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Übertritt in die weiterführende Schule

Übertritt - welche Schule passt?Der Übertritt wirft schon ab dem dritten Schuljahr viele Fragen auf, die sich dann im Laufe der vierten Klasse konkretisieren. Wer entscheidet, welche Schule mein Kind besuchen wird? Bekommt mein Kind eine Empfehlung für das Gymnasium? Wie finde ich die richtige Schule? Welche Begabungen zeigen sich bei meinem Kind? Ist eine außerschulische Unterstützung sinnvoll?

Der Übertritt ist eine weichenstellende Entscheidung

Je eher Eltern sich mit diesen Fragen unseres (noch) dreigliedrigen Schulsystems auseinandersetzen, desto leichter wird ihnen letztlich die Entscheidung fallen. Und obwohl das deutsche Bildungssystem durchlässig ist und Wechsel zwischen den Schulformen durchaus in beide Richtungen möglich sind, werden die Weichen für die meisten Schülerinnen und Schüler doch bereits im 4. Schuljahr mit der Frage nach der weiterführenden Schule gestellt.

In der 4. Klasse wird es ernst

Sehr viele Eltern wünschen sich für ihr Kind den Besuch eines Gymnasiums, und damit den Schulabschluss Abitur als Eintrittskarte für ein Studium an der Universität oder eine andere qualifizierte Berufsausbildung. Doch längst nicht alle Kinder schließen die gymnasiale Schullaufbahn auch mit dem Abitur ab, rund 10% der Schülerinnen und Schüler wechseln noch während der Sekundarstufe I in eine andere Schulform. Andere brechen die Schule nach der 10. Klasse ab, machen das Fachabitur oder wechseln auf eine andere (Fach)-schule. Dabei gibt es ein deutliches Nord-Süd-Gefälle, denn in Hamburg ist die Zahl der Gymnasiasten eines Jahrgangs, die ihr Abitur bestehen, mit circa 40% nahezu doppelt so hoch wie in Bayern.

Achtung beim Schulwechsel oder Übertritt

Durch die frühe Festlegung auf eine Schulform ist es für Eltern, Lehrkräfte und Kinder nicht einfach zu entscheiden, wie der individuell passende Weg aussieht – Fehlentscheidungen kommen immer wieder vor. Diese Fehlentscheidungen sind nicht immer dramatisch, können aber im Einzelfall die Psyche eines Kindes stark beeinträchtigen. Daher ist es wichtig und sinnvoll, dass Eltern schon im Vorfeld genau abklären, welche Schulform für ihr Kind beim Übertritt die beste sein könnte. Das Lernverhalten und die Noten in der Grundschule sind die Basis für diese Entscheidung. Erwiesenermaßen ist die Vorbereitung auf die weiterführende Schule, die zentrale Aufgabe der Primarstufe , weitaus besser als ihr Ruf.

Checkliste Übertritt

Fit fürs Gymnasium

  • Mein Kind kann sich gut ausdrücken und hat einen großen Wortschatz.
  • Mein Kind kann flüssig lesen und erfasst die Texte schnell.
  • Mein Kind kann gut schreiben und macht nur wenig Fehler.
  • Mein Kind hat Spaß am Lernen und ist Neuem gegenüber aufgeschlossen.
  • Mein Kind geht gerne in die Schule.
  • Mein Kind gestaltet den Unterricht aktiv mit.
  • Mein Kind kann selbstständig arbeiten.
  • Mein Kind kann systematisch denken und kommt auf Lösungen.
  • Mein Kind ist einfallsreich und kreativ.
  • Mein Kind hat selten Schwierigkeiten mit seinen Hausaufgaben.
  • Mein Kind schreibt normalerweise guten Noten.
  • Mein Kind gehört zu den leistungsstarken Schülern der Klasse.
  • Mein Kind möchte das Gymnasium besuchen.
  • Mein Kind wird von der Familie unterstützt.
 

Auswertung Checkliste Übertritt

Je mehr der Aussagen Sie bestätigen können, desto leichter wird Ihr Kind es auf dem Gymnasium haben. Falls Sie sich dann immer noch nicht sicher sind, welche Schulform für Ihr Kind die richtige ist, sollten Sie neben der Schuleempfehlung unbedingt noch weitere Meinungen einholen. Auch Beratungslehrer, Fachleute von Erziehungsberatungsstellen oder Schulpsychologen dürfen Sie ruhig miteinbeziehen, um für Ihr Kind die passende Schulform zu finden. Eventuell ist sogar ein Intelligenztests sinnvoll, wenn die Leistungen Ihres Kindes in den unterschiedlichen Fächern stark schwanken.

