Aufsatzhilfe: Schritt für Schritt zum Aufsatz

 

Diese Grundkenntnisse braucht Ihr Kind

Um einen guten Aufsatz zu schreiben, muss Ihr Kind einige Grundkenntnisse haben. Mit diesem Wissen kann es dann viele unterschiedliche Aufsatzformen (Bildergeschichte, Reizwortgeschichte, Nacherzählung, Zusammenfassung, Bericht u.a.) schreiben. Die wichtigsten Schritte finden Sie hier, detaillierte Informationen zu den einzelnen Aufsatzarten dann auf den Folgeseiten.

Bildergeschichte

Reizwortgeschichte

Nacherzählung

Personenbeschreibung

1. Schritt Aufsatzhilfe: Eine passende Überschrift finden

Die Überschrift sollte Ihr Kind auf jeden Fall so wählen, dass der Leser unbedingt wissen möchte, was in der Geschichte erzählt wird. Die Kunst besteht darin, diese Neugier mit einigen knappen Worten zu wecken, ohne jedoch den Inhalt der Geschichte schon zu verraten.

Wenn es ihm jetzt noch gelingt, eine gewisse Originalität in die Überschrift einzubringen, so ist die Aufgabe perfekt gelöst. So könnte eine gute Überschrift lauten:

  • Ein Geburtstag mit Überraschungen
  • Glück im Unglück für das neue Familienmitglied

 

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2. Schritt Aufsatzhilfe: Eine gute Einleitung schreiben

In der Einleitung geht es darum, die Leser zum Hauptteil der Geschichte hinzuführen. Dabei bietet es sich an, zunächst einmal die Hauptpersonen vorzustellen oder den Ort zu beschreiben, an dem die Geschichte spielt.

So kann der Leser sich ein Bild von den Rahmenbedingungen machen und wird mit allen grundlegenden Informationen versorgt, die er benötigt, um die folgende Handlung zu verstehen.

So könnte eine gute Einleitung lauten, beispielsweise wie in diesem Aufsatzmuster:

  • Am letzten Tag des Jahres wollte Tim noch einmal zum Fluss gehen. Der Neunjährige schnappte sich nach der Schule seinen Hund Billy und rannte los.
  • Lina hatte sich schon monatelang auf das neue Geschwisterchen gefreut, das sie nun durch eine Glasscheibe im Krankenhaus beobachtete.

3. Schritt Aufsatzhilfe: Einen Hauptteil mit Höhepunkt formulieren

Der Hauptteil der Geschichte nimmt den größten Platz ein. Hier sollte Ihr Kind langsam den Höhepunkt der Erzählung vorbereiten, indem es die Vorgänge ausgiebig schildert und alle Personen über ihre Gefühle und Empfindungen sprechen lässt.

Die wörtliche Rede ist ein geeignetes Mittel, um dem Leser die Gedanken und Wahrnehmungen der auftretenden Figuren zu verdeutlichen. Mit den folgenden Fragen kann Ihr Kind klären, ob es alle wichtigen Informationen für den Leser in den Hauptteil aufgenommen hat.

  • Wer ist die Hauptperson der Geschichte?
  • Was macht die Hauptpersonen, was passiert ihr, was fühlt sie, was erlebt sie?
  • Was ist zum Ort des Geschehens besonderes zu sagen?
  • Was genau passiert in der Geschichte, wem droht Gefahr, wer wird überrascht?
  • Welche Personen oder Tiere sind noch wichtig für die Handlung?
  • Wie verhalten sie sich?
  • Was ist der Höhepunkt oder die Pointe der Geschichte?

 

 

4. Schritt Aufsatzhilfe: Einen stimmigen Schluss finden

Am Ende einer Geschichte möchte niemand mehr lange Erklärungen lesen. Trotzdem wirkt eine Erzählung unvollständig, wenn sie direkt nach dem Erreichen des Höhepunktes endet.

Die meisten Leser möchten wissen, wie sich die ganze Situation auflöst und was die Hauptpersonen weiterhin machen. Dies ist in wenigen Sätzen zum Beispiel so erzählt.

  • Auch wenn Lina sich das Geburtstagsfest ganz anders vorgestellt hatte, freute sie sich doch über den neuen Gefährten. Glücklich und zufrieden schlief sie ein.
Die Aufsatzmaus als Gedankenstütze

Aufsatzmaus

 
5. Schritt Aufsatzhilfe: Gute Formulierungen finden

Damit eine Geschichte flüssig klingt, sollte Ihr Kind stets unterschiedliche Satzanfänge wählen und auch nicht mit beschreibenden Adjektiven und vielfältigen Verben geizen. Anfangs fällt es Schülerinnen und Schülern sehr schwer, nicht jeden Satz mit dem Wort -und- zu beginnen.

Geben Sie Ihrem Kind wie in diesem Aufsatzmuster daher eine Liste mit möglichen Alternativen an die Hand: z.B. – dann – anschließend – später – nach kurzer Zeit – danach – außerdem – im Anschluss – hernach – hinterher – usw.

Wenn die Fantasie gefragt ist

Häufig wird in der Schule auch erwartet, dass die Kinder sich eine eigene Geschichte ausdenken. Besonders schwer ist das, wenn nur ein thematischer Rahmen vorgegeben ist, z.B. eine Zukunftsgeschichte wie eine UFO-Landung, eine Tiergeschichte oder etwas aus dem Mittelalter mit Rittern und Pferden.

Ideen haben die Kinder meist viele, und genau da liegt das Problem. Anstatt diese Ideen nun einfach aufzuzählen und dabei vom eigentlichen Thema abzukommen, müssen sie genau wie in einer Erlebniserzählung einen bestimmten Rahmen einhalten.

 

 

Aufsatzhilfe: Geben Sie Ihrem Kind Anhaltspunkte, mit denen es eine Geschichte erfinden kann. Fragen Sie: „Wer soll vorkommen, was soll dieser Person passieren, wo soll die Geschichte spielen, wer spielt noch mit?“

Struktur ist auch hier wichtig

Und egal ob in der Zukunft, der Vergangenheit oder bei einer Fantasiegeschichte im Hier und Jetzt, die Struktur von Einleitung, Hauptteil und Schluss bleibt auch bei der ausgedachten Geschichte bestehen. So groß ist der Unterschied zum klassischen Aufsatz also nicht, er liegt lediglich im Inhalt.

In einer solchen Geschichte kann Ihr Kind Gefühle, Wünsche und Träume beschreiben, die es sich ausgedacht hat. Alles ist möglich, solange es sich um das Thema der Geschichte dreht.

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