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Übersicht häufiger staatlich anerkannter Privatschulen

Privatschulen - ja, bitte!Privatschulen sind für manche Eltern die beste Möglichkeit, ihr Kind unterzubringen. Sie bieten häufig eine verlässliche Ganztagsbetreuung und einen frühen Fremdsprachenunterricht, meist von Muttersprachlern. Das deutsche Bildungssystem krankt an vielen Stellen und immer mehr Eltern fühlen sich und ihre Kinder an staatlichen Schulen nicht gut aufgehoben. Neben den großen Schulklassen, in denen die unterschiedlichsten Kinder aufgrund von Personal- und Geldmangel mit Einheitslernstoff versorgt werden, machen Stundenausfall und marode Schulgebäude viele Eltern ärgerlich und zunehmend besorgt. Ganz zu schweigen von einer fehlenden Ganztagsversorgung, die besonders berufstätige Eltern von Schulanfängern vor große Probleme stellt.

Das sollten Sie bei der Wahl einer Privatschule unbedingt berücksichtigen

Je nach Anbieter kosten Privatschulen mehr oder weniger Geld. Doch nicht für jeden ist die Privatschule eine gute Wahl. Es gilt viele verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Da kann man schon mal den Überblick verlieren.

  Checkliste: Passt Ihr Kind in eine Privatschule?

        • Häufig längerer Schulweg
        • Ganztagsschule, ganztägige Betreuung
        • Essen in der Schule
        • Umfangreiches Kursangebot im Nachmittagsbereich
        • Individuelleres Eingehen auf die Persönlichkeiten und Fähigkeiten der Kinder
        • Hausaufgabenbetreuung wird in der Schule angeboten
        • Zusätzliche Förderstunden für lernschwache Kinder
        • Schulabschluss wird sicherer erreicht
        • Kleinere Schulklassen
        • Häufig (hohes) Schulgeld
        • Wechsel auf staatliche Schule manchmal schwierig
        • Schulabschluss manchmal nicht ohne zusätzliche Prüfungen gültig
        • Schulkameraden wohnen nicht in der Nähe
        • Moderne pädagogische Konzepte
        • Lehrer sind häufig sehr gesprächsbereit
        • Manchmal Modellversuche ohne Erfahrungswert
        • Oft großes Mitspracherecht der Eltern
        • Hohes Engagement der Eltern erwünscht
        • Vereinzelt Tragen von Schuluniform
        • Meist wenig Unterrichtsausfall
        • Keine Leerstunden
        • Können neue Entwicklungen schnell und unbürokratisch umsetzen

Auswertung Privatschulen: Passt das für Ihr Kind?

Gehen Sie die einzelnen Punkte in Ruhe durch und entscheiden Sie, ob die Kriterien für oder gegen den Besuch der Privatschulen sprechen. Wenn Sie mehr als die Hälfte der Punkte als positiv empfinden, ist der Besuch einer Privatschule für Ihr Kind durchaus zu empfehlen. Im nächsten Schritt sollten Sie dann prüfen, welches pädagogische Konzept Ihnen am ehesten liegt.

Staatliche Schulen haben viele Sorgen

PrivatschulenSelbst Halbtagsstellen sind mit einem Grundschulkind zeitlich kaum abzudecken und die verlässliche Grundschule mit einer festen Betreuungszeit ist leider immer noch Mangelware. Aber auch in den weiterführenden Schulen verschwinden die Probleme nicht. Es fehlen Lehrer in den Naturwissenschaften, das Fremdsprachenangebot ist eher überschaubar und eine Ganztagsversorgung mit ausgeglichenen Lern- und Erholungsphasen eine Utopie. Daneben haben Eltern wenig Mitspracherechte und auch die Zeit der Lehrerinnen und Lehrer für Gespräche oder Kooperation ist knapp bemessen. Der Blick auf Privatschulen, der in den Medien zunehmend gewagt wird, zeigt hingegen eine bessere, neue, attraktive Bildungswelt, an der immer mehr Eltern teilnehmen möchten. Moderne Unterrichtsmaterialien, Kontakte zu Auslandsschulen und Universitäten, pädagogische und psychologische Lernkonzepte versprechen Entlastung der Eltern, gute Schulabschlüsse und beruflichen Erfolg. Und so falsch ist diese Vorstellung nicht.

Viele Privatschulen können sich die Kinder aussuchen

Wurden vor einigen Jahren eher noch diejenigen Schülerinnen und Schüler auf Privatschulen untergebracht, die mit Leistungsproblemen zu kämpfen hatten, so hat sich dieses Bild inzwischen gewandelt. Bildung ist in bestimmten Gesellschaftsschichten schick und es wird viel Geld ins Kind investiert.  An den meisten Privatschulen bestehen lange Wartelisten und bei weitem nicht alle Bewerber können aufgenommen werden. Da entscheiden nicht selten die Noten in den Hauptfächern, so dass zunehmend leistungsstarke Kinder das Niveau bestimmen. Aber nicht immer sind die Leistungen das entscheidende Kriterium für die Aufnahme eines Kindes.

