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In einer Stellungnahme geht es darum, seine eigene Position mit Worten zu verdeutlichen. Das kann in einer Diskussion wichtig sein, für eine Begründung oder einfach in einem Gespräch. Sehr häufig wird eine Stellungnahme als Klassenarbeit verfasst, als Aufsatz.

Stellungnahme schreiben – so geht das

Es geht also um die Vertretung der eigenen Meinung, des eigenen Standpunktes. Dazu braucht man natürlich auch eine Meinung, muss also über das Thema gut nachdenken. Und dann kann es auch schon losgehen mit dem Schreiben der Stellungnahme.

Um dies zu tun, wird die eigene Position als These zunächst einmal der Stellungnahme vorangestellt. Zu vielen Dingen kann Stellung bezogen werden, zur politischen Entwicklung, zur Stadtplanung, zur Farbzusammenstellung eines Outfit oder zu den Fähigkeiten eines Pädagogen.

Darum geht es in einer Stellungnahme

Das Schreiben einer Stellungnahme ist leicht, wenn eine gewisse Vorgehensweise eingehalten wird. In einer Stellungnahme versuchst du, deinen eigenen Standpunkt zu einer Position oder einem Sachverhalt deutlich zu machen und diesen gegenüber anderen Personen zu begründen. Du kannst das in Form eines Leserbriefs machen, einer Beschwerde oder eines Kommentars. Wenn du mündlich Stellung beziehst, wird das Statement oder Meinungsäußerung genannt.

Für deine Begründung brauchst du gute Argumente und am besten auch ein Beispiel.

Beginne die Stellungnahme mit (d)einer These

In einer Klassenarbeit Stellungnahme schreiben kann das Thema sein: Auswirkungen von Smartphones auf Jugendliche und Kinder. Grundlage ist beispielsweise ein Zeitungsartikels eines bekannten Erziehungswissenschaftlers, der behauptet, durch Smartphone würden Jugendliche vereinsamen. Dazu muss nun eine eigene Meinung gebildet werden – eine These. Diese könnte lauten: These: Durch Smartphones können Jugendliche eher mehr als weniger Kontakte haben, werden also NICHT einsamer.

Aufgabe und These

Aufgabe: Nimm Stellung zu einem Zeitungsbericht über die Auswirkungen von Smartphones auf Jugendliche.

 

Suche nun Argumente für deine These

  • immer mehr Jugendliche haben ein Smartphone
  • das Smartphone wird jeden Tag stundenlang genutzt
  • mit dem Smartphone kann man schnell Kontakte knüpfen
  • durch das Smartphone kann man sich gut verabreden
  • mit dem Smartphone kann man viele Freunde gleichzeitig informieren
  • Verabredungen werden viel einfacher

Und wiederlege die anderen Argumente

  • das Smartphone ist ein Zeitfresser
  • mit dem Smartphone ist Mobbing ganz einfach
  • Smartphone Freunde sind keine echten Freunde
Stellungnahme schreiben
Was soll ich nur schreiben?

Stellungnahme schreiben: Argumente sortieren

Prüfe nun alle gesammelten Argumente im Hinblick auf deine These. Was spricht dafür, was dagegen? Wenn alle Argumente gesammelt und nach pro und contra sortiert sind, geht es an das Schreiben der Stellungnahme. Du weißt nun schon, in welche Richtung deine Stellungnahme geht. Ordne deine Argumente, sodass sie im Laufe deiner Stellungnahme immer stärker werden.

Dabei ist der folgende Aufbau sinnvoll.

Einleitung

Hier nimmst du Bezug auf den Schreibanlass (z.B. den Artikel des Erziehungswissenschaftlers) , erklärst worum es geht, wie dein eigener Standpunkt aussieht (also deine These) und welche Position du als Verfasser einnimmst.

Beispiel Einleitung:
In meiner Stellungnahme gehe ich auf eine Behauptung von XY ein, der behauptet , dass Jugendliche durch Smartphones vereinsamen. Ich denke, dass das Ggenteil der Fall ist und das werde ich im Folgenden argumentativ belegen.

Stellungnahme schreiben
Hauptteil

Hier hast du nun viel Platz dafür, deinen Standpunkt durch verschiedenste Argumente zu begründen. Nenne jeweils ein Argument und gibt ein gutes Beispiel dafür. Du kannst natürlich wissenschaftliche Untersuchungen zitieren, aus seiner eigenen Erfahrung sprechen oder berichten, was der andere erzählt haben.

Beispiel: Hauptteil
Smartphones haben viele Vorteile für Jugendliche. Heute haben 95 Prozent aller Jugendlichen bereits ein Smartphone. Es ist das Kontaktmittel Nummer 1. Kommunikation findet über Social Media statt, wer da nicht mitmachen kann, wird schnell zum Außenseiter. Das sind die Vorteile.

  • Sie sind überall und jederzeit erreichbar.
  • Sie können zu vielen Freunden gleichzeitig Kontakt haben.
  • Verabredungen sind viel einfacher als früher.
  • Es ist auch einfacher durch Smartphones eue Freunde zu finden oder online miteinander zu spielen.
  • Entfernungen spielen nicht mehr so eine große Rolle.

Beweis: Der Anteil der Smartphone-Besitzer unter den 12- bis 13-Jährigen beläuft sich auf 95 Prozent. Die intelligenten Mobiltelefone sind für viele ein wichtiger Teil des alltäglichen Lebens geworden. Quelle: de.statista.com (2019)

Gegenargumente sind nicht haltbar

Sicher gibt es auch Gefahren, zum Beispiel Mobbing, aber mit einer guten Medienaufklärung kann man das in den Griff kriegen. Medienaufklärung wird in den Schulen ab Klasse 5 immer stärker forciert. Dadurch schrumpfen auch die Gefahren für die Jugendlichen.

Schlussteil

Hier kannst du nun ein Fazit ziehen, das sich aus den vorausgegangenen Argumentationen ergibt. Stelle eventuell Forderungen an die Politik, beispielsweise Smartphones und Schulen vollkommen zu verbieten. Du kannst Lösungsvorschläge für aktuelle Probleme machen oder auch feststellen, dass deine These nicht haltbar ist.

Beispiel: Schluss
Fazit: Bei einem vernünftigen Gebrauch und bei Aufklärung besteht keine Gefahr, dass Jugendliche durch Smartphones vereinsamen. Sie müssen allerdings früh lernen, mit den Socialen medien und ihren Smartphones verantwortungsbewusst umzugehen.

Stellungnahme zu Smartphones für Jugendliche
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