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Eltern spüren es, wenn ihr Sohn hochsensibel ist

hochsensible JungenEltern eines hochsensiblen Jungen stellen die Existenz dieses Wesenszuges nicht in Frage. Besonders betroffen sind dabei die männlichen hochsensiblen Kinder. Aufgrund ihrer Empfindsamkeit haben sie es im Alltag schwerer, sich in der “rauen” Männerwelt zu behaupten. Sie sind lärm- und geruchsempfindlich, reagieren sensibel auf emotionale Schwingungen und mögen Auseinandersetzungen und Konflikte nicht. Das zieht sich durch alle Lebensbereiche: den Kindergarten, die Schule, die Ausbildung, die Arbeit, den Freundeskreis und die Familie. Hochsensible Jungen werden stärker kritisiert und eher ausgegrenzt als hochsensible Mädchen, weil ihr Verhalten dem klassischen Rollenbild eines Mannes nicht immer entspricht.

Hochsensible Jungen sind schnell überreizt

Ihre Empfindlichkeit äußert sich nicht immer in zurückhaltendem oder ängstlichem Verhalten. Sie geraten schnell in einen Überreizungszustand hinein und können sich dann nur schwer beruhigen. Wutanfälle mit starken Weinattacken, eine Folge der Überforderung, können besonders bei kleinen Kindern immer wieder auftreten. Die hochsensiblen Jungen haben meistens unumstößliche Kleidungsregelungen, nur wenige enge Freunde, führen endlose Diskussionen und neigen zu großen Dramen. Sie legen jedes Wort auf die Goldwaage und haben einen sehr direkten Kontakt zu ihren Gefühlen. Hochsensible Jungen können sehr anstrengend sein, wenn ihre Eltern, Lehrer und Freunde nicht wissen, wie sie auf die extreme Form der Wahrnehmung reagieren sollen. Diese Jungen, die empfindsam, zurückhaltend und nachdenklich aber ebenso aufbrausend und unbeherrscht sind, haben eine dünne Haut. Sie nehmen Dinge wahr, die anderen entgehen. Es sind besondere Kinder mit einem feinen Gefühl für die Zwischentöne, einem Gespür für Ungerechtigkeit und einem oft langsameren Lebenstempo, weil sie die vielen unterschiedlichen Eindrücke und Details erst verarbeiten müssen.

Gabe oder Fluch?

Gabe oder Fluch? HochsensibilitätHochsensibilität ist eine Gabe und ein Fluch, je nachdem wie die Umwelt darauf reagiert. Besonders hypersensible Jungen können unter diesem Wesenszug leiden, denn von einem Jungen wird erwartet, sich dem typischen Verhalten der “wilden Kerle” anzuschließen. Doch hochsensible Jungen fühlen sich in quirligen, lauten Gruppen nicht wohl. Sie mögen es ruhig, überschaubar und sicher. Durch ihre vorsichtige und zurückhaltende Art schützen sie sich vor den vielen Umweltreizen, denen sie sich mehr als andere ausgeliefert fühlen.

Hochsensible Jungen können leicht zu Außenseitern werden

Heulsuse und WeicheiHeulsuse und Weichei sind nur einige beleidigende Namen, die sich solche empfindsamen Jungen anhören müssen. Die Seelchen, zartbesaiteten Mimosen oder Muttersöhnchen sind jedoch keine “Warmduscher”, sondern nur besonders feinfühlig und daher empfindlicher. Im Gegenteil, in ihrer Wahrnehmungswelt müssen sie mit wesentlich mehr Anforderungen zurechtkommen, als andere Kinder. Um sich weitgehend normal zu verhalten, müssen sie intensive Empfindungen überspielen. Das ist anstrengend und kostet Energie.

Achtung: Die Opferrolle wartet schon

Wenn sie als Kind nicht von Erwachsenen verstanden, geschützt und bestärkt werden, landen sie leicht in der Rolle des Opfers, Außenseiters oder Sonderlings. Besonders jüngere Kinder haben wenig Verständnis dafür, wenn jemand anders ist oder sich merkwürdig verhält. Gespräche können dabei helfen, Verständnis für die hochsensiblen Jungen zu erreichen. Häufig ist dafür aber gar keine Zeit. Die hochsensiblen Kinder müssen lernen, mit ihrer intensiven Form der Wahrnehmung zurechtzukommen. Ihren eigenen Weg zu finden, ihre Belastungsgrenzen zu kennen und das Leben danach auszurichten, ist ein wichtiges Erziehungsziel.

Hochsensibilität – machen Sie den Test!

 

Das können hochsensible Jungen richtig gut

  • Hochsensible Jungen sind gute Zuhörer. Sie erkennen die Zwischentöne menschlicher Kommunikation besser, je älter sie werden.
  • Sie sind nachdenklich und fragen gerne nach. Sie interessieren sich für die Hintergründe und möchten diese verstehen.
  • Hochsensible nehmen viele Details auf, schauen genau hin, können gut analysieren.
  • Sie merken sich viele Details, haben ein gutes Gedächtnis.
  • Ältere hochsensible Jungen und Erwachsene denken viel über sich und andere nach.
  • Da sie ständig eine Vielfalt von Reizen und Informationen aufnehmen, steigert sich auch ihre Komplexität im Denken.
  • Hochsensible Jungen haben oft ein gutes Körpergefühl und lernen intuitiv.
  • Da sie Töne, Klänge, Gerüche und Farben intensive wahrnehmen, haben sie oft auch eine musische oder künstlerische Ader.
  • Sie sind häufig sehr verantwortungsbewusst, sowohl ihrer eigenen Gesundheit als auch dem Wohlergehen anderer gegenüber.
  • Sie empfinden Gefühle intensiver als andere, sowohl die schönen als auch die negativen. Dadurch erleben sie wunderbare Glücksgefühle und tiefe Verzweiflung.

