Lernblockade: So kann sie Schritt für Schritt abgebaut werden

Lernblockaden haben einen negativen Einfluss auf den Schulerfolg, so viel ist klar. Doch woher kommt die Lernblockade? Manchen Kindern gelingt es trotz großer Anstrengung nicht, gute Noten in der Schule zu schreiben.

Lernblockade auflösen

 

Obwohl sie den Lehrstoff verstehen, motiviert und engagiert sind, versagen sie in den entscheidenden Situationen jedes Mal aufs Neue. Die Auslöser dafür sind Angst vor dem Versagen, Selbstzweifel, Erwartungen Anderer oder die Befürchtung, den Anforderungen nicht gerecht werden zu können.

Sobald sich dieses „Kopfkino“ einschaltet, ist das Wissen wie weggeblasen. Und das perfide ist: Je öfter ein Kind „versagt“ desto schneller meldet sich die Lernblockade.

 

 

Das sind die häufigsten Ursachen für eine Lernblockade

  • Angst vor einer Blamage
  • Angst vor Sanktionen und Strafen
  • Angst vor Liebesentzug
  • Angst vor sozialer Ausgrenzung

 

Lernblockaden können sich entweder auf den gesamten Alltag des Kindes auswirken, oder nur in bestimmten Situationen auftreten. Finden Sie heraus, ob Ihr Kind immer hinter seinem Potenzial zurückbleibt, oder ob sich die Blockade nur auf Prüfungssituationen wie Klassenarbeiten oder Tests bezieht.

Lernblockade überwinden Schritt 1

Zunächst müssen Sie einmal herausfinden, welche der beschriebenen Ängste bei Ihrem Kind zu einer Lernblockade führt. Natürlich können Sie einfach danach fragen, aber häufig wissen Kinder gar nicht genau, was bei ihnen die Blockade auslöst. Einfacher ist es, dies mit der folgenden Checkliste herauszufinden.

Ihr Kind soll ankreuzen, welche Aussage zutrifft. Falls es manche Sätze nicht richtig versteht, dürfen sie ruhig ausführlich darüber sprechen. Schon dieser Gesprächsanlass kann Aufschluss darüber geben, was Ihr Kind blockiert.

 

Checkliste: Auf der Suche nach den Ursachen für die Lernblockade

 

Ja, passt.

Nein, passt nicht.

1.Ich versage meistens, wenn es darauf ankommt.

 

 

2.Ich könnte viel mehr, wenn ich nur wollte.

 

 

3.Wenn ich eine schlechte Note schreibe, gibt es Fernsehverbot (Medienverbot).

 

 

4.Wenn ich etwas nicht verstehe, wird meine Lernzeit verlängert.

 

 

5.Wenn ich die Klasse nicht schaffe, haben meine Eltern mich nicht mehr lieb.

 

 

6.Wenn ich eine schlechte Note schreibe, enttäuschte ich meinen Vater.

 

 

7.Ohne ein gutes Zeugnis, wird später nichts aus mir werden.

 

 

8.Ich kann mich anstrengen so viel ich will, aus mir wird sowieso nichts.

 

 

 

 

Auswertung: Tragen Sie die Ergebnisse Ihres Kindes in die Tabelle ein. Hier können Sie deutlich erkennen, welche Form von Angst zur Lernblockade führt. Als Ursache kann nur eine Angst, aber auch alle vier Ängste infrage kommen.

 

Welche Fragen hat Ihr Kind mit Ja beantwortet?

Frage Nr. 1

Frage Nr. 2

Frage Nr. 3

Frage Nr. 4

Frage Nr. 5

Frage Nr. 6

Frage Nr. 7

Frage Nr. 8

               

Angst vor Blamage

Angst vor Strafe

Angst vor Liebesentzug

Angst vor sozialer Ausgrenzung

 

Lernblockade auflösen Schritt 2

Ängste verursachen bei Ihrem Kind Stress, egal worauf sie sich beziehen. Zunächst einmal gilt es also, den Stress zu reduzieren. Stellen Sie die schulischen Leistungen nicht immer in den Vordergrund, sorgen sie für Pausen und Ablenkung vom Leistungsanspruch. Erfolgserlebnisse sind wichtig, um das Selbstwertgefühl zu stärken. Generell hilft eine entspannte und angstfreie Atmosphäre, den Lernblockaden entgegenzuwirken.

 

So können Lernblockaden entstehen
  • durch starkes Konkurrenzdenken in Schule und Familie
  • durch fehlende Freiräume (kreatives Spielen)
  • durch die Verbindung von Leistung und Elternliebe
  • durch erhöhten Ehrgeiz
  • durch den Vergleich mit Geschwistern oder Freunden
  • durch zu hohe Erwartungen

 

Lernblockade überwinden Schritt 3

Lernblockade

Sprechen Sie mit Ihrem Kind und überlegen Sie gemeinsam, wie es seine Ängste überwinden kann. Wichtig dabei ist, dass Sie Ihrem Kind immer wieder versichern, es zu unterstützen. Seien Sie geduldig und überprüfen Sie auch Ihr eigenes Verhalten.

Finden Sie Ursache bei sich selbst, die Ängste bei Ihrem Kind auslösen könnten? Kennen Sie Lernblockaden aus Ihrer eigenen Kindheit? Sprechen Sie darüber und zeigen Sie Ihrem Kind so Auswege und Alternativen.

 

 

Lernblockade überwinden Schritt 4

Helfen Sie Ihrem Kind dabei, sich optimal auf die schwierigen Situationen vorzubereiten. Beginnen Sie mit leichten Aufgaben, so sorgen Sie für Erfolgserlebnisse. Seien Sie dabei wertschätzend und unterstützend, loben Sie Ihr Kind und geben Sie Ihrer ehrlichen Anerkennung Ausdruck. Aber bitte nicht übertreiben, das merken Kinder schnell.

Beispielsätze: „Das klappt ja schon prima. Toll, wie du dich anstrengst. Das hast du ja direkt verstanden. Ich bin sicher, dass du das schaffst. Du wirst jeden Tag ein bisschen besser. Ich bin beeindruckt, wie gut du dich vorbereitet. Ich sehe, dass du das verstanden hast.“

Geduld ist wichtig

Upcycling und diyIst eine Lernblockade erst einmal entstanden ist, braucht es Geduld und Zeit, um sie wieder loszuwerden. Mit Ihrer Unterstützung beim Aufbau eines guten Selbstwertgefühles und bei der Vorbereitung auf Prüfungssituationen hat Ihr Kind alle Chancen, seine Lernblockade abzubauen.

Hilfreich ist dabei auch eine motivierende Lernumgebung, also eine entspannte Atmosphäre. Vergessen Sie nicht, mit Ihrem Kind über Misserfolge zu lachen und diese nicht so ernstzunehmen. Sorgen Sie außerdem für Erfolgserlebnisse, indem Ihr Kind sich in seinem Hobby oder mit anderen Fähigkeiten hervortun kann.

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