Gruselgeschichte schreiben: So wird sie richtig spannend
Ein unheimlicher Ort, passende Gruselwörter und eine Figur, bei der einem ein kleiner Schauer über den Rücken läuft: Mit guter Vorbereitung lässt sich eine spannende Gruselgeschichte Schritt für Schritt planen.
Eine Gruselgeschichte ist eine Erzählung, bei der etwas Unheimliches, Beängstigendes oder Schauerliches geschieht. Damit die Geschichte wirklich gruselig wirkt, solltest du nicht einfach losschreiben, sondern zuerst Ideen sammeln.
1. Ideen für deine Gruselgeschichte sammeln
Auf der bisherigen Seite stehen drei Dinge im Mittelpunkt des Brainstormings: Ort, Wortschatz und Figuren. Genau damit kannst du anfangen.
stiller Wald
alter Friedhof
verlassenes Haus
schaurig
knarrend
eisig
dürre Vogelscheuche
unheimliche Gestalt
geheimnisvoller Fremder
Die einfache Gruselformel
Aus drei kleinen Entscheidungen kann schon eine Geschichte entstehen: Ein Kind geht durch einen dunklen Wald, hört hinter sich Schritte und entdeckt schließlich eine geheimnisvolle Gestalt.
Gruselwörter machen die Geschichte lebendig
Die Wortwahl ist bei einer Gruselgeschichte besonders wichtig. Statt immer nur zu schreiben, dass etwas „gruselig“ ist, kannst du mit Geräuschen, Dunkelheit, Kälte und ungewöhnlichen Beobachtungen arbeiten.
Wenn du Geschichten gerne aus einzelnen vorgegebenen Begriffen entwickelst, kannst du auch das Schreiben einer Reizwortgeschichte üben. Auch dort werden aus wenigen Wörtern Schritt für Schritt Ideen für eine vollständige Geschichte.
Gruselgeschichten arbeiten mit unheimlichen Situationen. Bei einer Fantasiegeschichte bist du thematisch noch freier und kannst zum Beispiel erfundene Welten, Zauberei oder sprechende Tiere einsetzen.
Suche zuerst einen gruseligen Ort, passende Wörter und eine unheimliche Figur. Danach entscheidest du, was passiert. So musst du dir nicht während des Schreibens alles gleichzeitig ausdenken.
Geschichten planen und schreiben üben
Wenn die Ideen da sind, hilft eine klare Struktur beim Schreiben. Diese Materialien unterstützen dein Kind beim Planen und Entwickeln eigener Geschichten.
23 Seiten mit Anleitung und Checkliste. Eine gute Ergänzung, um aus einzelnen Begriffen eine vollständige Geschichte zu entwickeln.
Material ansehen →Erst Ideen ordnen, dann schreiben: Der Aufsatzplaner hilft, Figuren, Handlung und Höhepunkt vor dem Schreiben übersichtlich festzuhalten.
Aufsatzplaner ansehen →Aufbau einer Gruselgeschichte
Auch eine Gruselgeschichte ist ein Aufsatz. Deine vorhandene Seite arbeitet deshalb mit Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss. Die gruseligen Ideen müssen in diese Struktur eingebaut werden.
Spannung langsam aufbauen
Wenn gleich im ersten Satz das Monster auftaucht, bleibt kaum noch Raum, die Spannung zu steigern. Viel wirkungsvoller ist es, zunächst kleine Hinweise einzubauen.
5 Tricks für eine spannende Gruselgeschichte
Beispiel: Spannung statt sofortiger Schreck
Die Haustür fiel hinter Mia ins Schloss. Im Flur war es still. Sie tastete nach dem Lichtschalter. Nichts. Dann hörte sie über sich ein leises Knarren. Einmal. Zweimal. Mia blieb stehen. Eigentlich sollte heute niemand zu Hause sein.
Du möchtest generell lernen, Geschichten spannender und fantasievoller aufzubauen? Dann lohnt sich auch die Anleitung zum Schreiben einer Fantasiegeschichte . Dort geht es ebenfalls um Themenfindung, Aufbau und Höhepunkt.
Checkliste für deine Gruselgeschichte
Geschichten schreiben weiterüben
Ein guter Ort, passende Wörter und eine langsam steigende Spannung wirken oft viel stärker. Plane zuerst deinen Höhepunkt – und führe deine Leser dann Schritt für Schritt dorthin.
Mit Aufsätzen weiterüben
Ein Erlebnis wird leichter zur guten Geschichte, wenn dein Kind vorher kurz plant, was wirklich wichtig ist. Diese Materialien helfen beim Strukturieren und Schreiben verschiedener Aufsatzformen.
Aufsatzplaner
Welches Erlebnis erzähle ich? Wo liegt der Höhepunkt und was gehört in den Schluss? Mit dem Aufsatzplaner ordnet dein Kind seine Gedanken, bevor es mit dem Schreiben beginnt.
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Reizwortgeschichten
Aus vorgegebenen Wörtern entsteht eine zusammenhängende Geschichte. Ein gutes Training für roten Faden, Spannung und Höhepunkt.
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Bildergeschichten
Eine Handlung erkennen, sinnvoll ordnen und daraus eine lebendige Geschichte entwickeln – Schritt für Schritt.
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Bericht schreiben
Auch ein Bericht kann von einem wirklichen Ereignis handeln – aber anders als die Erlebniserzählung wird er sachlich und ohne Spannung oder Ausschmückungen geschrieben.
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