Was ist eine Erlebniserzählung?
Eine Erlebniserzählung handelt von einem Ereignis, das dein Kind selbst erlebt hat. Das kann etwas Lustiges, Spannendes, Überraschendes, Peinliches oder auch Beängstigendes gewesen sein.
Entscheidend ist nicht, ob etwas Spektakuläres passiert ist. Auch aus einem kleinen Erlebnis kann eine gute Geschichte werden, wenn dein Kind sich auf den entscheidenden Moment konzentriert.
Aus vielen Erinnerungen wird eine Geschichte
Gerade nach Ferien, einem Ausflug oder einem besonderen Wochenende fallen Kindern oft viele Dinge gleichzeitig ein. Für eine gute Erlebniserzählung muss daraus ein einziges Erlebnis ausgewählt werden.
Der Erlebnis-Filter
„Unser Hund war plötzlich verschwunden.“
Das ist viel besser, als zuerst vom Frühstück, dann von der Fahrradtour, anschließend vom Schwimmbad und schließlich noch vom Abendessen zu erzählen. Eine Erlebniserzählung braucht einen klaren Mittelpunkt.
Erlebniserzählung oder Fantasiegeschichte?
Beide Aufsatzformen dürfen lebendig und spannend geschrieben werden. Der entscheidende Unterschied liegt darin, woher die Handlung kommt.
Zur Fantasiegeschichte →
Welches Erlebnis eignet sich?
So wird aus dem Erlebnis ein Aufsatz
Das Erlebnis ist zwar wirklich passiert, aber beim Schreiben braucht es trotzdem einen klaren Aufbau. Dein Kind sollte deshalb nicht sofort losschreiben, sondern zuerst den Weg der Geschichte festlegen.
Beispiel: Ein kleines Erlebnis reicht völlig
Daraus muss keine Geschichte über den gesamten Spaziergang werden. Die Erzählung kann kurz vor dem Verschwinden des Hundes beginnen und sich anschließend ganz auf die Suche konzentrieren.
Am Höhepunkt mit der Zeitlupe erzählen
Ein häufiger Fehler ist, dass der spannendste Moment in einem einzigen Satz abgehandelt wird. Gerade dort darf dein Kind langsamer erzählen.
Beim Höhepunkt helfen kleine Einzelheiten: Was sieht dein Kind? Was hört es? Was denkt es? Wie fühlt sich die Situation an?
So wird ein echtes Erlebnis lebendig
Was fällt deinem Kind auf?
Welche Geräusche sind zu hören?
Angst, Freude, Aufregung oder Erleichterung?
Was geht deinem Kind in diesem Moment durch den Kopf?
Nicht nur berichten – erleben lassen
Beide Fassungen können dasselbe Erlebnis beschreiben. Die zweite Version lässt den Leser aber viel stärker miterleben, was in diesem Moment passiert.
Erlebniserzählung kontrollieren
Mit Aufsätzen weiterüben
Ein Erlebnis wird leichter zur guten Geschichte, wenn dein Kind vorher kurz plant, was wirklich wichtig ist. Diese Materialien helfen beim Strukturieren und Schreiben verschiedener Aufsatzformen.
Aufsatzplaner
Welches Erlebnis erzähle ich? Wo liegt der Höhepunkt und was gehört in den Schluss? Mit dem Aufsatzplaner ordnet dein Kind seine Gedanken, bevor es mit dem Schreiben beginnt.
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Reizwortgeschichten
Aus vorgegebenen Wörtern entsteht eine zusammenhängende Geschichte. Ein gutes Training für roten Faden, Spannung und Höhepunkt.
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Bildergeschichten
Eine Handlung erkennen, sinnvoll ordnen und daraus eine lebendige Geschichte entwickeln – Schritt für Schritt.
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Bericht schreiben
Auch ein Bericht kann von einem wirklichen Ereignis handeln – aber anders als die Erlebniserzählung wird er sachlich und ohne Spannung oder Ausschmückungen geschrieben.
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