Lernpausen: So machen Pausen beim Lernen Sinn
Lernen kostet Kraft. Wer lange konzentriert arbeitet, merkt irgendwann: Die Gedanken schweifen ab, Fehler häufen sich und selbst einfache Aufgaben werden plötzlich mühsam. Dann kann eine gut gewählte Pause helfen.
Eine gute Lernpause soll deinem Kind helfen, kurz Abstand zu gewinnen und anschließend wieder in die Aufgabe zurückzufinden. Deshalb kommt es nicht nur darauf an, dass dein Kind Pause macht, sondern auch darauf, wie es diese Pause nutzt.
Lernen ist anstrengend
Mit zunehmender Klassenstufe wird der Lernstoff umfangreicher. Hausaufgaben, Referate, Textaufgaben und die Vorbereitung auf Klassenarbeiten können einen ganzen Nachmittag füllen.
Stundenlang ohne Unterbrechung am Schreibtisch zu sitzen, ist dabei nicht unbedingt sinnvoll. Kurze Unterbrechungen können helfen, nach einer konzentrierten Arbeitsphase wieder mit mehr Aufmerksamkeit weiterzumachen.
Wann braucht dein Kind eine Pause?
Eine feste Minutenzahl passt nicht zu jedem Kind und zu jeder Aufgabe. Beobachte deshalb auch, wie dein Kind arbeitet.
Häufen sich mehrere dieser Anzeichen, kann eine kurze Unterbrechung sinnvoll sein.
Vier Arten von Lernpausen
Der ursprüngliche Beitrag unterscheidet vier unterschiedliche Pausenarten. Diese Einteilung ist praktisch, weil eine Pause nicht immer denselben Zweck erfüllen muss.
Kurz abschalten und etwas tun, das nicht zusätzlich stresst: trinken, aus dem Fenster schauen, sich bewegen oder Musik hören.
Nach einem schwierigen Abschnitt für einen Moment innehalten, bevor sofort der nächste Lerninhalt folgt.
Beim Wechsel von einem Fach zum nächsten kurz unterbrechen, das alte Material wegräumen und sich auf die neue Aufgabe einstellen.
Nach einer längeren Lernphase eine deutlich längere Erholung einplanen, bevor die nächste größere Arbeitseinheit beginnt.
Wenn dein Kind nach der Pause kaum noch an den Schreibtisch zurückfindet, war die Unterbrechung möglicherweise zu lang oder zu aufregend. Ziel ist Erholung – nicht ein völlig neues Freizeitprogramm.
1. Erholungspausen: wirklich kurz abschalten
Bei einer Erholungspause geht es darum, Körper und Kopf für einen Moment etwas anderes machen zu lassen. Dein Kind kann etwas trinken, einen kleinen Snack holen, aus dem Fenster schauen, sich bewegen oder kurz Musik hören.
2. Speicherpausen: einen Moment innehalten
Besonders nach einem schwierigen Textabschnitt kann dein Kind kurz innehalten. Es muss daraus keine große Pause machen: für einen Moment wegschauen, durchatmen und erst danach weiterlesen.
3. Themenpausen: das Fach bewusst wechseln
Beim Fachwechsel entsteht ohnehin eine natürliche kleine Unterbrechung. Das Matheheft wird geschlossen, Bücher werden weggeräumt und das Material für die nächste Aufgabe kommt auf den Tisch. Nutzt diesen Wechsel bewusst als Minipause.
4. Abschnittspausen: nach einer langen Lernphase
Bei umfangreichen Hausaufgaben oder der Vorbereitung auf eine Klassenarbeit kann eine längere Lernphase notwendig werden. Nach einem größeren abgeschlossenen Arbeitsblock sollte dein Kind deutlich mehr Abstand gewinnen, bevor es mit dem nächsten Block beginnt.
Was eignet sich für eine Lernpause?
- etwas trinken
- einen kleinen Snack holen
- aus dem Fenster schauen
- kurz aufstehen und sich bewegen
- ein oder zwei Lieder hören
- kurz ein Instrument spielen
- ein Computerspiel beginnen
- in Social Media versinken
- eine Serie starten
- eine längere Chat-Unterhaltung anfangen
- eine neue aufwendige Beschäftigung beginnen
- die Pause ohne klares Ende ausdehnen
So kann ein Lernblock aussehen
Die genaue Dauer hängt vom Alter, von der Aufgabe und von deinem Kind ab. Wichtiger als eine starre Minutenregel ist ein überschaubarer Rhythmus.
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Dein Kind muss nicht warten, bis gar nichts mehr geht. Sinnvoll gesetzte Pausen können helfen, einen langen Lernnachmittag in überschaubare Abschnitte zu teilen. Entscheidend ist, dass die Pause erholt und der Wiedereinstieg anschließend gelingt.