 

Buchtipp Waldorfschule

Waldorfschule

Bezüglich der Waldorfschulen gibt es zwar viele Erfolgsgeschichten, aber auch Vorurteile. Henning Kullak-Ublick beantwortet prägnant die häufigsten Fragen zur Waldorfpädagogik, gibt Einblicke in den Unterricht und bietet so Eltern Orientierung. [Waldorfschule]

Buchtipp Montessorischule

Montessorischule

Das Buch startet mit der Historie und der Aufgabe, welche sich Maria Montessori und ihr Sohn Mario gestellt haben. Montessori ist ein ganz anderer Weg sich dem Kind als Lehrer zu nähern. In Liebe und Demut dem Potential der Kinder Raum zu geben und sie zu fördern ohne Druck und ohne psychische Gewalt. [Montessori]

Buchtipp Privatschule

Privatschule

Das Schulsystem steckt in einer tiefen Krise, das Vertrauen der Deutschen in die staatlichen Schulen ist erschüttert. Viele Eltern suchen in einer privaten Schule bessere Bildungschancen für ihre Kinder. [Privatschule]

 

Diese Regeln für den Übertritt von der Grundschule in die weiterführenden Schulen gelten für die Bundesländer Deutschlands

In Deutschland müssen alle Kinder die Schule besuchen, Unterricht zu Hause ist nicht erlaubt. Je nach Bundesland gibt es 4 oder 6 Jahre Grundschule und verschiedene Möglichkeiten, danach weiterzumachen. In der Schule werden Kernkomeptenzen vermittelt, die auf das Leben und die Arbeitswelt vorbereiten.
Wer sein erstes Kind einschult, hat viele Fragen. Einige Fragen rund um die Schule und den Übertritt beantwortet die folgende Tabelle.

Aktuelle Liste aller Schulformen der 16 Bundesländer (Stand Juli 2011)

 

Bundesland

Schulformen

Schulempfehlung

Schule Baden-Württemberg

Nach der 4jährigen Grundschule folgt die Hauptschule, die Realschule oder das Gymnasium (G8). Neu ist die Werkrealschule (Abschluss nach 10 Jahren). Realschul-Abgänger mit mittlerer Reife und Gymnasiasten nach der 10. Klasse können in 3 Jahren auf einem beruflichen Gymnasium das Abitur machen.

verbindlich, Aufnahmeprüfung möglich.

Schule Bayern

Auf die 4jährige Grundschule folgen Gymnasium, Realschule oder Haupt-/Mittelschule. Die Mittelschule geht bis zur 9. Klasse oder auch 10. Klasse. Die Realschule führt bis zur 10. Klasse. Das Abitur kann am Gymnasium (G8) oder einer Beruflichen Oberschule (G9) gemacht werden.

verbindlich, Aufnahmeprüfung möglich.

Schule Berlin

Nach der 6jährigen Grundschule gibt es zwei Oberschulen: Die integrierte Sekundarschule, die den Mittleren Schulabschluss und das Abitur nach 13 Jahren bietet. Daneben steht das Gymnasium, das in 12 Jahren zum Abitur führt. Als Pilotprojekt kommen bald Gemeinschaftsschulen, in denen bis Klasse 10 gemeinsam gelernt wird.

Eltern entscheiden.

Schule Brandenburg

Auf die 6jährige Grundschule folgen Gesamtschule, Oberschule oder das Gymnasium. An Gesamtschule und Oberschule kann das Abitur nach 13 Jahren erworben werden, am Gymnasium nach 12 Jahren.

verbindlich, Probeunterricht möglich.

Schule Bremen

Die Oberschule führt nach 10 Jahren zum mittleren Abschluss und nach 13 Schuljahren zum Abitur. Daneben gibt es Gymnasien mit der Hochschulreife nach 12 Schuljahren.

verbindliche Empfehlung der Grundschule.

Schule Hamburg

Es gibt die Stadtteilschule und das Gymnasium im Anschluss a die 4jährige Grundschule. Die Stadtteilschule bietet das Abitur nach 13 Jahren sowie den 1. und 2. Bildungsabschluss (vergleichbar mit Haupt- und Realschulabschluss). An Gymnasien gibt es das Abitur nach 12 Schuljahren.

Eltern entscheiden.

Schule Hessen

Auf die 4jährige Grundschule folgen Gymnasium, Realschule, Hauptschule, Integrierte Gesamtschule oder Kooperative Gesamtschule. Die neue Mittelstufenschule fasst Haupt- und Realschule zusammen. Beim Abitur ist G8 die Regel, für Schüler von Oberstufengymnasien oder Kooperativen Gesamtschulen kann der Weg 9 Jahre dauern.

