Neurofeedback bei ADHS: Wie funktioniert das?
Beim Neurofeedback bekommt ein Kind eine direkte Rückmeldung über bestimmte gemessene Aktivitätsmuster seines Gehirns. Ziel des Trainings ist es, die eigene Aufmerksamkeit und Selbstregulation bewusster zu beeinflussen.
So kann Neurofeedback aussehen
Für Kinder wirkt eine Sitzung häufig weniger medizinisch, als der Begriff vermuten lässt. Sie sitzen vor einem Bildschirm und bekommen über ein Spiel, eine Animation oder einen Film eine Rückmeldung.
Was passiert beim Training?
Die Elektroden dienen dazu, elektrische Aktivität an der Kopfhaut zu erfassen. Das Kind bekommt dadurch die Möglichkeit, Veränderungen über die Rückmeldung am Bildschirm wahrzunehmen.
Je nach Trainingssystem verändert sich beispielsweise eine Animation, ein Spiel oder ein Film. Dadurch wird die gemessene Aktivität für das Kind unmittelbar sichtbar oder hörbar.
Das Kind versucht im Laufe des Trainings herauszufinden, wie es den gewünschten Zustand häufiger erreichen und stabilisieren kann.
Entscheidend ist nicht nur die Situation vor dem Computer. Strategien und Erfahrungen aus dem Training sollen auch beim Lernen und im Alltag nutzbar werden.
Wie wirksam ist Neurofeedback bei ADHS?
Neurofeedback wird seit vielen Jahren bei ADHS untersucht. Forschungsergebnisse zeigen Hinweise auf positive Effekte, gleichzeitig ist die Studienlage nicht so eindeutig, dass Neurofeedback als allgemeiner Ersatz für andere etablierte Behandlungen betrachtet werden sollte.
Neurofeedback kann im Rahmen eines Behandlungskonzeptes eine Möglichkeit sein. Ob es für ein bestimmtes Kind sinnvoll ist, sollte gemeinsam mit qualifizierten Fachleuten entschieden werden.
Worauf sollten Eltern achten?
Wie läuft ein Neurofeedback-Training ab?
Bei ADHS kommen je nach Situation verschiedene Maßnahmen infrage: beispielsweise Beratung und Psychoedukation, Unterstützung von Eltern und Schule, psychotherapeutische beziehungsweise verhaltenstherapeutische Maßnahmen und gegebenenfalls Medikamente. Neurofeedback kann eine ergänzende Möglichkeit sein, sollte aber eine wirksamere notwendige Behandlung nicht verzögern.



