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Märchen schreiben für Anfänger: Lass es dir erklären

Märchen selber schreibenAls Kinder haben wir alle Märchen gehört oder vorgelesen bekommen. In der Schule lernen wir nun, was ein Märchen eigentlich ist, was es von anderen Texten unterscheidet, wie man selber eins schreiben kann und was alles dazu gehört. Märchen schreiben ist gar nicht schwer, wenn man die wichtigsten Grundfakten kennt. Die “Märchen-Hacks” sozusagen.

Jeder hat ein anderes Lieblingsmärchen. Fast alle kennen Hänsel und Gretel oder Frau Holle, aber wie sieht es mit Jorinde und Joringel oder dem Teufel mit den drei Goldenen Haaren aus? Es gibt unendlich viele Märchen, nicht nur von den Gebrüdern Grimm. Aber Grimms Märchen sind sicherlich die berühmtesten Geschichten.

Was ist ein Märchen eigentlich?

 Märchen sind Prosatexte, also keine Gedichte, die von magischen oder wundersamen Begebenheiten erzählen. Die Geschichten wurde aufgeschrieben, sodass sie immer weiter vorgelesen werden können. Märchen sind frei erfunden, deshalb wird es dir auch besionders Spaß machen, ein Märchen zu schreiben. Du kannst deiner Fantasie freien Lauf lassen und dir viele tolle Dinge ausdenken.

Märchen schreiben – die wichtigsten Fakten

Märchen selber schreiben

Hier erfährst du ganz knapp, worum es im Märchen geht. Du kannst dir auch das entsprechende Video ansehen, dort wird dir alles genau erklärt. Also, zu einem Märchen gehören:

  • bestimmte Formulierungen, die immer wieder gewählt werden. Zum Beispiel: Es war einmal, vor vielen Jahren, sie lebten glücklich bis an ihr Ende ODER es begab sich zu einer Zeit…
  • ein Held oder eine Heldin, die eine Aufgabe zu erfüllen hat. Oft geht es darum, jemanden zu retten oder zu befreien.
  • Personen, die durch eine ganz klare Charaktereigenschaft erkennbar sind: ein verzweifelter Bauer, ein hellsichtiger Junge, ein freches Mädchen.
  • die Vermischung von Realität und Fantasie: Am Grunde eines Sees lebte eine Fischfamilie in einem Korallenriff. Sie hatten furchtbar Angst vor einem Krebs…
  • ein glücklicher Ausgang. Der Held muss seine Aufgabe erfüllen und alles zum Guten wenden.
  • ein klassischer Schlusssatz: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Außerdem tauchen im Märchen auf:

  • magische Zahlen wie die böse 13 oder die gute 7
  • Hexen, Zauberer und Drachen
  • Helfer, die den Helden unterstützen

 

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Märchen schreiben: Hier findest du Beispiele für die 5 Schritte

1. An der Einleitung erkennst du ein Märchen

Märchen schreiben GrundschuleEin Märchen zu beginnen ist leicht, denn am Anfang klingen alle sehr ähnlich. Es gibt klassische Sätze, mit denen viele Märchen in die Geschichte starten. Aus den bekannten Märchen der Gebrüder Grimm kannst du es an diesen Beispielen erkennen.

Der Teufel mit den drei goldenen Haaren: Es war einmal eine alte Frau …

Dornröschen: Vor Zeiten war ein König und eine Königin …

Goldkinder: Es war ein armer Mann und eine arme Frau …

Froschkönig: In den alten Zeiten …

2. Dein Held muss gut und sympathisch sein

Grimms MärchenNun musst du eine Hauptfigut finden, die dein Märchen bestimmt. Sie läuft durch die Märchenwelt, erlebt Abenteuer, löst Rätsel und besiegt böse Gestalten. Dieser Held, oder diese Heldin, braucht eine markante Eigenschaft, die sie unverwechselbar macht. Auch die Nebenfiguren deines Märchens sollten einen guten Wiedererkennungswert haben. Gib ihnen spezielle Eigenschaften, die sie zu etwas Besonderem machen.

Königstochter im Froschkönig: weinerlich

Wolf und die 7 Geislein: die alte Geis ist liebevoll

Frau Holle: eine häßliche und faule Tochter, eine schöne und fleißige

Das gehört auch häufig zum Märchen schreiben

magische Zahlen: 3, 7 und 12 – die 13. weise Frau verzaubert Dornröschen

Figuren mit Zauberkräften: eine Hexe verzaubert Hänsel und Gretel

3. Sein Ziel muss mindestens “die Welt retten” sein

Märchen schreibenIm Märchen geht es nie um Nichts, sondern immer um Alles. Wer will schon eine Geschichte hören, in der der Held nur Gemüse einkauft und die Zeitung liest? Niemand. Er muss jemanden retten, jemanden befreien, die Welt zum Guten verändern und andere glücklich machen. Prinzen retten Prinzessinnen, töten Drachen und helfen den Armen. Arme Mädchen erlangen Gerechtigkeit und Tiere bekommen ihr Gnadenbrot.

4. Die Handlung spielt in der Fantasie und in der Realität

Im Märchen kannst du fantasievolle Welten erschaffen, die sich an der Realität orientieren. Nimm deinen Garten als Schauplatz und lass dort die Grashalme miteinander reden. Nimm dein Kinderzimmer und denke dir Löcher in der Wand, durch die du in eine andere Welt gelangst. Ich bin sicher, dazu fallen dir noch viele Ideen ein.

