So machen Lernpausen Sinn

Lernen ist anstrengend

Mit zunehmender Klassenstufe wird der Lernstoff immer umfangreicher. Wenn Ihr Kind kein hoch motiviertes Genie ist, wird es vermutlich genau darüber häufig stöhnen. Ein Referat vorbereiten, schwierige Textaufgaben verstehen, sich mit den Hausaufgaben herumquälen und lösen oder noch schnell für den nächsten Chemietest lernen.

Lernpausen helfen ihm dabei, effektiver zu lernen. Der Lernstoff bleibt beim richtigen Intervall-Lernen besser haften. Kleine, effektive Pausen helfen dem Gehirn dabei, das Gelernte zu verarbeiten und abzuspeichern.

Lernpausen

So hält Ihr Kind in der weiterführenden Schule länger durch

In der weiterführenden Schule gibt es immer etwas zu tun und die Nachmittage sind oft mit Lernen voll gepackt. Gut, wenn Ihr Kind am Schreibtisch lange durchhält. Mit intelligenten Lernpausen kann das gelingen. Selbst Erwachsene können kaum länger als 30 Minuten konzentriert am Stück arbeiten, dann benötigen sie eine Pause, um sich zu erholen. Bei Schülern liegt diese Zeit zwischen 20 und 30 Minuten.

Beim Lernen realistische Ziele setzen

Mal angenommen, diese Ergebnisse der lernpsychologischen Forschung, stimmen, dann sollte jeder nach maximal 30 Minuten beim Lernen eine kleine Pause einlegen.

Länger als 5-10 Minuten sollte sie nicht dauern, denn sonst geht die Lernhaltung verloren. Plant Ihr Kind also für die Hausaufgaben oder die Vorbereitung auf die Schule 1 ½  Stunden Zeit ein, so gehören dazu noch mal ungefähr 30 Minuten Pause.

Insgesamt kommt es auf eine Arbeitszeit von 2 Stunden berücksichtigen Jugendliche diese notwendige Zeit zur Erholung nicht, geraten sie schnell unter Zeitdruck. Es gelingt ihnen dann nicht, das gesamte Arbeitspensum in der geplanten Zeit unterzubringen.

Lernpausen

 

Diese vier Lernpausen kann Ihr Kind kombinieren

Pause ist nicht gleich Pause, auch wenn es immer darum geht, sich zu erholen. Anstatt sich nur stur danach zu richten, alle 30 Minuten eine Pause einzulegen, sollte diese auch sinnvoll platziert werden.



1. Erholungspausen lenken nicht ab

Bei den Erholungspausen geht es darum, Körper und Geist etwas Ruhe zu verschaffen. Der bereits erarbeitete Lernstoff kann so nachwirken und für neue Inhalte werden neue Energien aufgebaut.

Aufregende Tätigkeiten wie das Spielen eines Computerspiels, ein schwieriges Telefonat oder das Ausprobieren von Kosmetiktipps wirken kontraproduktiv. Ruhige, entspannende und stresslösende Beschäftigungen hingegen haben positive Effekte auf das Lernverhalten. Das können beispielsweise sein:

  • Ein oder zwei Lieder von der Playlist hören.
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  • Etwas Erfrischendes zum Trinken holen oder einen kleinen Snack.
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  • Einfach mal 5 Minuten aus dem Fenster schauen und nichts tun.
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  • Körperliche Betätigung ist immer gut, vielleicht kann Ihr Kind einen Tanzschritt ausprobieren oder mit dem Fidget Spinner üben.
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  • Spielt Ihr Kind ein Instrument? Dann können 5-10 Minuten am Klavier herrlich entspannen.

2. Speicherpausen sind Minipausen

Nach jedem Abschied beim Lernen, besonders beim Lesen eines schwierigen Textes, sollte Ihr Kind 30 Sekunden Pause machen. So hat das Gehirn die Möglichkeit, diesen gerade gelernten Abschnitt besser abzuspeichern.

Tipp: Beim Pausieren einfach die Augen aus dem Fenster schweifen lassen, das tut nicht nur der Merkfähigkeit, sondern auch dem Sehnerv gut.

3. Themenpausen läuten ein neues Thema ein

In der Regel bestehen die Hausaufgaben aus verschiedenen Schulfächern. Es ist nicht sinnvoll, ohne Pause von einem Thema zum nächsten zu wechseln. Beim Wechsel der Lerntechnik oder des Themas braucht das Gehirn etwas Zeit, sich umzustellen. Dabei ist es egal, ob Ihr Kind einfach Bücher und Hefte des vorherigen Fach langsam wegräumt oder mal kurz auf die Toilette geht.


4. Abschnittspausen beim Lernmarathon

Manchmal ist es notwendig, länger als ein bis 2 Stunden zu lernen. Bei der Vorbereitung auf eine schwierige Klassenarbeit oder wenn Ihr Kind eine längere Zeit krank gewesen ist und Lernstoff nachholen muss, kann schon mal ein Lernmarathon anstehen.

Nach maximal 1 ½ bis 2 Stunden ist der Konzentrationsspeicher völlig erschöpft. Nun braucht Ihr Kind eine längere Pause von mindestens 30 Minuten, um wieder fitt zu werden und weiter lernen zu können.