Eigentlich beginnt alles ganz harmlos: Ein Junge steht mit seiner Mutter in der Küche. Doch während die Mutter telefoniert, entdeckt er etwas, dem er nur schwer widerstehen kann.
Was passiert danach? Schau dir die vier Bilder genau an und erzähle daraus eine zusammenhängende und spannende Bildergeschichte.
Schau dir die 4 Bilder genau an
Schreibe noch nicht sofort los. Sieh dir zuerst an, was sich von Bild zu Bild verändert.
1. Erst schauen, dann schreiben
Bevor du mit dem Schreiben beginnst, musst du die Geschichte verstehen. Dafür wirst du zum Bilddetektiv.
Welche Hinweise findest du?
Achte besonders darauf, was die Mutter bemerkt – und was nicht. Genau daraus entsteht die Geschichte.
2. Was passiert auf den vier Bildern?
Notiere zu jedem Bild zunächst nur einige Stichwörter. Du brauchst noch keine vollständigen Sätze.
3. Was könnte der Junge denken?
Gedanken machen eine Bildergeschichte lebendig. Sie zeigen, warum eine Figur etwas tut und wie sich ihre Gefühle verändern.
Zuerst glaubt der Junge vielleicht, dass er nach einem Keks wieder aufhören kann.
Jetzt versteht er, dass sein heimliches Naschen nicht unbemerkt bleiben könnte.
Am Geburtstag weiß der Junge sofort, warum die Packung leer ist.
4. Sammle Wörter für deine Geschichte
5. So steigt die Spannung
Die Geschichte wird besonders interessant, weil der Leser schon weiß, warum die Kekse fehlen – die Mutter aber noch nicht.
Der Höhepunkt kommt am Geburtstag: Die Mutter öffnet die Packung – und entdeckt, dass die Kekse verschwunden sind. Wie reagiert sie? Und was sagt der Junge?
Eine gute Bildergeschichte zählt nicht einfach nur auf, was auf Bild 1, 2, 3 und 4 passiert. Sie verbindet die Bilder miteinander und erzählt auch das, was man nicht direkt sehen kann: Gedanken, Gefühle, Gründe und Folgen.
Wo steckt die Spannung?
Gedanken und wörtliche Rede machen den Text lebendig
Gerade diese Geschichte bietet viele Möglichkeiten, nicht nur die sichtbare Handlung zu beschreiben. Dein Kind kann Noel denken und seine Mutter sprechen lassen.
Passende Wörter für die Bildergeschichte
So könnte die Bildergeschichte aussehen
Eine Musterlösung ist hilfreich, aber erst nachdem dein Kind selbst geschrieben hat. Sie zeigt, wie aus den Bildern eine zusammenhängende Geschichte mit Gedanken, wörtlicher Rede und einer Pointe werden kann.
Noel steht mit seiner Mutter Rita in der Küche. Rita telefoniert gerade und ist so in ihr Gespräch vertieft, dass sie kaum darauf achtet, was ihr Sohn macht.
Noel entdeckt seine Lieblingskekse im Schrank. Eigentlich möchte er nur einen einzigen nehmen. Doch die Kekse schmecken so gut, dass er immer weiter nascht.
Plötzlich erschrickt Noel: Die Packung ist fast leer. „Oje, jetzt bekomme ich bestimmt Ärger“, denkt er. Schnell stellt er die Packung zurück in den Schrank und tut so, als wäre nichts passiert.
Am nächsten Tag hat Noel Geburtstag. Seine Mutter möchte den Gästen die Kekse anbieten und holt die Packung aus dem Schrank. Als sie hineinsieht, staunt sie nicht schlecht. „Noel! Wir haben wohl einen Keksdieb im Haus!“, ruft sie. Jetzt weiß Noel, dass seine heimliche Nascherei aufgeflogen ist.
Checkliste für eine gute Bildergeschichte
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Noch mehr Bildergeschichten zum Üben
In meiner Anleitung findet dein Kind weitere Übungen und ein klares Schritt-für-Schritt-System für Bildergeschichten – inklusive Bewertungskriterien und Checkliste.



