Schulstress kann jeden treffen

Schulstress

 

Kaum ein Kind bewältigt seine gesamte Schulzeit ohne Schwierigkeiten. Große und kleine Sorgen und viel Schulstress pflastern den Weg zum Schulabschluss. Manche Kinder kommen mit den Anforderungen gut zurecht und lassen Probleme einfach von sich abprallen.

Andere sind sensibler, nehmen Vieles persönlich und leiden unter den Stolperstellen des Bildungssystems. Denn eines ist klar, unser Bildungssystem eignet sich nicht für alle Kinder gleich gut. Und es gibt viele verschiedene Probleme, mit den sich Schülerinnen und Schüler während ihrer Schulzeit befassen müssen.

 

Die Probleme können auf Ihr Kind zukommen

Es gibt jede Menge Gründe, warum Kinder in der Schule Stress bekommen können. Beispielsweise der Einschulungstermin, der unflexibel und starr auf die Einschulung einmal jährlich beharrt. So kann es passieren, dass der Altersabstand wischen den Kindern einer Klasse bis zu einem Jahr beträgt. Aber es gibt noch viele weitere Probleme, z.B.:

  • Teilleistungsstörungen
  • Hochbegabung
  • Mobbing
  • Bandebildung
  • Überforderung

 

Der Druck in der Schule wird immer massiver

Schulstress, Schul-StressIn den letzten Jahren hat sich die Situation noch einmal stark zugespitzt. Durch die immer höher werdenden Anforderungen, durch Vergleichsarbeiten und Konkurrenzdenken, aber auch durch ausgebrannte Lehrer und schwierige Klassenzusammensetzungen wird der Schulstress immer größer.

Manche Kinder trauen sich kaum noch, bei Krankheit zu Hause zu bleiben und Unterricht zu verpassen besonders schlimm ist das bei Klassenarbeiten, die unter Umständen eine Verschlechterung der Gesamtnote bewirken.

Hier lassen sich auch Eltern immer mehr unter Druck setzen. Anstatt Ihrem Kind die Auszeit zum Gesundwerden zu gönnen und die Noten nicht so ernst zu nehmen.

Sie können den Leistungsdruck auch nicht abschütteln und geraten in Schulstress, genauso wie ihre Kinder.

 

Schulstress ist bei Krankheit keine Seltenheit

“Paul ist letzte Woche sogar mit leichtem Fieber in die Schule gegangen, weil er die Mathearbeit auf keinen Fall verpassen wollte. Dabei muss er gar keine Sorgen haben, denn er ist ein wirklich guter Mathe Schüler.

Trotzdem hat er sich nicht getraut, die Arbeit ausfallen zu lassen. Kein Wunder, wenn er nachts nicht gut schläft und Angst vor dem Leistungsdruck entwickelt,” klagt eine Mutter, die selber Lehrerin an einer Schule ist.

Als Pädagogin fällt es ihr etwas leichter, die Situation einzuschätzen und ihrem Kind einen Freiraum zu gestatten. Andere Eltern, die mit den Abläufen in der Schule nicht so vertraut sind, sind weniger entspannt. Sie drängen ihre Kinder häufig dazu, keinen Unterricht zu verpassen.

 

 

Immer mehr Kinder sind psychisch auffällig

Besonders Einzelkinder oder Schülerinnen und Schüler aus sozial besser gestellten Familien (Realschule oder Gymnasium) sind dem Leistungsdruck massiv ausgesetzt. Da wundert es nicht, wenn inzwischen rund 20 % der deutschen Schulkinder als psychisch auffällig gelten.

Dem Leistungsgedanken wird alles untergeordnet, auch die Freizeitbeschäftigungen sollen das Kind irgendwie weiter bringen. Schnell entwickelt sich so massiver Schulstress, der viele negative Folgen mit sich bringt.

Schlaflosigkeit, psychosomatische Beschwerden, Angst, Depressionen oder Panikattacken sind bei Kindern nicht selten.

 

Schulstress verdirbt die Lust am Lernen

Das Wort Schulstress ist ein Sammelbegriff unterschiedlichster Probleme, die ab der ersten Klasse auftreten können. Mobbing, Bullying, Schulangst, Prüfungsstress oder Sitzenbleiben und Hypersensibilität können einem Kind das Leben schwer machen.