5. Am Ende geht das Märchen gut aus, immer

Märchen QuizWillst du ein Märchen schreiben? Du möchtest deinen Held sterben lassen, das Böse soll siegen und die Welt soll untergehen? Dann schreibe einen Thriller oder einen Fantasie-Roman, aber kein Märchen. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Im Märchen gewinnt immer das Gute und das Böse wird bestraft. Zum Schluss liest du Sätze wie:

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch immer.

Ende gut, alles gut.

Und sie liebten sich bis an ihr Lebensende.

 


Märchen und was Ihr Kind davon lernen kann

Märchen schreibenSeien Sie einmal ehrlich! An wie viele Märchen können Sie sich noch erinnern? Nur noch jeder fünfte Erwachsene kennt „Aschenputtel“, bei den Kindern dürften es noch weniger sein. Trotzdem sind über 80% der Deutschen der Meinung, dass Kinder auch heute noch Märchen brauchen. Hier wird erläutert, warum Sie das Märchenbuch ruhig mal wieder aus dem Regal ziehen sollten und welchen Lerngewinn „Hänsel und Gretel“, „Rotkäppchen“ oder „ Schneewittchen“ für Ihr Kind bedeuten kann.

Fantasie ist nicht gleich Märchen

Nicht jede erfundene Geschichte, zum Beispiel Harry Potter oder Die Simpsons, ist gleich ein Märchen, obwohl sie sich märchenhafte Elemente bedienen. Vielmehr handelt es sich bei echten Märchen um eine einfache Erzählform, die sich durch Raum- und Zeitlosigkeit auszeichnet und an keinen historischen Hintergrund gebunden ist.

7 Gründe für das Lesen von Märchen

Es gibt eine ganze Reihe von positiven Merkmalen, durch die Märchen für Kinder attraktiv werden. Das Vorlesen schafft eine liebevolle Atmosphäre zwischen Eltern und Kind, doch auch Selberleser fühlen sich von denen klassischen Geschichten immer wieder gefangen. Dabei begeistern sich nicht nur Kleinkinder für die spannenden Geschichten, sondern durchaus auch noch Teenager.

1. Märchen lesen übt die Lesefähigkeit

Märchen VideoMärchen folgen meisten einer leicht nachvollziehbaren Struktur. Häufig geschieht zu Beginn ein Unrecht, das im Laufe der Geschichte aufgeklärt wird. Dabei erleben die Hauptfiguren eine Reihe von Abenteuern, in denen sich Kinder leicht wieder finden können. Die Geschichten bedienen sich keiner ausgefallenen Ausdrücke und sind so auch für Leseranfänger leicht verständlich. Kinder lieben es, Märchen immer wieder zu hören oder selber durchzulesen. Sie werden nicht langweilig und bestechen durch ihre Bildsprache.

2. Märchen lesen trainiert das Textverständnis 

Märchen lassen sich auf vielfältige Art und Weise interpretieren. Es gibt stets eine leicht verständliche Geschichte (arme Eltern setzen Kinder aus / Stiefmutter verstößt Kind), die sich auch dem Leseanfänger schnell erschließt. Darüberhinaus werfen Märchen eine Reihe von Fragen auf, die erst dem geübten Leser auffallen. Je besser ein Kind also den Sinn der gelesenen Texte versteht, desto mehr verborgene Inhalte wird es im Märchen finden.

3. Märchen haben eine hohe Lesemotivation

Die wieder erkennbare Erzählstruktur, der gute Ausgang der Geschichte, die überschaubare Länge eines Märchens und der gut verständliche Wortschatz machen es einem Kind leicht, zum entsprechenden Buch zu greifen.

4. Über Märchen kann man wunderbar diskutieren

Märchen QuizIn vielen Märchen werden Themen aufgegriffen, die Kinder gut nachvollziehen können. Es geht dabei um das Verhältnis zu den Eltern, um Geschwisterrivalität, um Reichtum und Armut oder um die Solidarität unter Freunden. Als Grundlage von Diskussionen zu gesellschaftlichen Werten oder zwischenmenschlichen Fragestellungen im Unterricht oder zu Hause sind sie daher sehr gut geeignet.

5. Märchen  transportieren schwierige Inhalte kindgerecht

Schwierig zu erklärende Emotionen wie Neid, Habgier oder Rachsucht werden in Märchen ganz spielerisch und leichtfüßig verdeutlicht. An fiktiven Figuren und Schauplätzen lassen sich immer wieder Situationen erzeugen, die auch für Kinder leicht verständlich und nachvollziehbar sind. Aber auch naturwissenschaftliches Wissen kann mithilfe eines Märchens anschaulich und interessant vermittelt werden. Wie finden sich Hänsel und Gretel im Wald zurecht, wo geht die Sonne auf, welche Pflanzen sind essbar?

6. Märchen leisten Lebenshilfe und bieten Lösungen für Konflikte an

Manche Kinder profitieren von Märchen, indem sie deren Handlungsverlauf auf ihr eigenes Leben projizieren. Gerade die leicht verständliche Welt der Märchen lässt Kinder Mut schöpfen und nach Auswegen suchen.

So kann beispielsweise die Geschichte vom tapferen Schneiderlein Mut für den nächsten Tag machen, oder Frau Holle Einfluss auf die konfliktreiche Beziehung zwischen Geschwistern aus Patchworkfamilien haben. Märchen erleichtern es Kindern aber auch, ihre Gefühlswelt auszudrücken. Sie bedienen sich dann der entsprechenden Figuren, die an ihrer Stelle Emotionen ausleben.

7. Jeder kennt Märchen

Im Gegensatz zu den vielen Kinderbüchern auf dem Markt, sind die klassischen Kindermärchen allen bekannt. Sie wurden vorgelesen, verfilnmt, als Theaterstück angesehen oder selber gelesen.

 

 

 

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