Dein Kind kann sich schlecht konzentrieren?
Bei den Hausaufgaben schweifen die Gedanken ab, Arbeitsaufträge werden vergessen oder schon nach wenigen Minuten ist etwas anderes interessanter? Solche Situationen kennen viele Familien.
Wichtig ist: Konzentrationsprobleme bedeuten nicht automatisch ADS oder ADHS. Aufmerksamkeit hängt unter anderem von Aufgabe, Interesse, Umgebung, Tagesform, Schlaf und Belastung ab.
Was ist Konzentration eigentlich?
Konzentration bedeutet, die Aufmerksamkeit für eine bestimmte Zeit gezielt auf eine Aufgabe zu richten. Dabei muss dein Kind Wichtiges wahrnehmen und gleichzeitig störende Reize möglichst zurückstellen.
Drei Bereiche beeinflussen die Aufmerksamkeit
Warum kann sich mein Kind nicht konzentrieren?
Bevor du nach einer Diagnose suchst, lohnt sich ein Blick auf den konkreten Alltag. Oft lassen sich Situationen erkennen, in denen Konzentration besonders schwerfällt.
Woran erkennst du Konzentrationsprobleme?
- Dein Kind lässt sich sehr leicht ablenken.
- Es macht viele Flüchtigkeitsfehler.
- Arbeitsaufträge werden schnell vergessen.
- Es beginnt Aufgaben, beendet sie aber häufig nicht.
- Beim Lesen werden Wörter oder Zeilen übersehen.
- Gegen Ende einer Aufgabe nehmen die Fehler deutlich zu.
- Hausaufgaben dauern unverhältnismäßig lange.
- Dein Kind wirkt beim Lernen häufig zerstreut.
Konzentration verbessern: 5 Dinge, die sofort helfen können
Konzentration lässt sich nicht erzwingen. Du kannst aber Bedingungen schaffen, unter denen es deinem Kind leichter fällt, bei einer Aufgabe zu bleiben.
Konzentration trainieren: lieber kurz und regelmäßig
Die genaue Zeit ist weniger wichtig als das Prinzip: Starte mit einer Dauer, die dein Kind tatsächlich schaffen kann. Erst wenn das zuverlässig klappt, wird die Arbeitsphase langsam verlängert.
4 einfache Konzentrationsübungen für Kinder
Was stört die Konzentration?
Manchmal liegt das Problem weniger bei der Konzentrationsfähigkeit selbst als bei den Bedingungen. Lärm, Unterbrechungen, Müdigkeit, Hunger oder ein ständig sichtbares Handy können die Aufmerksamkeit immer wieder aus der Aufgabe herausziehen.
Schau dir dazu auch unsere 5 typischen Konzentrationsfallen an.
Konzentrationsprobleme oder ADS/ADHS?
Konzentrationsprobleme allein bedeuten nicht automatisch ADHS. Interessant ist unter anderem, wie häufig die Schwierigkeiten auftreten, wie ausgeprägt sie sind und in welchen Situationen sie beobachtet werden.
Auf unserer Übersichtsseite zu ADS und ADHS findest du weitere Informationen zu Aufmerksamkeit, Impulsivität, Unruhe und Schule.
Mehr Hilfe rund um die Konzentration
Das Wichtigste für Eltern
Konzentration ist nicht einfach eine Frage von „wollen oder nicht wollen“. Kinder müssen lernen, ihre Aufmerksamkeit bewusst zu steuern.
Beobachte deshalb zuerst, wann es gut funktioniert und wann nicht. Kleine Veränderungen bei Arbeitsplatz, Aufgabenlänge und Pausen können bereits viel bewirken. Bleiben die Schwierigkeiten dauerhaft sehr ausgeprägt, ist eine fachliche Abklärung ein sinnvoller nächster Schritt.



