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Sowohl im Deutschunterricht als auch im Fach Kunst kann eine Bildbeschreibung in der Schule vorkommen. Immer geht es darum, ein Bild als Ganzes zu erfassen. Die Schüler*innen sollen die wesentlichen und wichtigsten Merkmale so detailliert wie möglich herausstellen. Zusätzlich zur einfachen Beschreibung eines Bildes kann auch eine Bildanalyse gefragt sein. Diese geht dann sehr viel stärker in die Tiefe.

Grundwissen Bildbeschreibung

Die Beschreibung eines Bildes, einer Zeichnung, einer Grafik oder eines Gemäldes muss möglichst objektiv sein. Eine persönliche Wertung hat dabei nichts zu suchen – außer eventuell im Schlussteil. Die Sprache ist sachlich und klar, sie hat einen stringenten Aufbau. Tipp: Das Zoomverfahren eignet sich hervorragend für eine Bildbeschreibung. Zunächst wird das ganze Bild betrachtet und beschrieben, dann kommen nach und nach die Details dazu.

Bildbeschreibung einfach erklärt

Wie bei jeder Beschreibung geht es darum, nach einem bestimmten Muster die einzelnen Aspekte eines gezeichneten oder gemalten Bildes zu beschreiben. Selbstverständlich geht das auch mit Fotos. Anders als bei der Personenbeschreibung oder der Tierbeschreibung sind beim Bild die Farben und künstlerische Gestaltungsmerkmale oft ein zentraler Faktor.

Ein Bild muss genau betrachtet werden

Wer ein Bild beschreibt, muss auf drei Dinge achten

  • die Beschreibung und Erläuterung des abgebildeten Motivs, also die detaillierte Wiedergabe der abgebildeten Elemente
  • die Beschaffenheit des Bildes selber, also die Verwendung bestimmter Materialien oder Farben
  • die Wirkung des Bildes auf die Betrachter*innen

Beispiel: Bildbeschreibung Guernica von Picasso

Einleitung:
Die Guernica von Picasso ist eins der bekanntesten Gemälde des Malers Picasso. Der spanische Künstler hat damit globale Aufmerksamkeit nach der Veröffentlichung im Jahr 1937 erreicht.

Hauptteil:
Bei dem Gemälde der Guernica handelt es sich um ein riesiges Ölgemälde auf Leinwand. Es ist rund 3,3 Meter hoch und 7,5 Meter breit, was seine Wirkung noch verstärkt. Picasso wählte eine schwarz-weiße Darstellung mit vielen schwarzen und weißen Flächen. Möglicherweise spielt Picasso damit auf die mediale Berichterstattung der Geschehnisse in Guernica an, die genauso entschieden ein bestimmtes Bild darstellen wollten. Eine texturierte Fläche in dem Gemälde erinnert ein wenig an die Schrift einer Zeitung, ein weiteres Indiz für diesen Interpretationsansatz.
Das Gemälde ist im kubistischen Stil Picassos gemalt worden, der sich in vielen seiner Gemälde wiederfindet. Auf den ersten Blick sieht es nach einem einzigen Chaos aus, was wiederum das Motiv unterstreicht. Beim genauerem Hinsehen lassen sich jedoch einzelne Figuren ausmachen. Am hervorstechendsten sind die vor Schmerz schreiende Frau, die den Körper ihres Kindes nur noch tot in den Händen halten kann…….

Schluss:
Nachdem das Gemälde bis 1981 im Museum of Modern Art in New York City aufbewahrt wurde, wurde es nach Spanien zurückgebracht. Picasso hatte festgelegt, dass das Gemälde nicht nach Spanien zurückkehren dürfe, bis das Land demokratisch wurde. Derzeit befindet es sich im Reina Sofia Museum in Madrid, Spanien.

Schritt 1 Bildbetrachtung: genau Hinsehen

Zu aller erst muss das Bild ganz genau angeschaut werden. Dazu muss man sich Zeit lassen eines Bildes Zeit haben, das Bewusstsein zu erreichen. Vielleicht geht man von oben nach unten oder von links nach rechts vor, jeder hat dabei eine andere Strategie. Auf jeden Fall muss das ganze Bild genau angesehen werden, damit keine wichtigen Aspekte übersehen werden.

Schritt 2: Notizen machen

Informationen zum BildFarben und MaterialienInhalt
 Jahr? eher dunkel orientalisch
 Künstler*in? Acrylfarbe Kamelritt
  Leinwand 4 Personen
Sammele Infos zur Bildbeschreibung

Bevor es mit der Bildbeschreibung losgeht, sollte man sich unbedingt Notizen machen. Und zwar zu den drei Kategorien, in die die Bildbeschreibung eingeteilt ist. Hier geht es Beispiel das Alter eines Bildes, den Maler oder die Malerin, die Art des Bildes und das gewählte Motiv.

Schritt 3: die Einteilung der Bildbeschreibung

Es liegt nun in der Entscheidung des S auf jeden Fall muss bei der Bildbeschreibung Schreibenden, ob er mit den wesentlichen Aspekten beginnt oder erst mal die nebensächlichen Merkmale auflistet. Auf jeden Fall muss bei der Bildbeschreibung auch die Struktur von Einleitung, Hauptteil und Schluss eingehalten werden.

Bildbeschreibung Einleitung

Hier wird etwas über das Thema des Bildes geschrieben, die Art des Bildes (Gemälde, Fotografie, Comic, oder Zeichnung), den Titel des Bildes, den Maler oder die Malerin des Bildes, sein Erstellungsdatum und die Bildquelle, also wo es zu finden ist.

Üben für die Bildbeschreibung
Bildbeschreibung Hauptteil

Dieser Teil ist je nach Klassenstufe und ausgewählten Bild mehr oder weniger lang. Er enthält zum einen die Aspekte der tatsächlichen äußeren Bildbeschreibung. Diese sind beispielsweise

  • Bildperspektive (von wo wird auf das Bild geschaut)
  • Vordergrund des Bildes (was sticht ins Auge)
  • Hintergrund des Bildes (vielleicht Gebäude oder Natur)
  • Bildgegenstand, also zentrales Motiv des Bildes
  • Nebendarstellungen
  • Bildkomposition oder Bildaufbau, Bildausschnitt, Blickachsen
  • Darstellungsweise, Malstil
Bildbeschreibung Schluss

Hier geht es um eine kurze Zusammenfassung des geschriebenen, der Wirkung des Bildes auf den Betrachter und, wenn verlangt, die eigene Meinung zum Bild.

Bildbeschreibung verfassen

Die Bildbeschreibung wird wie eine Personenbeschreibung, eine Gegenstandsbeschreibung oder eine Tierbeschreibung auch, im Präsenz, also in der Gegenwartsform, geschrieben. Aus den Notizen entsteht nun die Einleitung, der Hauptteil und der Schluss. Wie umfangreich eine Bildbeschreibung sein muss, ergibt sich aus den Anweisungen des Lehrenden und dem vorangegangenen Unterricht.