Dein Kind schreibt grundsätzlich richtig, aber die Buchstaben sind schwer zu erkennen, Wörter stehen zu dicht zusammen oder beim schnellen Schreiben wird alles krakelig? Dann können kurze und gezielte Handschrift-Übungen helfen.
Die 5-Minuten-Regel:
Lieber regelmäßig fünf Minuten konzentriert schreiben als einmal
pro Woche eine ganze Seite widerwillig abschreiben.
7 Übungen für eine besser lesbare Handschrift
Problem-Buchstaben sammeln
Sucht zwei oder drei Buchstaben heraus, die besonders häufig schwer zu erkennen sind. Dein Kind schreibt zunächst nur diese Buchstaben und danach einige Wörter damit.
Wortabstände sichtbar machen
Zwischen zwei Wörtern bewusst einen kleinen Abstand lassen. So erkennt dein Kind, dass nicht nur die Buchstaben, sondern auch die freien Flächen zur Lesbarkeit gehören.
Auf der Linie bleiben
Einen kurzen Satz langsam auf gut sichtbarer Lineatur schreiben. Dabei wird nur darauf geachtet, wo die Buchstaben auf der Linie stehen.
Groß und klein unterscheiden
Dein Kind schreibt einige Wortpaare und achtet bewusst darauf, dass Groß- und Kleinbuchstaben deutlich unterschiedlich groß sind.
Hand und Finger lockern
Vor dem Schreiben Hände ausschütteln, Finger öffnen und schließen. Anschließend einen kurzen Satz schreiben, ohne den Stift unnötig stark auf das Papier zu drücken.
Langsam – mittel – normal
Einen Satz zuerst bewusst langsam schreiben. Danach etwas schneller und schließlich im normalen Tempo. Bleibt die Schrift trotzdem lesbar?
Vorher-Nachher-Satz
Einmal pro Woche denselben kurzen Satz schreiben. So kann dein Kind selbst erkennen, was sich verändert hat.
7 Tage Handschrifttraining – jeweils nur 5 Minuten
Ihr könnt die Übungen auch als kleine Trainingswoche ausprobieren. Das Ziel ist nicht, nach sieben Tagen eine völlig neue Handschrift zu haben. Dein Kind soll lernen, bewusst auf einzelne Merkmale seiner Schrift zu achten.
Vergleichen statt bewerten
„Schön“ oder „hässlich“ hilft beim Üben wenig. Schaut stattdessen auf konkrete Veränderungen.
Wörter sehr eng
Wörter klar getrennt
Ihr könnt beispielsweise prüfen: Sind die Wortabstände deutlicher? Sind problematische Buchstaben besser zu erkennen? Bleibt die Schrift häufiger auf der Linie? Funktioniert das auch dann noch, wenn dein Kind etwas schneller schreibt?
Du weißt noch nicht, was dein Kind üben sollte?
Dann beginnt nicht mit irgendeiner Übung. Auf unserer zentralen Seite zum Schriftbild findest du eine einfache Analyse der häufigsten Probleme und kannst anschließend die passende Übung auswählen.
✍️ Zum Hub: Schriftbild verbessern Problem erkennen → passende Übung auswählen → Fortschritte beobachten


