Halbjahreszeugnis
Stolz oder ängstlich?

Ein aussagekräftiges Zeugnis mit guten Noten sollten das Ziel jeden Lehrers sein, damit Eltern und Kinder nachvollziehen können, wo ihre Stärken und Schwächen sind und wie sie sich weiterentwickeln können.

Je umfangreicher und differenzierter eine Beurteilung ist, desto klarer wird das Bild eines Kindes vermittelt.

Zeugnis: Noten als Ziffer oder verbal

Die ausschließliche Benotung durch Ziffern, in der Grundschule ab dem Jahrgangszeugnis der 2. oder 3.Klasse und der Sekundarstufe I mit den Noten 1- 6, lässt viele Fragen offen. Verbale und schriftliche Beurteilungsformen sind da eindeutiger und werden in den ersten drei Grundschulhalbjahren bundesweit der reinen Ziffernbenotung vorgezogen.

In freien Schulen oder Projektschulen wird zum Teil auch weit über die Grundschule hinaus die Form der schriftlichen Beurteilung, manchmal auch in Verbindung mit Ziffernoten, gewählt. Ab und zu werden auch Portfolios und weitere Formen der Schülerbeteiligung an der Leistungsbeurteilung an ausgewählten Schulen ausprobiert.

Ausführliche Beurteilungen der Hauptfächer im Zeugnis

Die Leistungen eines Grundschulkindes in den Hauptfächern Deutsch und Mathematik sind für Eltern besonders interessant, da die Empfehlung für eine weiterführende Schule später hauptsächlich von ihnen abhängt.

Deshalb sind die Leistungen in diesen Fächern auch in den ersten zwei Schuljahren schon ein wichtiges Zeichen. Aber auch die zunehmend wieder eingeführten Kopfnoten geben Hinweise über das Arbeitsverhalten und die Leistungsbereitschaft.

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Zeugnis Verhalten
Halbjahreszeugnis Kind
Verbale Bewertungen ersetzen Noten im Zeugnis

Auch für die weiteren Schulfächer wie es Sachunterricht, Religion, Musik, Kunst, technisches und textiles Werken und Sport sowie die Schrift werden verbale Formulierungen im Zeugnis auftauchen. Hier wird beschrieben, ob Ihr Kind

  • Interesse an den behandelten Themen zeigt
  • Sachverhalte mündlich richtig wiedergeben kann
  • den Unterricht durch eigene Beiträge bereichert
  • Freude am Unterricht zeigt
  • Gestaltungsaufgaben sicher umsetzt
  • eigene Vorstellungen einbringt
  • Bewegungsaufgaben umsetzen kann
  • sauber und formgerecht schreibt
  • und seine Hefte und Mappen ordentlich führt.
Kopfnoten werden wieder wichtig

In immer mehr Bundesländern werden und wurden die inzwischen bereits fast bundesweit abgeschafften Kopfnoten nun sukzessive wiedereingeführt. Aussagen zum Arbeits- und Sozialverhalten sollen die Schülerinnen und Schüler darauf vorbereiten, dass die so genannten soft skills nicht unwichtig, sondern für das weitere Berufsleben durchaus von großer Bedeutung sind.

Auch hier werden die geforderten Fähigkeiten meistens in vier Stufen beurteilt: Fast immer, überwiegend Ja, wechselnd, überwiegend nein.

Lern- und Arbeitsverhalten im Zeugnis

Das Lern- und Arbeitsverhalten beinhaltet u.a. Interesse und Motivation (Offenheit, Neugier und Mitarbeit), Konzentration und Ausdauer (Lerneifer und Anstrengungsbereitschaft), Lern- und Arbeitsweise (Organisation, Präsentationen, Selbstständigkeit, Techniken und Fertigkeiten)

Sozialverhalten im Zeugnis

Das Sozialverhalten beinhaltet u.a.: soziale Verantwortung (Hilfsbereitschaft, Toleranz, Regeleinhaltung, Verlässlichkeit), Kooperation (Kontakt, Teamfähigkeit und Einfühlungsvermögen), Kommunikation (Gesprächsverhalten, Zuhören, Aufgeschlossenheit), Konfliktverhalten (Selbsteinschätzung, Kompromissbereitschaft, Konfliktlösung)

Fragen Sie, wenn Sie Formulierungen im Zeugnis nicht verstehen

Ebenso wie bei den Leistungsbeurteilungen sind auch in den Bereichen Arbeits- und Sozialverhalten viele Formulierungen möglich , die sich jedoch immer auf die oben gezeigten Inhalte beziehen. Ein typischer Satz wäre: ” Du arbeitest (fast) immer planvoll und zielgerichtet – weiter so!” Diese sehr gute Beurteilung der Lern- und Arbeitsweise ist nicht mehr zu steigern. Steht hingegen im Zeugnis: ” Du kannst dich noch nicht lange genug konzentrieren und bringst angefangene Arbeitsaufträge daher selten zu Ende ,” ist Gefahr im Verzug. Hier wird eine nicht ausreichende Konzentrationsfähigkeit angesprochen, der Eltern und Lehrer gemeinsam auf den Grund gehen sollten.

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