Allen Ursachen ist gemeinsam, dass die betroffenen Kinder unter der jeweiligen Situation leiden. Sie entwickeln unterschiedliche Symptome wie Bauchschmerzen, Kopfweh oder Überlkeit und möchten sich am liebsten morgens in ihrem Bett verkriechen. Schule macht einfach keinen Spaß mehr, sondern massive Angst.

 

 

Jedes Kind hat anderen Schulstress

Natürlich muss jedes einzelne Problem genau betrachtet und dann vorsichtig gelöst werden. Mit Hilfe der Lehrer und Klassenkameraden gelingt dies meistens. Aber auch Eltern können etwas dafür tun, dass ihr Kind selbstbewusster wird und sich nicht so leicht einschüchtern lässt.

 

 

10 starke Tipps gegen Schulstress!

Egal was Ihr Kind durchmacht, wie es sich in der Schule schlägt und welchen Weg es einschlägt – seine Eltern sollten stets zu ihm halten. Nur mit dem sicheren Rückhalt der Familie und dem Gefühl, gut zu sein wie man ist, können Kinder wachsen und Herausforderungen meistern.

Die Schule ist nur ein kleiner Teil des Lebens. Sie ist in manchen Fällen richtungsweisend, muss es aber nicht zwingend sein. Viele erfolgreiche und glückliche Menschen haben keine tolle Schullaufbahn hingelegt.

1. Zeigen Sie von Anfang an, dass Sie Ihr Kind lieben!

Ohne einen sicheren Rückhalt traut sich kein Mensch und schon gar kein Kind hinaus in die weite Welt. Signalisieren Sie Ihrem Kind stets, dass nichts Ihre Liebe zu ihm erschüttern kann. Besonders Streitigkeiten, Auseinandersetzungen oder Fehler sollten immer besprochen und geklärt werden.

Auf keinen Fall sollten Sie mit Liebesentzug reagieren, wenn Ihr Kind schlechte Noten schreibt oder nicht die Leistung erbringt, die Sie sich von ihm wünschen.

2. Geben Sie Ihrem Kind altersgemäße Freiräume!

Es ist schwierig, dem heranwachsenden Kind stetig mehr Freiheiten zu geben. Doch kleine Herausforderungen stärken das Selbstbewusstsein und verringern den Schulstress. Hürden überwinden, immer etwas selbstständiger werden und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten bekommen – das macht Kinder stark!

  • Lassen Sie Ihr Kind bei Freunden übernachen.
  • Vertrauen Sie ihm Geld für Einkäufe an.
  •  Beziehen Sie es in die Urlaubsplanung ein.
  • Fordern Sie Mithilfe im Haushalt.
  • Lassen Sie es schwimmen, laufen, klettern und schneiden lernen.
3. Trauen Sie Ihrem Kind Verantwortung zu!

Stärken Sie die Fähigkeit Ihres Kindes für sich selbst und seine Taten Verantwortung zu übernehmen. Schließlich heißt Entwicklung auch, sich Tag für Tag von der Abhängigkeit der Eltern frei zu machen, damit später ein selbstständiges Leben möglich wird.

Ihr Kind darf und soll selber Entscheidungen treffen – auch wenn sie sich als falsch herausstellen.  Aus Fehlern kann es viel lernen, und wer keine Fehler machen kann, lernt auch nichts.

 

 

4. Seien Sie nicht ironisch!

Vermeiden Sie Ironie oder Sarkasmus und lachen Sie Ihr Kind nicht aus. Die feinen Nuancen der Ironie sind für viele Kinder noch nicht zu verstehen. Sie fühlen sich ausgeschlossen und ausgegrenzt.

Gemeinsam lachen ist hingegen positiv und nimmt vielen Situationen und auch dem Schulstress die Bedrohlichkeit. Beginnen Sie doch jeden Tag mit einem Witz – besonders Grundschulkinder lieben Witze und haben so einen positiven Start in den Tag.

