Bildergeschichte: Der Ritter und der Drache

Schau dir zuerst alle fünf Bilder in Ruhe an. Was passiert mit dem Ritter? Warum begegnet er dem Drachen? Und ist der Drache wirklich so gefährlich, wie der Ritter zunächst glaubt?

Deine Aufgabe ist es, aus den fünf Bildern eine zusammenhängende und spannende Bildergeschichte zu schreiben. Die Bilder geben die Handlung vor – Gedanken, Gefühle, Gespräche und passende Übergänge darfst du selbst ergänzen.

Schau dir die 5 Bilder genau an

Noch nicht losschreiben! Versuche zuerst herauszufinden, was von Bild zu Bild passiert und wie die Bilder zusammenhängen.

Bildergeschichte Ritter und Drache Bild 1: Ein Ritter reitet zu einer Burg
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Bildergeschichte Ritter und Drache Bild 2: Der Ritter begegnet vor der Burg einem Drachen
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Bildergeschichte Ritter und Drache Bild 3: Die Begegnung zwischen Ritter und Drache wird gefährlich
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Bildergeschichte Ritter und Drache Bild 4: Ritter und Drache freunden sich an
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Bildergeschichte Ritter und Drache Bild 5: Ritter und Drache werden an der Burg freundlich empfangen
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Deine Schreibaufgabe: Schreibe zu den fünf Bildern eine vollständige Bildergeschichte. Beschreibe nicht einfach nur, was auf jedem einzelnen Bild zu sehen ist. Verbinde die Bilder miteinander und erzähle, was dazwischen geschieht.

1. Werde zuerst zum Bilddetektiv

Eine gute Bildergeschichte beginnt nicht mit dem ersten Satz, sondern mit genauem Hinsehen. Suche in den Bildern nach Hinweisen auf die Handlung.

Was kannst du auf den Bildern entdecken?

Beobachte zuerst nur. Erfinde noch nichts. Erst danach überlegst du, was zwischen den Bildern passiert sein könnte.

Wer? Welche Figuren kommen in der Geschichte vor?
Wo? Wo beginnt die Geschichte und wo endet sie?
Was verändert sich? Wie verändert sich die Beziehung zwischen Ritter und Drache?
Was ist besonders wichtig? Welches Bild zeigt den entscheidenden Moment der Geschichte?
Welche Gefühle? Wann ist der Ritter mutig, erschrocken, überrascht oder erleichtert?
Was fehlt zwischen den Bildern? Welche Ereignisse musst du beim Schreiben selbst ergänzen?

2. Erzähle dir die Bilder erst einmal selbst

Gehe die fünf Bilder nacheinander durch. Ein oder zwei Stichwörter reichen zunächst. So erkennst du den roten Faden, bevor du ganze Sätze formulierst.

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Der Ritter nähert sich der Burg.
Warum reitet er dorthin? Hat er einen Auftrag? Weiß er bereits etwas über den Drachen?
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Vor der Burg trifft er auf den Drachen.
Wie reagiert der Ritter? Was denkt er in diesem Moment?
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Die Situation wird spannend.
Was geschieht jetzt? Warum könnte dieser Moment für die weitere Geschichte entscheidend sein?
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Plötzlich verändert sich die Situation.
Ritter und Drache stehen sich nicht mehr feindlich gegenüber. Was könnte der Ritter erkannt haben?
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Die Geschichte endet friedlich.
Ritter und Drache stehen gemeinsam vor der Burg. Wie kam es zu diesem überraschenden Ende?

3. Sammle Wörter für deine Bildergeschichte

Ein kleiner Wortschatz vor dem Schreiben hilft dir, die Geschichte abwechslungsreicher und spannender zu erzählen.

Starke Verben reiten · entdecken · erschrecken · brüllen · zögern · beobachten · zurückweichen · erkennen · helfen · staunen · lachen · jubeln
Gefühle & Eigenschaften mutig · ängstlich · überrascht · vorsichtig · gefährlich · freundlich · erleichtert · neugierig · entschlossen · friedlich
Wichtige Nomen Ritter · Drache · Burg · Pferd · Schwert · Rüstung · Burgtor · Feuer · König · Bewohner · Wald · Weg

4. Wo liegt der Höhepunkt?

Nicht alle fünf Bilder sind gleich wichtig. Eine gute Bildergeschichte steuert auf einen besonders spannenden Moment zu. Hier liegt er ungefähr in der Mitte der Bildfolge.

Bild 1 Bild 2 Bild 3 Bild 4 Bild 5 Höhepunkt

Bild 3 verdient beim Schreiben besonders viel Platz. Was sieht der Ritter? Was denkt er? Was tut der Drache? Wie verändert dieser Moment die Geschichte?

