Welche 6 Zeitformen gibt es im Deutschen?

Mit den Zeitformen zeigen wir, wann etwas passiert: in der Vergangenheit, in der Gegenwart oder in der Zukunft.

Im Deutschen unterscheiden wir sechs wichtige Zeitformen: Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II.

Auf dieser Seite bekommt dein Kind zuerst den Überblick. Für jede Zeitform gibt es anschließend eine eigene Erklärung mit Beispielen und Übungen.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

VERGANGENHEIT GEGENWART ZUKUNFT Plusquamperfekt Präteritum Perfekt Präsens Futur I Futur II
Merke: Für Vergangenes gibt es Präteritum, Perfekt und Plusquamperfekt. Die Gegenwart wird mit dem Präsens ausgedrückt. Für die Zukunft gibt es Futur I und Futur II.

Die 6 Zeitformen auf einen Blick

Ein Verb reist durch alle sechs Zeiten

Vergangenheit Ich spielte.
Ich habe gespielt.
Ich hatte gespielt.
Gegenwart Ich spiele.
Zukunft Ich werde spielen.
Ich werde gespielt haben.

Damit ein Verb die richtige Zeit ausdrückt, wird es verändert oder mit einem Hilfsverb kombiniert. Mehr dazu findest du auch bei Verben einfach erklärt.

Die Zeitformen im Video: Schau dir jetzt noch einmal an, wie sich ein Verb durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verändert. Achte besonders darauf, welche Zeitformen aus mehreren Verbteilen bestehen.

So werden die sechs Zeitformen gebildet

Präsens Gegenwart ich spiele
Präteritum einfache Vergangenheit ich spielte
Perfekt haben / sein + Partizip II ich habe gespielt
Plusquamperfekt hatte / war + Partizip II ich hatte gespielt
Futur I werden + Infinitiv ich werde spielen
Futur II werden + Partizip II + haben / sein ich werde gespielt haben
Wichtig: Wörter wie gestern, heute, morgen oder später können Hinweise auf einen Zeitpunkt geben. Die Zeitform selbst erkennt dein Kind aber vor allem an der Verbform.

Drei Vergangenheitsformen – warum eigentlich?

Plusquamperfekt Mia hatte gelernt.

Das geschah zuerst.
Präteritum Dann schrieb sie die Arbeit.

Die Geschichte geht weiter.
Perfekt „Ich habe die Arbeit geschrieben.“

So erzählt Mia später davon.

Das Beispiel zeigt, warum es mehrere Vergangenheitsformen gibt. Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Präteritum und Perfekt sowie zwischen Präteritum und Plusquamperfekt.

Jede Zeitform ausführlich lernen

Wenn dein Kind bei einer bestimmten Zeitform noch unsicher ist, findest du hier zu allen sechs Formen eine eigene Erklärung mit Beispielen und Übungen.

Zeitformen üben

Übung 1: Welche Zeitform ist das?

1. Mia spielt mit ihrem Hund.
2. Mia spielte mit ihrem Hund.
3. Mia hat mit ihrem Hund gespielt.
4. Mia hatte mit ihrem Hund gespielt.
5. Mia wird mit ihrem Hund spielen.
6. Mia wird mit ihrem Hund gespielt haben.

Lösung anzeigen

1. Präsens
2. Präteritum
3. Perfekt
4. Plusquamperfekt
5. Futur I
6. Futur II

Übung 2: Setze „lernen“ in alle sechs Zeitformen

Präsens: ____________________
Präteritum: ____________________
Perfekt: ____________________
Plusquamperfekt: ____________________
Futur I: ____________________
Futur II: ____________________

Lösung anzeigen

Präsens: Ich lerne.
Präteritum: Ich lernte.
Perfekt: Ich habe gelernt.
Plusquamperfekt: Ich hatte gelernt.
Futur I: Ich werde lernen.
Futur II: Ich werde gelernt haben.

Übung 3: Zeitreise mit „gehen“

Kann dein Kind das starke Verb gehen in alle sechs Zeitformen setzen?

Lösung anzeigen

Präsens: Ich gehe.
Präteritum: Ich ging.
Perfekt: Ich bin gegangen.
Plusquamperfekt: Ich war gegangen.
Futur I: Ich werde gehen.
Futur II: Ich werde gegangen sein.

Die 6 Zeitformen merken

Präsens: Ich spiele.
Präteritum: Ich spielte.
Perfekt: Ich habe gespielt.
Plusquamperfekt: Ich hatte gespielt.
Futur I: Ich werde spielen.
Futur II: Ich werde gespielt haben.

Wer diese sechs Formen an einem einzigen Verb sicher bilden kann, hat das Grundprinzip der deutschen Zeitformen schon sehr gut verstanden.

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