5. Glauben Sie Ihrem Kind!

Kinder haben häufig andere Meinungen als ihre Eltern – kein Grund zum Ärgern sondern eine tolle Grundlage für interessante Gespräche. Nehmen Sie die Meinung Ihres Kindes ernst, auch wenn Sie anderer Auffassung sind.

In der Familie lernen Kinder zu diskutieren und zu streiten, aber auch sich wieder zu versöhnen. Sie lernen, dass es verschiedene Auffassungen gibt, und dass das nicht schlimm ist. Fleisch essen oder nicht, mit dem Flugzeug reisen oder nicht… es gibt viel zu diskutieren.

6. Loben Sie Ihr Kind ehrlich!

Super gemacht! Kinder im Grundschulalter brachen die Anerkennung ihrer Bezugspersonen, sobald sie eine echte Leistung erbracht haben. Durch positives Feedback werden sie motiviert und strengen sich dann noch mehr an. Hüten Sie sich vor überzogenem Lob oder vor dem sog. “Aber” Lob.

7. Jeder darf mal weinen!

Gefühle Ihres Kindes können Sie nicht wegreden, empfundener Schulstress ist real. Wenn es traurig oder ängstlich ist, sollten Sie dies akzeptieren. Reden Sie ihm nicht ein, dass es anders ist, sonst verliert es den Kontakt zu seinen Emotionen.

 

 

8. Zeigen Sie Gefühl!

Kinder spüren oft ganz genau, wenn jemand nicht ehrlich zu ihnen ist. Sie haben eine gute Antenne für Gefühlslagen. Seien Sie daher ehrlich, denn auch mit unschönen Wahrheiten sind Kinder häufig besser bedient als mit einer gut gemeinte Lüge.

9. Bremsen Sie Ihr Kind nicht aus!

Es ist sehr schwierig, sein eigenes Kind an seine Leistungsgrenzen zu begleiten, denn zu gerne möchten Eltern in schwierigen Situationen helfen. Ab und zu ist es aber notwendig, durch schwierigere Aufgaben zu erkennen, was man alles kann.

Prüfungen im Sport oder in der Schule, die Reklamation eines kaputten Spielzeuges, das selbst vorgetragene Musikstück oder eine schwierige Bastelaufgabe werden zum Erfolgserlebnis , wenn Ihr Kind sie trotz anfänglicher Bedenken gemeistert hat. Geben Sie also nicht zu schnell auf, wenn Ihr Kind sich etwas Altersgemäßes nicht traut.

10. Seien Sie selbstsicher und mutig!

Mama und Papa sind im Leben eines Kindes die wichtigsten Vorbilder . Ganz unbewusst imitieren Kinder alles, was die Eltern tun oder wie sie sich verhalten. Das betrifft auch den Mut und das Selbstbewusstsein . Wenn sich ein Elternteil gegen Ungerechtigkeiten wehrt, erlebt das Kind “gelebte Selbstsicherheit”.

Schulstress kann auch selbst gemacht sein

Ich berate seit vielen Jahren Eltern und fördert Kinder. Immer wieder erlebe ich, dass ein großer Teil des Schulstress selbst gemacht ist. Schon Zweit- oder Drittklässler setzen sich wahnsinnig unter Druck, um später das Gymnasium besuchen zu können. Sie vergleichen sich mit Geschwistern oder Freunden und haben schnell das Gefühl, nicht so gut wie die anderen zu sein. Alles richtet sich nach der Schule, dabei besteht ein Mensch doch noch aus ganz anderen Komponenten.

Neugierig, tierlieb oder sportlich

Ein Kind kann neugierig und klug, liebevoll, tierlieb, extrem sportlich und sehr kreativ sein, ganz ohne ständig gute Noten in der Schule zu schreiben. Ich wünsche mir, dass Eltern die Perspektive für die Zukunft ihres Kindes erweitern und sie nicht immer nur an dem schulischen Erfolg festmachen.

Sie sollten vertrauensvoll daran glauben, dass in Ihrem Kind viele Fähigkeiten schlummern, die nichts mit den Schulnoten zu tun haben. Vielleicht zeigen sich diese Fähigkeiten erst nach der Schule, nach der Pubertät oder während der Ausbildung. Und auch dann ist noch sehr viel Zeit, um ein erfülltes und glückliches Leben vor sich zu haben.

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