Übersicht der häufigsten Privatschule in Deutschland

Private Schule

Konzept / Schwerpunkt

Aufnahmekriterien

katholische Private Schule

– kirchliche Ausrichtung
– Vermittlung christlicher Werte
– Religionsunterricht verpflichtend
– teilweise Mädchenschulen und Jungenschulen
– oft Ganztagsbetreuung
– charakterliche Förderung

christliche Orientierung der Familie

Engagement und Interesse der Eltern

Noten in weiterführenden Schulen

evangelische Private Schule

– kirchliche Ausrichtung
– Vermittlung christlicher Werte
– Religionsunterricht verpflichtend
– oft Ganztagsbetreuung
– keine Jahrgangsmischung
– charakterliche Förderung

christliche Orientierung der Familie

Engagement und Interesse der Eltern

Noten in weiterführenden Schulen

Waldorf-Schule

– Ausrichtung an Rudolf Steiner (Anthroposoph)
– keine Noten in Unterstufe und Mittelstufe
– antiautoritäre Erziehung
– Elternmitarbeit erwünscht
– keine Jahrgangsmischung
– Epochalunterricht

Akzeptanz der pädagogischen Richtung Steiners

Mitarbeit der Eltern

Montessori-Schule

– altersgemischter Unterricht
– Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, individuumzentriert
– Verantwortung, Selbstständigkeit
– das Treffen von eigenen Entscheidungen lernen
– Elternmitarbeit erwünscht

Akzeptanz der pädagogischen Richtung Maria Montessoris

Mitarbeit der Eltern

internationale

Schule

– Unterricht in Englisch ab Klasse 1
– Ganztagsschule
– projektorientiertes Arbeiten
– humanistische Erziehung
– keine Jahrgangsmischung

Ausrichtung der Familie, z.B. englischsprachig

Aufnahmeprüfung

Zeugnisse und soft skills

Phorms Schule

– Unterricht vorwiegend in Englisch
– 2 Lehrkräfte pro Klasse
– max. 20 Schüler pro Klasse (Grundschule) 24 Gymnasium
– Ganztagsbereuung
– keine Jahrgangsmischung
spezielles Online-Aufnahmeverfahren

Jenaplan-Schule

– keine Noten, keine Schulbücher, kein Sitzenbleiben
– Lernen in jahrgangsübergreifenden Stammgruppen
– Elternmitarbeit erwünscht
– humanistisch
– Kind als Teil einer Gruppe

Engagement der Eltern

Akzeptanz der pädagogischen Richtung Petersens

Freie, einzelne Initiativen

– unterschiedlichste Konzepte, immer in Einrichtung selber informieren

Engagement der Eltern

 

Privatschule: Ersatzschule oder Ergänzungsschule?

PrivatschulenSchulen in freier Trägerschaft, also Privatschulen, unterscheiden sich in zwei rechtlichen Modellen. Zum einen gibt es die Ersatzschulen in freier – nicht öffentlicher – Trägerschaft. Sie entsprechen den bestehenden Schulformen, ersetzen sozusagen die staatlichen Schulen, und bieten grundsätzlich die gleichen Unterrichtsinhalte an wie öffentliche Schulen. Mit dem Besuch einer Ersatzschule erfüllen die Schülerinnen und Schüler die Schulpflicht.

Das zeichnet Ersatzschulen aus:

  • bedürfen der Genehmigung durch die örtlich zuständige Bezirksregierung
  • entsprechen den öffentlichen Schulen wie Grundschule, Hauptschule, Realschule oder Gymnasium
  • haben in der Regel das Recht, mit gleicher Wirkung wie öffentliche Schulen Zeugnisse auszustellen und unter Vorsitz einer staatlichen Prüfungsleitung Prüfungen abzuhalten
  • stehen unter Aufsicht des Landes
  • die Schulaufsicht über Ersatzschulen wird von der für die entsprechenden öffentlichen Schulen zuständigen Schulaufsichtsbehörde ausgeübt
  • müssen sich an die geltenden Lehrpläne halten

Ersatzschulen bekommen Geld vom Staat

Lehrer an PrivatschuleErsatzschulen erhalten pro Schüler einen Finanzausgleich vom Staat, der je nach Bundesland derzeit im Schnitt bei zwei Dritteln der Kosten liegt, die der Schüler an einer staatlichen Schule verursachen würde. Diesen Finanzausgleich erhalten die Schulen aber in der Regel frühestens drei Jahre nach ihrer Gründung. Einzige weitere Einnahmequelle für Ersatzschulen ist das Schulgeld der Eltern, das laut Grundgesetz so bemessen sein muss, dass „eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern nicht gefördert wird.“ Quelle: Verband deutscher Privatschulverbände e.V.

