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Schulstress kann jeden treffen – jederzeit

Kaum ein Kind bewältigt seine gesamte Schulzeit ohne Schwierigkeiten. Große und kleine Sorgen und viel Schulstress pflastern den Weg zum Schulabschluss. Manche Kinder kommen mit den Anforderungen gut zurecht und lassen Probleme einfach von sich abprallen. Andere sind sensibler, nehmen Vieles persönlich und leiden unter den Stolperstellen des Bildungssystems.

Der Druck in der Schule wird immer massiver

Schulstress, Schul-StressIn den letzten Jahren hat sich die Situation jedoch stark zugespitzt. Durch die immer höher werdenden Anforderungen, durch Vergleichsarbeiten und Konkurrenzdenken, aber auch durch ausgebrannte Lehrer und schwierige Klassenzusammensetzungen wird der Schulstress immer größer.
Manche Kinder trauen sich kaum noch, bei Krankheit zu Hause zu bleiben und Unterricht zu verpassen besonders schlimm ist das bei Klassenarbeiten, die unter Umständen eine Verschlechterung der Gesamtnote bewirken. Hier lassen sich auch Eltern immer mehr unter Druck setzen. Anstatt Ihrem Kind die Auszeit zum gesund werden zu können und die Noten nicht so ernst zu nehmen, können sie den Leistungsdruck auch nicht abschütteln und geraten in Schulstress.

Schulstress ist bei Krankheit keine Seltenheit

“Paul ist letzte Woche sogar mit leichtem Fieber in die Schule gegangen, weil er die Mathearbeit auf keinen Fall verpassen wollte. Dabei muss er gar keine Sorgen haben, denn er ist ein wirklich guter Mathe Schüler. Trotzdem hat er sich nicht getraut, die Arbeit ausfallen zu lassen. Kein Wunder, wenn er nachts nicht gut schläft und Angst vor dem Leistungsdruck entwickelt,” klagt eine Mutter, die selber Lehrerin an einer Schule ist. Als Pädagogin fällt es ihr etwas leichter, die Situation einzuschätzen. Andere Eltern, die mit den Abläufen in der Schule nicht so vertraut sind, sind weniger entspannt. Sie drängen ihre Kinder häufig dazu, keinen Unterricht zu verpassen.

Immer mehr Kinder sind psychisch auffällig

Besonders Einzelkinder oder Schülerinnen und Schüler aus sozial bessergestellten Familien (Realschule oder Gymnasium) sind dem Leistungsdruck massiv ausgesetzt. Da wundert es nicht, wenn inzwischen rund 20 % der deutschen Schulkinder als psychisch auffällig gelten. Dem Leistungsgedanken wird alles untergeordnet, auch die Freizeitbeschäftigungen sollen das Kind irgendwie weiter bringen. Schnell entwickelt sich so massiver Schulstress, der viele negative Folgen mit sich bringt. Schlaflosigkeit, psychosomatische Beschwerden, Angst oder Panikattacken sind bei Kindern nicht selten.

Schulstress verdirbt die Lust am Lernen

Das Wort Schulstress ist ein Sammelbegriff unterschiedlichster Probleme, die ab der ersten Klasse auftreten können. Mobbing, Bullying, Schulangst, Prüfungsstress oder Sitzenbleiben und Hypersensibilität können einem Kind das Leben schwer machen. Allen Ursachen ist gemeinsam, dass die betroffenen Kinder unter der jeweiligen Situation leiden. Sie entwickeln unterschiedliche Symptome wie Bauchschmerzen, Kopfweh oder Überlkeit und möchten sich am liebsten morgens in ihrem Bett verkriechen. Schule macht einfach keinen Spaß mehr, sondern massive Angst.

Jedes Kind hat anderen Schulstress

Natürlich muss jedes einzelne Problem genau betrachtet und dann vorsichtig gelöst werden. Mit Hilfe der Lehrer und Klassenkameraden gelingt dies meistens. Aber auch Eltern können etwas dafür tun, dass ihr Kind selbstbewusster wird und sich nicht so leicht einschüchtern lässt.

Buchtipp Schulstress

Schulstress

Der Schulstressberater ist ein tolles Buch mit gut lesbar und amüsant geschriebenen Tipps für Eltern und alle, die junge Menschen heute im anspruchsvollen und immer leistungsorientierten Schulalltag begleiten wollen. [Schulstress]

Buchtipp Hochsensibilität

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15 bis 20 Prozent aller Kinder sind auf diese besondere Art und Weise empfindsam – oftmals sind es gerade die klugen, kreativen Kinder. [Hypersensibilität]

Lesetipp Mobbing

Mobbing

Aufgeben gibt’s nicht! Ein Mutmachroman zum Weglachen Martin und Karli wären gern genauso cool wie Lukas und seine „FabFive“. [zum Kinderbuch]

 

10 starke Tipps gegen Schulstress!

