Für Kinder mit Legasthenie kann Schule besonders anstrengend sein. Lesen und Rechtschreiben werden nicht nur im Deutschunterricht gebraucht, sondern auch bei Textaufgaben, Arbeitsaufträgen, Sachtexten, Klassenarbeiten und Hausaufgaben.

Wichtig für Eltern: Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben bedeuten nicht, dass dein Kind zu wenig lernt oder sich nicht genügend anstrengt. Entscheidend ist, herauszufinden, wo genau die Schwierigkeiten liegen und welche Unterstützung tatsächlich hilft.
📖Lesen kostet mehr Kraft
✏️Schreiben braucht mehr Zeit
⏱️Zeitdruck verstärkt Probleme
😟Misserfolge können belasten

Legasthenie betrifft mehr als den Deutschunterricht

Ein Kind kann den Unterrichtsstoff verstanden haben und trotzdem Schwierigkeiten bekommen, wenn es eine Aufgabe langsam liest, Wörter falsch erfasst oder viel Aufmerksamkeit für das Schreiben benötigt.

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Klassenarbeiten

Lesen und Schreiben beanspruchen zusätzliche Zeit. Dadurch kann Zeitdruck entstehen, obwohl dein Kind den eigentlichen Lernstoff beherrscht.

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Mathematik

Bei Textaufgaben kann schon das Erfassen der Aufgabenstellung schwierig sein – unabhängig davon, ob dein Kind rechnen kann.

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Sachfächer

Lange Texte, Fachbegriffe und schriftliche Antworten können zusätzlich belasten, obwohl dein Kind das Thema verstanden hat.

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Hausaufgaben

Aufgaben können deutlich länger dauern. Aus zusätzlichem Üben entsteht dann schnell Frust statt Lernerfolg.

Wenn aus Lernproblemen Schulfrust wird

Besonders belastend wird es, wenn ein Kind trotz großer Anstrengung immer wieder erlebt, dass andere schneller sind oder weniger Fehler machen. Dann kann sich der Blick auf die eigenen Fähigkeiten verändern.

Mögliche Warnzeichen können sein:
Dein Kind vermeidet Hausaufgaben, verliert die Lust am Lesen, zieht sich zurück, reagiert auffällig gereizt oder sagt häufiger Dinge wie „Ich kann das sowieso nicht“.

Solche Reaktionen beweisen natürlich keine Legasthenie. Sie können aber zeigen, dass die schulische Situation dein Kind inzwischen stark belastet. Dann lohnt es sich, nicht nur über Rechtschreibfehler zu sprechen, sondern über die gesamte Lernsituation.

Was Eltern jetzt konkret tun können

Wenn du den Eindruck hast, dass dein Kind beim Lesen oder Rechtschreiben dauerhaft Schwierigkeiten hat, hilft ein strukturiertes Vorgehen mehr als immer neue Übungsblätter.

👀 Beobachtungen sammeln
💬 Mit der Schule sprechen
🔎 Schwierigkeiten abklären
🎯 Förderung abstimmen

Das Gespräch mit der Lehrkraft vorbereiten

Ein Lehrergespräch ist besonders hilfreich, wenn nicht nur allgemein über „viele Fehler“ gesprochen wird. Versucht gemeinsam herauszufinden, in welchen Situationen die Schwierigkeiten besonders deutlich werden.

Diese Fragen helfen im Gespräch:

  • Wie liest mein Kind im Unterricht?
  • Welche Schwierigkeiten fallen beim Schreiben besonders auf?
  • Wie viel zusätzliche Zeit benötigt mein Kind?
  • Wie wirkt sich das Problem auf andere Fächer aus?
  • Welche Förderung bietet die Schule bereits an?
  • Welche Unterstützung können wir zu Hause sinnvoll ergänzen?
  • Wann besprechen wir gemeinsam, ob die Maßnahmen helfen?

Was die Schule beitragen kann

Welche konkreten Maßnahmen möglich sind, hängt unter anderem vom Bundesland, von der Schule und von der individuellen Situation des Kindes ab. Deshalb sollten Eltern nach den Regelungen fragen, die für ihr Kind tatsächlich gelten.

🎯

Gezielte Förderung

Förderunterricht oder differenzierte Aufgaben können dabei helfen, einzelne Schwierigkeiten systematisch zu bearbeiten.
⏱️

Arbeitsbedingungen

Je nach geltenden Regelungen können angepasste Bedingungen bei Leistungsnachweisen eine Rolle spielen.
🤝

Absprachen

Eltern, Lehrkräfte und gegebenenfalls externe Fachkräfte sollten möglichst wissen, woran gerade gearbeitet wird.
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Stärken im Blick behalten

Ein Kind sollte nicht dauerhaft auf seine Rechtschreib- oder Leseschwierigkeiten reduziert werden.
Wichtig: Nachteilsausgleich, Notenschutz und andere schulische Regelungen sind nicht überall identisch. Welche Möglichkeiten konkret bestehen, richtet sich nach den jeweils geltenden schulrechtlichen Bestimmungen.

Wann zusätzliche Förderung sinnvoll sein kann

Schulische Förderung kann sehr hilfreich sein. Wenn die Schwierigkeiten jedoch ausgeprägt sind oder trotz Förderung über längere Zeit bestehen, kann zusätzlich eine gezielte außerschulische Förderung sinnvoll sein. Entscheidend ist nicht möglichst viel Übungszeit, sondern eine Förderung, die am tatsächlichen Lernstand des Kindes ansetzt.

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Mit überschaubaren Übungen könnt ihr Lesen und Rechtschreiben gezielt trainieren – passend zum Lernstand deines Kindes.

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