In Bayern und auch in vielen anderen Bundesländern wird zwischen anerkannten und genehmigten Ersatzschulen unterschieden. Nur staatlich anerkannte Ersatzschulen können die Abschlüsse Abitur oder mittlere Reife selber abnehmen. Die Schüler staatlich genehmigter Ersatzschulen müssen diese Abschlüsse in externen Prüfungen ablegen. Bei einem Wechsel auf eine öffentliche Schule oder auf eine staatlich anerkannte Schule muss oft eine Aufnahmeprüfung abgelegt werden, weil die Zeugnisse nicht anerkannt werden.

Was sind Ergänzungsschulen?

Ergänzungsschulen sind Schulen in freier Trägerschaft, deren Unterrichtsinhalte nicht identisch sind mit denen staatlicher Schulen und Ersatzschulen.

Ergänzungsschulen (schwerpunktmäßig im berufsbildenden Bereich):

  • unterscheiden sich in allgemeinbildende, berufsbildende, ausländische und internationale Ergänzungsschulen
  • erhalten keine staatliche Förderung
  • staatlich anerkannte Abschlüsse können hier nicht erworben werden
  • Prüfungen müssen extern vor staatlichen Prüfungskommissionen abgelegt werden
  • an anerkannten internationalen Ergänzungsschulen kann ausnahmsweise die Schulpflicht erfüllt werden. Eine Ausnahmegenehmigung des zuständigen Schulamts ist dann nicht erforderlich.

Privatschulen bieten Stipendien an

In allen genannten Privatschulen ist ein Stipendium auf Antrag möglich. Obwohl für Privatschulen fast immer ein Schulgeld bezahlt werden muss, sieht das in Rheinland Pfalz als einzigem Bundesland anders aus. Hier darf der Besuch einer Privatschule nicht an finanzielle Mittel geknüpft werden. In Rheinland-Pfalz besteht „Schulgeld-Verbot“ für private Ersatzschulen , die von der staatlichen Finanzhilfe profitieren möchten; eine Ausnahme gibt es für Schulen, die schon vor 1971 bestanden haben.

Welche Privatschulen besuchen deutsche Kinder am häufigsten?

Die meisten privaten Schulen werden von der katholischen Kirche betrieben und es gibt sie in allen Bundesländern. Rund die Hälfte aller in Privatschulen unterrichteten Kinder besucht also eine katholische Schule. Direkt danach folgen die Privatschulen der evangelischen Kirche . Ebenso „mächtig“ sind auch die Waldorfschulen. Weniger als 10% machen die restlichen Schultypen aus, die von Montessori über freie Alternativschulen, Deutsche Landerziehungsheime, Jena-Plan-Schulen, unterschiedlichste Elterninitiativen, Internationale Schulen bis hin zu ganz neuen Konzepten reichen.

Privatschulen im Ausland

Wer gerne reist, Interesse an fremden Ländern hat und auch etwas abenteuerlustig ist, der sollte den Arbeitsplatz im Ausland durchaus in Betracht ziehen und nicht wegen der Familie gleich ablehnen. Auch für die Kinder kann ein Auslandsaufenthalt zahlreiche Vorteile mit sich bringen, wenn er gut geplant und vorbereitet ist. Die Kinder profitieren in vielfacher Weise von der Erfahrung, sie

  • erweitern ihren Horizont
  • lernen andere Kulturen kennen
  • verbessern ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt und
  • erweitern ihre Sprachkenntnisse.

Besonders sensible Kinder, Schülerinnen und Schüler mit Handicaps oder großen Eingewöhnungsproblemen können aber auch unter einem Auslandsaufenthalt leiden. Die Schule im Ausland ist also eine Entscheidung, die gut überlegt sein will.

Wie finde ich eine geeignete Schule?

Mit an erster Stelle der Organisation des Auslandsaufenthaltes steht die passende schulische Versorgung des Nachwuchses. Diese Frage sollte unbedingt geklärt werden, bevor es losgeht, Ansprechstelle ist zuerst einmal der Arbeitgeber oder die Zentralstelle für das deutsche Auslandsschulwesen www.auslandsschulwesen.de. Diese Schaltstelle betreut und unterstützt in enger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt (Fachaufsicht) und den Bundesländern weltweit (auf allen Kontinenten) Schulen im Ausland sowie schulische Einrichtungen und zahlreiche Deutsche Abteilungen an ausländischen staatlichen Schulen. Der Unterricht findet meist in deutscher Sprache statt, oft auch zweisprachig. Sie finden auf den Internetseiten der Zentralstelle umfangreiche Informationen, zum Beispiel:

  • eine Weltkarte der deutschen Schulen im Ausland
  • ein vollständiges, aktuelles Schulverzeichnis
  • Informationen über Abschlüsse und Prüfungen
  • das Handbuch des deutschen Auslandsschulwesens
  • vielfältige Informationen über das Qualitätsmanagement

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Uta Reimann-Höhn

Dipl. Päd.

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