Eltern entscheiden.

Schule Mecklenburg- Vorpommern

Nach der Grundschule gibt es die Regionalschule, die mit der mittleren Reife nach Klasse 10 endet, und das Gymnasium mit dem Abitur nach 12 Schuljahren. Die Schulwege trennen sich mit Beginn der 7. Klasse. In Ausnahmefällen können Gymnasien Schüler schon ab Klasse 5 aufnehmen. Das Abitur kann auch an kooperativen Gesamtschulen abgelegt werden.

Eltern entscheiden.

Schule Niedersachsen

Neben der Hauptschule (bis Klasse 9) und der Realschule (bis Klasse 10) steht nach der 4jährigen Grundschule die neue Oberschule, die bis zur 10. Klasse führt. Das Abitur kann am Gymnasium (12 Schuljahre), an Gesamtschulen oder an Berufsbildenden Gymnasien gemacht werden.

Eltern entscheiden.

Schule Nordrhein- Westfalen

Nach der Grundschule gibt es die Haupt- und Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen und künftig die Sekundarschulen. Von dort können die Schüler nach der 10. Klasse zum Gymnasium, zur Gesamtschule oder zum Berufskolleg wechseln, um das Abitur zu machen.

Eltern entscheiden.

Schule Rheinland- Pfalz

Anb 2013 folgt nach der 4jährigen Grundschule das Gymnasium, die Realschule Plus (bis Stufe 10) oder die Integrierte Gesamtschule (bis Stufe 13). Gymnasien gibt es bis Stufe 12 oder 13. An der Realschule Plus sind Hauptschulabschluss und mittlere Reife möglich.

Eltern entscheiden.

Schule Saarland

Ab 2012 gibt es im Saarland nach der 4jährigen Grundschule die Gemeinschaftsschule (5 bis 13) oder das Gymnasium (5 bis 12). An der Gemeinschaftsschule können Schüler den Hauptschulabschluss, die Mittlere Reife und das Abitur machen.

Eltern entscheiden.

Schule Sachsen

Nach der 4jährigen Grundschule kann an der Mittelschule am Ende der Klasse 9 der Hauptschulabschluss und am Ende der Klasse 10 der Realschulabschluss erworben werden. Das Abitur ist nur am Gymnasium (12 Jahre) möglich.

Schulempfehlung ist verbindlich.

Schule Sachsen- Anhalt

Nach der 4jährigen Grundschule können die Schüler zur Sekundarschule, zur Gesamtschule oder an das Gymnasium (Abitur nach 12 Jahren) wechseln. An der Gesamtschule sind Hauptschulabschluss nach 9, Realschulabschluss nach 10 und Abitur nach 13 Jahren möglich.

Eltern entscheiden.

Schule Schleswig – Holstein

Nach der 4jährigen Grundschule folgen Gemeinschaftsschulen, die die Jahrgänge 5 bis 10 zum Hauptschulabschluss, zum mittleren Abschluss oder zur gymnasialen Oberstufe führen. Regionalschulen ermöglichen Hauptschul- und Realschulabschluss. Abitur am Gymnasium gibt es nach 12 oder 13 Jahren.

Eltern entscheiden.

Schule Thüringen

Nach der 4jährigen Grundschule folgen ab Klasse 5 Gymnasium und die Regelschule, die Haupt- und Realschule in sich vereint. Das Gymnasium endet nach Klasse 12 mit dem Abitur.

Schulempfehlung ist verbindlich.

Quellen: Internetseiten der Kultusministerien der Bundesländer, Stern vom 14.Juli 2011,

wikipedia und welt-online vom 24. Juli 2011

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Passende Schule finden

  • Tag der offenen Tür besuchen
  • Berichte über die Schulen lesen
  • Atmosphäre auf dem Pausenhof testen
  • Lehrkräften interviewen
  • Homepage besuchen
  • Informationsbroschüre anfordern
Uta Reimann-Höhn

Dipl. Päd.

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Geprüfte Lernmaterialien für Ihr Kind

  • DIREKT Downloads – SOFORT loslegen
  • kompakte Trainings (lesen, schreiben und konzentrieren)
  • Schnellanleitung Aufsatzarten (Bildergeschichte, Reizwortgeschichte)
  • Textaufgaben Schritt für Schritt verstehen und lösen
  • Sachtexte & Rechengeschichten
  • clevere Lernspiele
geprüft von Diplom Pädagogin
Uta Reimann-Höhn, Deutschlands bekanntester Lernexpertin
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