Ein Gedicht kann lustig, spannend, traurig oder ganz ruhig sein. Es kann sich reimen – muss es aber nicht. Viel wichtiger ist, dass du mit wenigen Worten ein Bild, einen Gedanken oder ein Gefühl ausdrückst.

Du möchtest ein Gedicht schreiben?
Dann musst du nicht gleich mit langen Versen anfangen. Elfchen, Haiku, Reimgedicht und Rondell haben unterschiedliche Baupläne. Suche dir die Gedichtform aus, die am besten zu deiner Idee passt.

Worüber kann ich ein Gedicht schreiben?

Fast alles kann zum Gedicht werden. Am einfachsten ist ein Thema, zu dem dir sofort Bilder, Geräusche, Gefühle oder Erlebnisse einfallen.

🌳 Natur
Wald, Meer, Jahreszeiten
❤️ Gefühle
Freude, Angst, Freundschaft
🐕 Tiere
Hund, Katze, Fantasietier
⚽ Hobbys
Sport, Musik, Gaming
🎂 Anlässe
Geburtstag, Muttertag, Weihnachten
🚀 Fantasie
Weltraum, Monster, Zauberwelt

Gedicht schreiben in 5 Schritten

Von der Idee zum fertigen Gedicht
💡 1. Thema Idee auswählen
→
✏️ 2. Wörter Begriffe sammeln
→
📐 3. Form Gedichtform wählen
→
📝 4. Verse Zeilen schreiben
→
👂 5. Prüfen laut vorlesen

Erst Wörter sammeln – dann Verse schreiben

Ein häufiger Fehler ist, sofort einen perfekten ersten Vers finden zu wollen. Einfacher ist es, zunächst eine kleine Wortsammlung anzulegen.

Beispiel: Gewitter

Was fällt dir dazu ein?

Blitz Donner dunkel Regen Wind Fenster laut

Mach daraus Bilder

Statt nur „Es gewittert“ zu schreiben, kannst du genauer beschreiben:

„Der Himmel wird schwarz.“
„Ein Blitz zerreißt die Dunkelheit.“
„Der Regen trommelt ans Fenster.“

Merke: Ein Gedicht muss sich nicht reimen. Bilder, ungewöhnliche Wörter, Wiederholungen und der Klang der Sprache können genauso wichtig sein.

Welche Gedichtform möchtest du schreiben?

Du musst nicht einfach „irgendein Gedicht“ schreiben. Verschiedene Gedichtformen geben dir einen Bauplan vor. Probiere aus, welche Form dir am besten gefällt.

Welche Gedichtform passt zu mir?

Dein Gedicht-Finder
Ich möchte ganz einfach anfangen.
→
Elfchen
Ich möchte einen Augenblick beschreiben.
→
Haiku
Ich möchte mit Reimen spielen.
→
Reimgedicht
Ich mag einen festen Bauplan und Wiederholungen.
→
Rondell

Gedicht fertig? So prüfst du es

Deine Gedicht-Checkliste:
  • Passt jede Zeile zu meinem Thema?
  • Habe ich den Bauplan meiner Gedichtform eingehalten?
  • Kann ich unnötige Wörter streichen?
  • Entstehen beim Lesen Bilder im Kopf?
  • Klingt mein Gedicht laut vorgelesen gut?
  • Habe ich Reime nur dort verwendet, wo sie wirklich passen?

Du sollst ein Gedicht auswendig lernen?

Vielleicht sollst du gar kein eigenes Gedicht schreiben, sondern ein vorgegebenes Gedicht sicher lernen und vortragen. Dafür gibt es eine eigene Anleitung mit zehn verschiedenen Lernmethoden.

🧠
10 Tricks zum Gedichte auswendig lernen Mit Bildern, Bewegung, Hören, Wiederholen und weiteren Methoden bleibt ein Gedicht leichter im Gedächtnis.
Keine Angst vor Gedichten: Du musst nicht sofort besonders „poetisch“ schreiben. Fang mit einer Idee und wenigen Wörtern an. Mit einem guten Bauplan entsteht daraus Schritt für Schritt dein eigenes Gedicht.