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Was muss man wissen? Welche Schule ist gut für mein Kind?
Mit dieser Frage beschäftigen sich in Deutschland jedes Jahr rund 800.000 Familien, deren Kinder von der Grundschule auf eine weiterführende Schule, die Sekundarstufe I, wechseln. Rund einem Drittel gelingt der Übertritt auf ein Gymnasium, die anderen besuchen eine Real- oder Hauptschule. Dieser Übertritt wirft schon ab dem dritten Schuljahr viele Fragen auf, die sich dann im Laufe der vierten Klasse konkretisieren. Wer entscheidet, welche Schule mein Kind besuchen wird? Bekommt mein Kind eine Empfehlung für das Gymnasium? Wie finde ich die richtige Schule? Welche Begabungen zeigen sich bei meinem Kind? Ist eine außerschulische Unterstützung sinnvoll? Sind Privatschulen eine überdenkenswerte Alternative? Welche Kosten entstehen dadurch?

Je eher Eltern sich mit diesen Fragen unseres (noch) dreigliedrigen Schulsystems auseinandersetzen, desto leichter wird ihnen letztlich die Entscheidung fallen. Und obwohl das deutsche Bildungssystem durchlässig ist und Wechsel zwischen den Schulformen durchaus in beide Richtungen möglich sind, werden die Weichen für die meisten Schülerinnen und Schüler doch bereits im 4. Schuljahr mit der Frage nach der weiterführenden Schule gestellt. Lesen Sie in dieser Spezialausgabe auf Seite 8, wie die aktuellen Bestimmungen in Ihrem Bundesland sind.

In der 4. Klasse wird es ernst: Welche weiterführende Schule ist richtig für Ihr Kind?
Sehr viele Eltern wünschen sich für ihr Kind dem Besuch eines Gymnasiums, und damit den Schulabschluss Abitur als Eintrittskarte für ein Studium an der Universität oder eine andere qualifizierte Berufsausbildung. Doch längst nicht alle Kinder schließen die gymnasiale Schullaufbahn auch mit dem Abitur ab, rund 10% der Schülerinnen und Schüler wechselt noch während der Sekundarstufe I in eine andere Schulform. Andere brechen die Schule nach der 10. Klasse ab, machen das Fachabitur oder wechseln auf eine andere (Fach)-schule. Dabei gibt es ein deutliches Nord-Süd-Gefälle, denn in Hamburg ist die Zahl der Gymnasiasten eines Jahrgangs, die ihr Abitur bestehen, mit circa 40% nahezu doppelt so hoch wie in Bayern.

Achtung beim Schulwechsel
Durch die frühe Festlegung auf eine Schulform ist es für Eltern, Lehrkräfte und Kinder nicht einfach zu entscheiden, wie der individuell passende Weg aussieht - Fehlentscheidungen kommen immer wieder vor. Diese Fehlentscheidungen sind nicht immer dramatisch, können aber im Einzelfall die Psyche eines Kindes stark beeinträchtigen. Daher ist es wichtig und sinnvoll, dass Eltern schon im Vorfeld genau abklären, welche Schulform für ihr Kind die beste sein könnte. Das Lernverhalten und die Noten in der Grundschule sind die Basis für diese Entscheidung. Erwiesenermaßen ist die Vorbereitung auf die weiterführende Schule, die zentrale Aufgabe der Primarstufe , weitaus besser als ihr Ruf.



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