Dazu habe ich keine Zeit!

Für manche Kinder ist jeder Tag zu kurz. Schon morgens läuft ihnen die Zeit weg, sodass sie häufig zu spät in die Schule kommen – ihr Zeitmanagement ist nicht gut.Sie stehen zu spät auf, trödeln im Bad, finden die richtige Kleidung nicht und suchen noch ewig nach bestimmten Schulsachen.

„Dir kann man ja beim Laufen die Schuhe besohlen!“ riefen schon Generationen vorher bei diesen Trödlern. Doch geholfen hat das nicht!

Zeitdruck stört beim Lernen

Im Unterricht träumen sie gerne und werden mit ihren Aufgaben nicht fertig. Und auch die Hausaufgaben stehen unter dem Zeichen des Zeitdrucks. „Was du heute kannst besorgen, das verschieb´ auf übermorgen.“ So mögen manche Kinder wirken, die immer zu spät sind und mit ihren Aufgaben nie rechtzeitig fertig werden. Noch etwas essen, kurz telefonieren, in einem Buch blättern und noch schnell aufs Klo. Bloß nicht anfangen und zügig arbeiten. Sie leben von einem Moment zum nächsten und planen ihre Zeit nicht.  Dabei würde ein Zeitmanagement ihnen viel Stress nehmen.

Kinder leiden unter einem schlechten Zeitmanagement

Häufig leiden diese Schülerinnen und Schüler selber unter ihrem schlechten Zeitmanagement, den ewigen Hausaufgaben, den unfertigen Arbeiten. Sie wären gerne pünktlich und würden vieles dafür geben, um nicht immer alles auf den letzten Drücker zu machen. Doch sie wissen einfach nicht, was sie ändern müssen. Das ist nicht gut, denn wer schon in der Schule mit seinem Zeitplan Probleme hat, schleppt das oft in die Ausbildung und in das Berufsleben weiter. Es macht also Sinn, schon früh am Zeitmanagement zu arbeiten.

Bestandsaufnahme: Wo sind die Zeitfallen?

Zeitfallen finden und entsorgen

Um etwas zu verändern, müssen die individuellen Zeitfallen enttarnt werden. Natürlich sind Grundschüler noch damit überfordert, ein passendes Zeitmanagement zu entwickeln. Oft wissen sie nicht einmal, wo es eigentlich „hängt“. Mit unserer Checkliste können Eltern und Kinder den Zeitfallen auf die Schliche kommen. Beobachten Sie eine Woche oder zwei Wochen lang, wie der Tagesablauf Ihres Kindes funktioniert und wo sich die Zeitfallen verstecken. Setzten Sie sich nicht unter Druck, sondern versuchen Sie, die Tagesabläufe, wann immer es geht, genau zu dokumentieren.

Schätze deinen Tag ein

 

pünktlich

leicht zu spät

viel zu spät

Vor der Schule

 

 

 

Ich bin zur vereinbarten Zeit aufgestanden (Wecker)

   

Ich bin danach gleich ins Bad gegangen und habe mich gewaschen.

   

Dann habe ich mich angezogen.

   

Anschließend habe ich gefrühstückt.

   

Danach habe ich die Wohnung / das Haus in Richtung Schule verlassen.

   

Den Schulweg habe ich in normaler Zeit zurückgelegt.

   

In der Schule

 

 

 

Zum Unterrichtsbeginn bin ich in der Schule angekommen.

   

Beim Abschreiben oder Aufschreiben gebe ich mir Mühe und schaffe es.

   

Stillarbeit oder Wochenplan gelingen mir.

   

Der Wechsel zwischen zwei Unterrichtsräumen funktioniert.

   

Nach der Pause komme ich zurück in die Klasse.

   

Die Hausaufgaben schreibe ich vollständig auf.

   

Dann laufe oder fahre ich nach Hause.

   

Nach der Schule

 

 

 

Mit meinen Hausaufgaben beginne ich zu einem festgelegten Zeitpunkt.

   

Dann lerne ich noch für eine Klassenarbeit oder übe mit meinen Eltern.

   

Auf Verabredungen mit meinen Freunden freue ich mich. Ich spiele gerne mit ihnen.

   

Zu meinen Kurse oder Vereinsterminen gehe ich auch gerne.

   

Abends packe ich noch für den nächsten Tag.

   

Dann ist Bettzeit und ich gehe schlafen.

   

Legen Sie bei privater Nachhilfe eine Probezeit von einem Monat fest. Danach sprechen Sie mit Ihrem Kind und entscheiden, ob die Förderung gut ist und Ihren Erwartungen entspricht. Eine Notenverbesserung ist dann nicht immer schon erreicht, denn je nachdem wie groß die Defizite Ihres Kindes sind, kann das bis zu 3 Monaten dauern. Zeigt sich allerdings dann keine Verbesserung, sollte Sie diese Nachhilfe überdenken.