1. Zeigen Sie von Anfang an, dass Sie Ihr Kind lieben!

Ohne einen sicheren Rückhalt traut sich kein Mensch hinaus in die weite Welt. Signalisieren Sie Ihrem Kind stets, dass nichts Ihre Liebe zu ihm erschüttern kann. Besonders Streitigkeiten, Auseinandersetzungen oder Fehler sollten immer besprochen und geklärt werden.

2. Geben Sie Ihrem Kind altersgemäße Freiräume!

Es ist schwierig, dem heranwachsenden Kind stetig mehr Freiheiten zu geben. Doch kleine Herausforderungen stärken das Selbstbewusstsein und verringern Schulstress.

3. Trauen Sie Ihrem Kind Verantwortung zu!

Stärken Sie die Fähigkeit Ihres Kindes für sich selbst und seine Taten Verantwortung zu übernehmen. Schließlich heißt Entwicklung auch, sich Tag für Tag von der Abhängigkeit der Eltern frei zu machen, damit später ein selbstständiges Leben möglich wird.

4. Seien Sie nicht ironisch!

Vermeiden Sie Ironie oder Sarkasmus und lachen Sie Ihr Kind nicht aus. Die feinen Nuancen der Ironie sind für viele Kinder noch nicht zu verstehen. Sie fühlen sich ausgeschlossen und ausgegrenzt. Gemeinsam lachen ist hingegen positiv und nimmt vielen Situationen und auch dem Schulstress die Bedrohlichkeit.

5. Glauben Sie Ihrem Kind!

Kinder haben häufig andere Meinungen als ihre Eltern – kein Grund zum Ärgern sondern eine tolle Grundlage für interessante Gespräche. Nehmen Sie die Meinung Ihres Kindes ernst, auch wenn Sie anderer Auffassung sind.

6. Loben Sie Ihr Kind ehrlich!

Super gemacht! Kinder im Grundschulalter brachen die Anerkennung ihrer Bezugspersonen, sobald sie eine echte Leistung erbracht haben. Durch positives Feedback werden sie motiviert und strengen sich dann noch mehr an. Hüten Sie sich vor überzogenem Lob oder vor dem sog. “Aber” Lob.

7. Jeder darf mal weinen!

Gefühle Ihres Kindes können Sie nicht wegreden, empfundener Schulstress ist real. Wenn es traurig oder ängstlich ist, sollten Sie dies akzeptieren. Reden Sie ihm nicht ein, dass es anders ist, sonst verliert es den Kontakt zu seinen Emotionen.

8. Zeigen Sie Gefühl!

Kinder spüren oft ganz genau, wenn jemand nicht ehrlich zu ihnen ist. Sie haben eine gute Antenne für Gefühlslagen. Seien Sie daher ehrlich, denn auch mit unschönen Wahrheiten sind Kinder häufig besser bedient als mit einer gut gemeinte Lüge.

9. Bremsen Sie Ihr Kind nicht aus!

Es ist sehr schwierig, sein eigenes Kind an seine Leistungsgrenzen zu begleiten, denn zu gerne möchten Eltern in schwierigen Situationen helfen. Ab und zu ist es aber notwendig, durch schwierigere Aufgaben zu erkennen, was man alles kann. Prüfungen im Sport oder in der Schule, die Reklamation eines kaputten Spielzeuges, das selbst vorgetragene Musikstück oder eine schwierige Bastelaufgabe werden zum Erfolgserlebnis , wenn Ihr Kind sie trotz anfänglicher Bedenken gemeistert hat. Geben Sie also nicht zu schnell auf, wenn Ihr Kind sich etwas Altersgemäßes nicht traut.

10. Seien Sie selbstsicher und mutig!

Mama und Papa sind im Leben eines Kindes die wichtigsten Vorbilder . Ganz unbewusst imitieren Kinder alles, was die Eltern tun oder wie sie sich verhalten. Das betrifft auch den Mut und das Selbstbewusstsein . Wenn sich ein Elternteil gegen Ungerechtigkeiten wehrt, erlebt das Kind “gelebte Selbstsicherheit”.

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