Das Einmaleins wird zu Hause gelernt

Generationen von Eltern haben mit ihren Kindern unermüdlich die Reihen des kleinen Einmaleins geübt, und das ist auch gut so. Viele kreative Einfälle und wertvolle Lernhilfen sind dabei entwickelt worden, denn die meisten Kinder benötigen eine ganze Weile, bis sie die Einmaleinsreihen auswendig gelernt haben.

Es dauert seine Zeit, bis alle Reihen des Einmaleins schnell abgerufen werden können. In der 2. Klasse beginnen Kinder mit dem Lernprozess.

Einmaleins
Wie ist die Lösung?

Das Einmaleins ist die Grundlage für die Multiplikation

Gerade bei Grundschulkindern ist es normal, dass sie einmal Gelerntes auch wieder vergessen, wenn Sie sich eine zeitlang nicht damit beschäftigt haben. So ist es ganz normal, dass beispielsweise die 7ner, 8er oder 9er Reihe in jedem Schuljahr aufs Neue wiederholt werden müssen.

Damit das nicht langweilig wird und die Kinder motiviert bleiben, lohnt es sich, stets neue Techniken und Methoden anzubieten. Zuhause können Sie das Einmaleins in zwei Schritten üben.

Schritt 1: Einmaleins verstehen

Nicht jedem Kind erschließt sich dieses Prinzip des Multiplizierens gleich schnell. Einige üben es schon vor Schuleintritt und andere haben schlichtweg wenig Interesse fürs Rechnen. Manche Schülerinnen und Schüler benötigen daher viel Zeit und stetige Wiederholungen, um das Entstehen der Multiplikation aus der Addition zu verstehen.

Dieser Schritt, das Konzept des Einmaleins zu verstehen, ist sehr wichtig und sollte nicht übersprungen werden, auch wenn Ihr Kind gute Noten  durch reines Auswendiglernen bekommt. Trotzdem ist es wichtig, das Prinzip hinter dem Lernen der Reihen zu verstehen.



Schritt 2: Einmaleins automatisieren

Wenn Ihr Kind bereits verstanden hat, welches Prinzip dem kleinen Einmaleins zugrunde liegt, hat es die Multiplikation verstanden. Manche Kinder sind von der Mathematik so begeistert, dass sie schon im Vorschulalter spielerisch mit dem Multiplizieren beginnen.

Diese Kinder müssen in der zweiten Klasse ihre Fähigkeiten dahingehend erweitern, dass sie die Einmaleinsreihen durch Auswendiglernen automatisieren. Hier geht es nur noch um das Tempo, mit dem die Ergebnisse der Rechnungen genannt werden.

Das Einmaleins und die Multiplikation sind Teil des Alltags

Das Konzept der Multiplikation begegnet Ihnen und Ihrem Kind im Alltag an vielen Orten und in zahlreichen Situationen. Besonders bei rechenschwachen Kindern sollte das Einmaleins nicht ausschließlich am Schreibtisch gelernt werden.

Lernpsychologisch geschickt ist es vielmehr, Orte aufzusuchen, an denen Ihr Kind sich wohl fühlt und die es mag und die etwas mit dem Multiplizieren zu tun haben. Im Sommer könnte im Schwimmbad sein, im Winter im Zoo.

Geben Sie Ihrem Kind erkennbare Einmaleins Aufgaben auf

Die meisten Kinder lieben es, Rätsel zu lösen oder Aufgaben und Fragen gestellt zu bekommen. Die kleinen Knobelmeister sind stolz, ihr Wissen zu zeigen und eigene Lösungen zu präsentieren.

Diesen Spaß am Lernen können Sie durchaus sinnvoll nutzen, um die Multiplikation, also auch das Einmaleins, zu erklären. Suchen Sie beim gemeinsamen Ausflug mit Ihrem Kind ausgewählte Dinge, die möglichst oft vorkommen.

Im Schwimmbad vielleicht die Anzahl der Kinder im Wasser, die Schwimmreifen oder -flügel-, im Wald die Vogelnester, im Kaufhaus bestimmte Waren und im Museum spezielle Tierarten.

Beauftragen Sie Ihr Kind damit festzustellen, wie viele der vereinbarten Dinge es innerhalb von zwei, fünf oder 10 Minuten finden kann.

Halten Sie sich mit Erklärungen zum Einmaleins zurück

Fragen Sie Ihr Kind dann, wie viele Dinge es gefunden oder gesehen hat. Natürlich können Sie dieses Zählspiel auch als Wettbewerb gegeneinander oder gegen ein anderes Kind „verkaufen“. Ihr Kind wird nun die einzelnen Fundstücke zusammen zählen, um so auf sein Ergebnis zu kommen.

Je nach seinen mathematischen Kompetenzen wird das länger dauern oder schneller gehen. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind das Addieren langsam mühsam findet, können Sie ihm die folgende Frage stellen: „Hast du eine Idee, wie du schneller zu deinem Ergebnis kommst?“

Ihr Kind findet kreative Lösungen zum Multiplizieren

Kinder sind kreativ, deswegen werden Sie auch unterschiedliche Antworten auf Ihre Frage bekommen. Nehmen Sie jede Antwort Ihres Kindes ernst und zeigen Sie, dass Sie seine Ideenl zu schätzen wissen. Erst wenn Ihr Kind keine weiteren Einfälle hat, können Sie damit beginnen, das Prinzip der Multiplikation zu erklären. Beginnen Sie ganz einfach.

Bleiben Sie bei praktischen Beispielen für das Einmaleins

Lassen Sie Ihr Kind die gesuchten Dinge aufzusammeln und nebeneinander zu legen. Oder aufmalen, beispielsweise die Kinder im Schwimmbecken. Nehmen wir an, es handelt sich um 22 Kinder. Nun soll Ihr Kind damit Gruppen bilden, also die Kinder anordnen.

Vielleicht legt es zwei 11er Reihen, oder vier 5er Reihen und eine 2er Reihe? Auf jeden Fall versucht es, eine Ordnung zu schaffen. Nun können Sie leicht die Funktion des Einmaleins erklären. „Du musst nicht alle Kinder einzeln abzählen, sondern weißt genau, dass in der gleich langen reihe ebensoviele Kinder wie in der obersten liegen.

Daher must du die Zahl nur verdoppeln.“

Wiederholen Sie solche Einmaleins Aufgaben, so oft es geht

Es reicht in den meisten Fällen nicht aus, einem Kind das Prinzip der Multiplikation nur einmal zu erklären. Wiederholen Sie also diese und ähnliche Anordnung von Dingen oder Gegenständen, so dass Ihr Kind immer wieder überlegen muss, wie eine Malaufgabe heißen könnte.