Maries Weg: Wenn Zahlen zunächst einfach keinen Sinn ergeben
Marie ist sechs Jahre alt und besucht noch die Vorklasse. Schon vor ihrer Einschulung fällt auf, dass ihr der Umgang mit Zahlen und Mengen ungewöhnlich schwerfällt. Ihre Eltern entscheiden sich deshalb für eine frühe Förderung.
Das fällt bei Marie vor der Einschulung auf
Die Eltern entscheiden sich für frühe Förderung
Maries Eltern wenden sich an eine lerntherapeutische Praxis. Sie vereinbaren eine wöchentliche Förderstunde. Gleichzeitig werden die Eltern einbezogen, damit sie Marie auch im Alltag passend unterstützen können.
Woran Marie in der Lerntherapie arbeitet
Die Förderung beginnt nicht mit komplizierten Rechenaufgaben. Marie arbeitet zunächst an grundlegenden Vorstellungen von Mengen, Zahlen, Reihenfolgen und Formen.
Anfangs kann sie sich nur kurz auf mathematische Aufgaben einlassen. Motivierende Spielfiguren helfen dabei, ihre Aufmerksamkeit auf die Übungen zu lenken. Nach einigen Terminen werden diese Hilfen zunehmend überflüssig.
Maries Entwicklung braucht Zeit
Die Fortschritte kommen nicht von heute auf morgen. Gerade das macht Maries Geschichte interessant: Nach einigen Monaten sind Veränderungen sichtbar, gleichzeitig bleiben grundlegende Rechenaufgaben zunächst schwierig.
Nach fünf Monaten: Fortschritte – aber noch keine Wunder
Nach fünf Monaten kann Marie Mengen besser abzählen. Selbst einfache Aufgaben wie 2 + 2 löst sie jedoch noch nicht selbstständig ohne Zählen. Bei 3 + 2 helfen ihr beispielsweise noch die Finger, um zur richtigen Lösung zu kommen.
Die Eltern arbeiten mit
Maries Eltern werden regelmäßig informiert und unterstützen die Förderung zu Hause. Dabei geht es nicht um zusätzliche Arbeitsblätter, sondern um kleine Beobachtungs- und Spielaufgaben.
Dann zeigen sich erste deutliche Erfolge
Ein weiteres halbes Jahr später besucht Marie die erste Klasse. Besonders seit den Herbstferien beschreibt der Erfahrungsbericht deutliche Fortschritte.
Dieser Erfahrungsbericht zeigt, wie Maries Entwicklung verlaufen ist. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass jedes Kind mit Rechenschwierigkeiten dieselben Fortschritte in derselben Zeit macht. Ausgangslage, Ursachen, Förderung und Entwicklung können von Kind zu Kind sehr unterschiedlich sein.



