Maries Weg: Wenn Zahlen zunächst keinen Sinn ergeben
Marie ist sechs Jahre alt und besucht noch die Vorklasse. Schon vor ihrer Einschulung fällt auf, dass ihr der Umgang mit Zahlen und Mengen ungewöhnlich schwerfällt.
Sie zählt mit den Fingern, verzählt sich beim Spielen und kann Mengen noch nicht sicher aufteilen. Ihre Eltern entscheiden sich deshalb für eine frühe Förderung.
Ihre Geschichte zeigt, wie sich mathematisches Verständnis Schritt für Schritt entwickeln kann.
Was Maries Eltern vor der Einschulung beobachten
Marie ist ein lebhaftes, verspieltes Kind. Mit Zahlen beschäftigt sie sich dagegen kaum. Beim Spielen und bei ersten mathematischen Aufgaben zeigen sich mehrere Schwierigkeiten.
Sie zählt sehr viel
Beim Rechnen nutzt Marie vor allem ihre Finger. Auch kleine Anzahlen werden häufig einzeln abgezählt.
Mengen sind schwierig
Marie kann Mengen noch nicht sicher erfassen oder in kleinere Gruppen aufteilen.
Ziffern interessieren sie kaum
Zu diesem Zeitpunkt schreibt Marie noch keine Zahlen und beschäftigt sich wenig mit Ziffern.
Sie verzählt sich beim Spielen
Selbst beim Abzählen von Feldern in Brettspielen kommt Marie durcheinander.
Die Eltern entscheiden sich für frühe Förderung
Maries Eltern wenden sich an eine lerntherapeutische Praxis. Dort beginnt eine regelmäßige Förderung, die sich an ihren mathematischen Grundlagen orientiert.
Marie besucht wöchentlich die Lerntherapie. Gleichzeitig werden ihre Eltern einbezogen, damit sie sie im Alltag passend unterstützen können.
Woran Marie in der Lerntherapie arbeitet
Die Förderung beginnt nicht mit komplizierten Rechenaufgaben. Marie übt zunächst, Mengen, Zahlen, Reihenfolgen und Formen besser zu verstehen.
Maries Entwicklung: Kleine Fortschritte über viele Monate
Die Veränderungen kommen nicht von heute auf morgen. Gerade das macht Maries Geschichte interessant: Sie lernt, sich besser auf die Übungen einzulassen, während grundlegende Rechenaufgaben zunächst schwierig bleiben.
Mathematik fällt Marie schwer
Sie zählt häufig mit den Fingern, kann Mengen noch nicht sicher aufteilen und interessiert sich wenig für Zahlen und Ziffern. Ihre Eltern beginnen deshalb mit der frühen Förderung.
Marie arbeitet besser mit
Ihre Aufmerksamkeit hat sich entwickelt. Sie lässt sich länger auf mathematische Aufgaben ein und kann Mengen besser abzählen.
Allerdings benötigt sie bei einfachen Rechnungen weiterhin Zählhilfen.
Deutlichere Fortschritte werden sichtbar
Marie besucht inzwischen die erste Klasse. Besonders seit den Herbstferien zeigen sich Fortschritte beim Mengenverständnis und beim Rechnen im Zahlenraum bis 10.
Nach fünf Monaten: Fortschritte, aber noch keine Wunder
Marie kann inzwischen besser mitarbeiten. Dennoch muss sie beim Rechnen weiterhin zählen. Selbst kleine Aufgaben sind noch nicht selbstverständlich.
So schwierig ist eine einfache Rechnung noch
Das Entscheidende: Marie hat bereits Fortschritte gemacht, auch wenn sie noch nicht sicher im Kopf rechnen kann. Die Grundlagen entwickeln sich in kleinen Schritten.
Die Eltern begleiten Maries Förderung
Nach jeder Förderstunde erhält die Familie eine kleine Aufgabe für den Alltag. Die Eltern werden regelmäßig informiert und können Maries Entwicklung so begleiten.
Es geht dabei nicht darum, möglichst viele zusätzliche Rechenblätter auszufüllen. Vielmehr soll Marie mathematische Zusammenhänge in vertrauten Situationen entdecken.
Runde Dinge suchen
Marie entdeckt Kreise in ihrer Umgebung und lernt, Formen zu unterscheiden.
Vier Ecken finden
Sie sucht Gegenstände mit vier Ecken und betrachtet deren Eigenschaften.
Ein Zählbild malen
Sie verbindet gezeichnete Gegenstände mit einer passenden Anzahl.
Mathematik im Alltag erleben
Die Übungen greifen vertraute Dinge auf und machen Zahlen und Formen anschaulich.
In der ersten Klasse zeigen sich deutliche Fortschritte
Ein weiteres halbes Jahr später hat sich Maries mathematisches Verständnis weiterentwickelt. Besonders bei den grundlegenden Vorstellungen von Mengen und beim Rechnen bis 10 sind Veränderungen zu erkennen.
Mengen aufteilen
Marie kann Mengen zunehmend in kleinere Teilmengen zerlegen.
Rechnen bis 10
Einfache Aufgaben im Zahlenraum bis 10 gelingen ihr besser.
Mengen verstehen
Sie entwickelt zunehmend eine Vorstellung davon, was Zahlen und Mengen bedeuten.
Besser mitarbeiten
Auch ihr Arbeitsverhalten hat sich im Verlauf der Förderung deutlich entwickelt.
Was Eltern aus Maries Geschichte mitnehmen können
Maries Entwicklung zeigt, wie wichtig es sein kann, grundlegende mathematische Vorstellungen frühzeitig und geduldig aufzubauen. Fortschritte werden nicht immer sofort an richtigen Rechenergebnissen sichtbar.
Mehr zum Thema Dyskalkulie
Maries Geschichte zeigt, dass mathematisches Verständnis Zeit braucht. Entscheidend ist, an den Grundlagen anzusetzen und die Entwicklung aufmerksam zu begleiten.