Ist unser Sohn hochsensibel?

IUta Reimann-Höhnn der öffentlichen Wahrnehmung werden hochsensible Jungen trotzdem skeptischer betrachtet als hypersensible Mädchen. Ihre defensive Art macht es den Jungen schwerer, sich im Alltag zu behaupten. Das zieht sich durch alle Lebensbereiche, den Kindergarten, die Schule, die Ausbildung, die Arbeit, den Freundeskreis und die Familie.

 

Ist unser Sohn hochsensibel?

Hochsensibilität und die Wohltat von Ritualen

Rituale tun gut bei HochsensibilitätWer immer wieder von der Fülle der Eindrücke überrascht und übermannt wird, weiß die Sicherheit von Vertrautem zu schätzen. Je weniger sich ein hochsensibler Junge mit den sich ständig verändernden, aktuellen Ereignissen auseinandersetzen muss, desto entspannter fühlt er sich. Das beginnt schon morgens beim Aufwachen. Ein vertrauter Ablauf der morgendlichen Routine wirkt beruhigend, ganz egal wie er aussieht. Eine gleichbleibende Uhrzeit beim Aufstehen, der Ablauf im Badezimmer, das vertraute Frühstück und der Ort, an dem die Kleidung schon vorbereitet liegt, schaffen eine Sicherheit, die hochsensible Kinder sehr zu schätzen wissen. Auch ein gleichbleibender Schulweg, der vertraute Sitzplatz in der Klasse, das leckere Pausenbrot und die Situation nach dem Unterricht wirken sich positiv aus, wenn sie möglichst unverändert bleiben.

Diese Rituale können hochsensiblen Jungen helfen

  • gemeinsames Kuscheln vor dem Aufstehen sorgt für einen positiven Start in den Tag
  • gleich bleibendes Power-Frühstück vor der Schule gibt Kraft und Energie
  • High-five beim Abschied an der Wohnungstür und ein aufmunternd Kuss motivieren für den Tag
  • ein bestimmter Spruch, der als Mutmacher den Schulweg begleitet
  • ein Talisman, der in der Hosentasche wohnt und in schwierigen Situationen gestreichelt werden kann
  • eine feste Uhrzeit für die Hausaufgaben, die Raum für Verabredungen lässt
  • ein geregelter Ablauf am Nachmittag, nach der Schule, der auch Ruhephasen berücksichtigt
  • ein Kuscheltier zum Einschlafen oder für Übernachtungen
  • Vorlesen vor dem Zubettgehen oder ein Hörbuch hören
  • eine bestimmte Art vor dem Schlafen die Bettdecke um sich herum zu stopfen
  • ein Glas Milch und ein Keks bei den Hausaufgaben
  • Mut-Mach-Sätze für Klassenarbeiten
  • das Singen eines bestimmten Liedes, wenn die Familie in Urlaub fährt

 

Alles Neue ist eine Herausforderung

Alle neuen Situationen und Veränderungen stellen für hochsensible Jungen eine große Herausforderung dar. Auch ungeklärte Abläufe können sie stark verunsichern. Ihre Gedanken drehen sich dann um das akute Problem und finden kein Ende. Es fällt ihnen schwer, sich einem anderen Thema zuzuwenden oder sich auf etwas anderes zu konzentrieren.

So geht es Johannes, dem hochsensiblen Jungen

hochsensible JungenJohannes geht in die dritte Klasse und kommt mit seinem Klassenlehrer sehr gut zurecht. Es herrschen klare Strukturen. Zu Beginn des Unterrichts werden immer die Hausaufgaben kontrolliert, erst dann wendet sich die Klasse dem aktuellen Thema zu. Durch eine vierwöchige Vertretung ändert sich diese Struktur. Plötzlich werden die Hausaufgaben nicht mehr jeden Tag kontrolliert, manchmal auch erst am Ende des Unterrichtstages statt direkt nach Unterrichtsbeginn. Das verunsichert den Schüler, der aus dem morgendlichen Feedback positive Kraft für den ganzen Schultag zieht. Johannes ist verunsichert. Er weiß nun nicht mehr genau, ob seine Hausaufgaben richtig sind und er alles verstanden hat. Schon abends grübelt er darüber nach, wie der neue Lehrer mit den Hausaufgaben am nächsten Tag wohl umgehen wird. Es belastet ihn sehr, dass das vertraute Ritual der Hausaufgabenkontrolle nicht mehr regelmäßig stattfindet. Er hat das Gefühl, seine Leistungen nicht richtig einschätzen zu können.

Hausaufgaben und das passende Ritual helfen Johannes

Solange Johannes zu Beginn jeden Unterrichtstages eine Rückmeldung über seine Hausaufgaben bekommen hat, konnte er dieses Thema entspannt betrachten. Das vertraute Ritual bedeutete für ihn den positiven Einstieg in den Schultag. Das Fehlen dieses Rituals verunsichert Johannes. Gerade in der Situation eines Lehrerwechsels wäre es für ihn wichtig, dass die Rahmenbedingungen gleich bleiben. Hochsensible Jungen brauchen mehr als andere Kinder Vertrauen und Halt, damit sie einen von Wahrnehmungseindrücken vollgestopften Tag gut überstehen können.

Rituale sind eine gute Möglichkeit, hochsensiblen Jungen diesen Halt zu geben. Über den ganzen Tag verteilt schaffen sie eine sichere und vertraute Atmosphäre. Unerwartete Ereignisse, Reizüberflutung und beängstigende Situationen können so schnell wieder aufgelöst werden.

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