5. Plane Anfang, Hauptteil und Schluss

Anfang Warum reitet der Ritter zur Burg? Stelle Figur, Ort und Ausgangssituation kurz vor.
→
Hauptteil Begegnung mit dem Drachen, Gefahr und Höhepunkt ausführlich und spannend erzählen.
→
Schluss Wie werden Ritter und Drache Freunde? Erkläre das überraschende friedliche Ende.
Wichtig: Schreibe nicht fünf einzelne Bildbeschreibungen. Die Bilder zeigen nur wichtige Stationen der Handlung. Deine Aufgabe ist es, die Lücken zwischen den Bildern zu füllen. Was denken und fühlen Ritter und Drache? Was sagen sie? Warum verändert sich die Situation? Genau daraus entsteht die eigentliche Bildergeschichte.

Noch mehr Bildergeschichten üben

Eine einzige Bildergeschichte reicht meistens nicht aus, um das Vorgehen wirklich sicher zu beherrschen. Mit weiteren Übungen kann dein Kind trainieren, Bilder zu verstehen, eine Handlung zu planen und daraus einen spannenden Aufsatz zu schreiben.

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Mit der Anleitung kann dein Kind das Schreiben von Bildergeschichten systematisch trainieren – von der Analyse der Bilder bis zur Kontrolle des fertigen Aufsatzes.

  • Übungsgeschichten
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung
  • 12 wichtige Punkte im Überblick
  • Bewertungskriterien der Lehrkräfte
  • Checkliste für Kinder und Eltern
  • direkt ausdrucken und üben
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Bild verstehen genau beobachten
→
Handlung planen Ideen ordnen
→
Text prüfen Checkliste nutzen

Jetzt wird aus dem Bild eine richtige Bildergeschichte

Deine Stichwörter stehen und du hast eine Idee für die Handlung? Dann kannst du schreiben. Achte darauf, dass deine Geschichte auch jemand versteht, der das Bild mit Burg, Ritter und Drache nicht gesehen hat.

Einleitung Stelle Ort und Figuren kurz vor. Wie kommt der Ritter zur Burg? Was ist seine Aufgabe?
Hauptteil + Höhepunkt Erzähle, wie sich die Situation entwickelt. Das Zusammentreffen mit dem Drachen sollte besonders spannend und ausführlich sein.
Schluss Löse die Situation auf. Was geschieht mit Ritter, Drache und Burg? Ein überraschendes Ende ist erlaubt.

Lass Ritter und Drache sprechen

Wörtliche Rede macht aus einer Bildbeschreibung eine lebendige Geschichte. Überlege, was die Figuren in diesem Moment wirklich sagen könnten.

Zum Beispiel:
„Bleib stehen!“, rief der Ritter und hob sein Schwert.
Der Drache schüttelte den Kopf. „Ich will doch gar nicht kämpfen!“

Baue Spannung bis zum Höhepunkt auf

Ritter kommt Drache entdeckt Begegnung Auflösung

Der spannendste Moment braucht mehr Platz als der Anfang. Beschreibe dort genauer, was die Figuren tun, denken, fühlen und sagen.

Abwechslungsreiche Satzanfänge

Wenn jeder Satz mit „Dann“ beginnt, klingt selbst ein Drache irgendwann langweilig. Diese Satzanfänge helfen:

Eines Tages … Als der Ritter … Plötzlich … In diesem Moment … Zu seinem Erstaunen … Kurz darauf … Doch dann … Schließlich …

Der Vorlese-Test

Lies deine Geschichte jemandem vor – aber zeige das Bild noch nicht.

Kann die Person erklären, wer vorkommt, wo die Geschichte spielt und was passiert? Zeige erst danach das Bild. Passt deine Geschichte dazu?

Checkliste für deine Ritter-Bildergeschichte

Passt meine Handlung zum Bild?
Kommen Burg, Ritter und Drache sinnvoll vor?
Hat meine Geschichte eine Einleitung?
Gibt es einen klaren Höhepunkt?
Beschreibe ich Gefühle und Reaktionen?
Nutze ich wörtliche Rede?
Verwende ich starke Verben?
Sind meine Satzanfänge abwechslungsreich?
Hat die Geschichte einen passenden Schluss?
Macht meine Überschrift neugierig?

Alle 3 Bildergeschichten zum Üben

Diese Übung gehört zu einer kleinen Reihe. Wenn dein Kind unterschiedliche Bildergeschichten ausprobiert, lernt es, sich auf verschiedene Bildfolgen und Aufgaben einzustellen.

Weitere Hilfe beim Geschichten schreiben

Das Bild ist der Start – die Geschichte entsteht im Kopf

Burg, Ritter und Drache geben den Rahmen vor. Was daraus entsteht, entscheidet dein Kind selbst. Wichtig ist, dass die Handlung zum Bild passt, einen roten Faden besitzt und auf einen spannenden Höhepunkt zuläuft. Genau darin liegt die eigentliche Schreibübung.

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