Mein Kind glaubt nicht an sich
„Ich kann das sowieso nicht.“ – Wenn dein Kind solche Sätze häufig sagt, helfen große Versprechen oft wenig. Viel wichtiger sind kleine Erfahrungen, bei denen es merkt: Ich kann etwas verändern und Schwierigkeiten bewältigen.
Viel wichtiger ist die Erfahrung: Ich kann Schwierigkeiten bewältigen. Ich darf Fehler machen. Und ein Misserfolg sagt nicht, wer ich bin.
Was macht deinem Kind gerade zu schaffen?
Unsicherheit beim Lernen kann ganz unterschiedlich aussehen. Vielleicht erkennst du dein Kind in einer dieser Situationen wieder.
Dein Kind gibt innerlich auf, bevor es die Aufgabe überhaupt richtig ausprobiert hat.
Aus „Die Arbeit lief schlecht“ wird schnell: „Ich bin schlecht.“
Dein Kind radiert ständig, fragt bei jedem Schritt nach oder beginnt lieber gar nicht.
Sobald etwas nicht klappt, sinkt die Bereitschaft, einen zweiten Weg auszuprobieren.
Die Leistungen anderer Kinder werden wichtiger als die eigenen Fortschritte.
Zu Hause klappt alles – doch unter Stress oder in der Klassenarbeit ist plötzlich vieles nicht mehr abrufbar.
Drei Sätze, die du heute verändern kannst
Eltern wollen Mut machen. Doch manchmal hilft es mehr, die Schwierigkeit ernst zu nehmen und gemeinsam den nächsten machbaren Schritt zu finden.
10 Tipps für mehr Selbstvertrauen beim Lernen
Selbstvertrauen lässt sich nicht einfach einreden. Es wächst durch Erfahrungen. Hier kommen die ersten fünf Schritte.
Diskutiere nicht sofort dagegen. Frage lieber: „Was klappt gerade nicht?“ So wird aus einem riesigen Problem oft eine konkrete Schwierigkeit.
Achte auch auf Anstrengung, Ausdauer, gute Strategien und darauf, dass dein Kind nach einem Fehler noch einmal neu beginnt.
Springe nicht bei jeder Schwierigkeit sofort ein. Gib deinem Kind Zeit zum Nachdenken und Ausprobieren.
Ein Fehler zeigt zunächst nur: Hier hat etwas noch nicht funktioniert. Gemeinsam könnt ihr überlegen, warum.
Vergleicht lieber die Entwicklung deines Kindes mit sich selbst: Was war vor einigen Wochen schwierig und klappt heute schon besser?
Gib deinem Kind die Chance, kleine Schwierigkeiten selbst zu bewältigen. Genau solche Erfahrungen können das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wachsen lassen.
Kid-Power Cards: Kleine Sätze, die Mut machen
Manchmal braucht ein Kind keine lange Erklärung, sondern einfach einen positiven Gedanken im richtigen Moment. Genau dafür habe ich die Kid-Power Cards zusammengestellt.
Die nächsten 5 Tipps
Zerlegt schwierige Aufgaben. Sucht zuerst den Teil, den dein Kind bewältigen kann. Ein echter kleiner Erfolg hilft mehr als ein großes Versprechen.
„Die Arbeit ist schlecht gelaufen“ bedeutet nicht: „Du bist schlecht in Mathe.“ Eine einzelne Leistung ist kein Urteil über dein Kind.
Nach einer schlechten Note muss nicht sofort analysiert, getröstet oder ein neuer Lernplan erstellt werden. Manchmal darf dein Kind zunächst einfach enttäuscht sein.
Freundschaft, Kreativität, Humor, Sport, Musik, Hilfsbereitschaft und praktische Fähigkeiten gehören genauso zum Selbstbild deines Kindes.
Wenn dein Kind sich dauerhaft abwertet, immer mehr Situationen vermeidet oder stark unter seinen Selbstzweifeln leidet, sollte genauer betrachtet werden, was dahintersteckt.
Fortschritte sichtbar machen
Kinder sehen häufig vor allem das, was noch nicht klappt. Hilf deinem Kind deshalb, seine eigene Entwicklung wahrzunehmen.
Interessanter sind manchmal ganz andere Fragen:
Eine schlechte Leistung ist kein schlechtes Kind
Diese sprachliche Trennung ist wichtig. Eine Klassenarbeit beschreibt eine einzelne Leistungssituation. Sie beschreibt nicht die Persönlichkeit und auch nicht den Wert deines Kindes.
Vier gute Fragen für Eltern
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Manchmal fehlt deinem Kind der Mut, manchmal die Motivation, manchmal macht Frust den Anfang schwer. Deshalb findest du hier weitere Beiträge zu den Themen, die eng mit Selbstvertrauen und Lernen zusammenhängen.
Es wächst auch dann, wenn dein Kind erlebt: Das war schwierig. Ich war enttäuscht. Ich wollte vielleicht aufgeben – aber ich habe einen nächsten Schritt gefunden.



