Umlaute: Aus a, o und u werden ä, ö und ü
Die Buchstaben ä, ö und ü heißen Umlaute. Beim Verändern eines Wortes oder beim Bilden verwandter Wörter kann aus a ein ä, aus o ein ö und aus u ein ü werden.
Auch au verändert sich häufig zu äu. Genau diese Verwandtschaft kann dein Kind beim Rechtschreiben nutzen.
Die Umlaut-Familie auf einen Blick
Ein Wort verwandelt sich
Besonders gut lässt sich die Umlautung beim Bilden der Mehrzahl erkennen.
Verwandte Wörter verraten die Schreibweise
Umlaute sind nicht nur beim Bilden der Mehrzahl wichtig. Oft hilft ein verwandtes Wort dabei, die richtige Schreibweise zu entdecken.
Die wichtigste Strategie: Ableiten
Ist dein Kind bei einem Wort mit ä oder äu unsicher, sollte es nicht raten. Es sucht ein verwandtes Wort.
ä oder e – äu oder eu?
Besonders häufig entstehen Fehler, weil ä und e oder äu und eu ähnlich klingen. Genau hier hilft das Ableiten.
Hände kommt von Hand → also
ä.
Häuser kommt von Haus → also
äu.
Findet dein Kind kein verwandtes Wort mit a oder au, kann es sich um ein Merkwort handeln. Wörter wie heute oder Leute werden beispielsweise mit eu geschrieben.
🌱 Ableiten funktioniert auch bei vielen anderen Wörtern
Mit Wortfamilien kann dein Kind unbekannte Schreibweisen häufig selbst erschließen. Genau diese Strategie erklären wir auf der Wortfamilien-Seite noch ausführlicher.
Wortfamilien kennenlernen →Umlaute üben: 5 einfache Ideen
Umlaute lernt dein Kind am besten, wenn es Wörter nicht einfach abschreibt, sondern verändert, vergleicht und verwandte Wörter sucht. Diese Übungen könnt ihr auch zwischendurch machen.
Das Umlaut-Sortierspiel
Schreibt Wörter auf kleine Karten. Dein Kind ordnet jedes Wort der richtigen Umlaut-Familie zu. Dabei kann es den Umlaut zusätzlich farbig markieren.
Bälle
Äpfel
größer
Löcher
Füße
jünger
Bäume
träumen
Mini-Training: Kannst du die Wörter ableiten?
Hier wird nicht geraten. Dein Kind sucht zuerst das verwandte Wort und entscheidet dann, welcher Umlaut gebraucht wird.
Arbeitsblätter und Übungen zu Umlauten
Mit kleinen schriftlichen Übungen kann dein Kind ä, ö, ü und äu anschließend selbst anwenden. Besonders sinnvoll sind Lückentexte, Suchaufgaben und Übungen, bei denen Wörter verändert werden.
Eine gute Aufgabe besteht deshalb nicht nur aus „Setze den richtigen Umlaut ein“. Dein Kind sollte möglichst auch erklären können, woher es die Schreibweise kennt.
Zum Beispiel: Häuser schreibt man mit äu, weil das verwandte Wort Haus heißt.
Mit welcher Rechtschreibstrategie geht es weiter?
Wenn die Umlaute sicherer werden, könnt ihr gezielt an der nächsten Rechtschreib-Baustelle weiterarbeiten.



