hundertertafel und das Eis wird schon nach ein paar Aufgaben gebrochen.

Monika (20.10.04) Mit rechts und links hat mein Sohn häufig Probleme. Beim Spazieren gehen haben wir gespielt alle Vögel fliegen hoch, aber nur mit der "rechten" (bzw. linken) Hand. Oder beim gehen schlagen wir uns auf das "rechte" (bzw. linke) Knie. Wir haben immer einer Seite behandelt. Seither kappt es mit rechts und links super.

Sandra (22.10.04) Meine Tochter hatte auch ein Rechts/ Links-Problem. Ich fragte sie wer auf welcher Seite neben ihr in der Klasse sitzt. Danach war rechts Sebastian und Links Daniela. Das haben wir eine zeitlang gemacht und nun klappt es auch ohne die "Namensvetter"

Regine (26.10.04) Mein Sohn hatte Probleme mit dem 8er Einmaleins. Irgendwann sagte ich, das müsse er sich "hinter die Ohren schreiben".... Am Ende tat ich das für ihn: Ich schrieb ihm auf die Hinterseite eines seiner grooßen Ohren: 7 8 56. Er war begeistert und konnte ab da alle Tausch- ,Umkehr-, Mal-, Geteiltaufgaben zu diesen Zahlen. Später reichte es, wenn er selbst so tat, als würde er sich schwierige Zahlen "hinter die Ohren schreiben".