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4 Tipps gegen den Handy-Terror

 4 Tipps gegen den Handy TerrorNeben schlechten Noten, rüpelhaften Benehmen und einer Entfremdung vom eigenen Kind ist der Umgang mit dem Smartphone (oder dem PC) das Hauptthema in Familien mit pubertierenden Jugendlichen. Viele Eltern haben die ständigen Diskussionen satt und wissen einfach nicht, wie sie dies Mediennutzung stressfrei begrenzen können. Unsere 4 Tipps gegen den Handy Terror helfen dabei, den Alltag zu entstressen.

In den letzten Jahren hat sich das Freizeitverhalten der Jugendlichen gravierend verändert. Anstatt sich mit Freunden zu treffen oder jeden Nachmittag in Vereinen verschiedenen Sportarten nachzugehen, sitzen die Teenager heute lieber vor Ihrem PC oder ihrem Smartphone und lassen sich in der digitalen Welt unterhalten.

Eigentlich könnten die Eltern doch beruhigt sein, denn die Beschäftigung mit dem Smartphone verhindert einige der typischen Gefahren, vor denen sie noch vor einigen Jahren so viel Angst hatten. Koma saufen, Drogenselbstversuche oder die Gefahren eines nächtlichen Heimweges nehmen längst nicht mehr so viel Raum ein wie früher. Doch die Ruhe ist trügerisch.

In der digitalen Welt drohen andere Gefahren als in der realen Welt

Anstatt sich in der Phase des Heranwachsens körperlich auszutoben, durch die Gegend zu streifen und Grenzen zu testen, verlieren sich viele Jugendliche in Computerspielen, werden ein Serienjunkie oder verbringen unglaublich viel Lebenszeit in den sozialen Medien. Dabei sind die digitalen Angebote so unterhaltsam, spannend und bindend, dass sie nicht selten ein Suchtverhalten auslösen. Und genau hier liegt das Problem, die Kids finden einfach kein Ende. Sie verlieren die Fähigkeit, sich der Attraktivität der digitalen Angebote zu entziehen.

Teufelskreis Nachrichten – Tipps gegen den Handy Terror

Teufelskreis HandyIn vielen Fällen ist das wie ein Teufelskreis, bei dem ein Medium nach dem anderen abgefragt werden muss, um nichts zu verpassen. Ist der Jugendliche am Ende der Reihe angelangt, könnte schon wieder in einem anderen Kanal eine neue Nachricht warten. Zusätzlich erinnern Töne und Signale (Push-Nachrichten) die Teenager daran, ihre Nachrichten abzurufen und darauf zu reagieren. Jede Nachricht, jede Mail muss schnell beantwortet werden, um nicht in den sozialen Gruppen durch Missachtung abgestraft zu werden.

Klare Regeln helfen bei der Handynutzung

Manche Eltern bauen darauf, dass ihre Kinder ohne Unterstützung oder Reglementierung selber verantwortungsbewusst mit dem Smartphone umzugehen lernen. Meiner Ansicht nach ist das der falsche Weg. Kinder müssen Medienkompetenz lernen, und zwar von ihren Eltern. Ich bin überzeugt davon, dass auch die Jugendlichen beim Umgang mit ihrem Handy in der Pubertät noch die Unterstützung der Eltern brauchen, wenn auch nach und nach immer weniger. Hier helfen klare Regeln, auch wenn sie nicht auf die Zustimmung der Teenager stoßen. Unbedingt dazu gehören Handy freie Zeiten. Anstatt mit Drohungen und Druck geht das Durchsetzen solcher Regeln auch auf charmante Art und Weise, wie das folgende Foto zeigt.

Tipp 1 gegen den Handy Terror: Das Handy-Hotel

 4 Tipps gegen den Handy TerrorZu welcher Uhrzeit die Smartphones im „Hotel“ sein müssen, darf jede Familie selber aushandeln. Je jünger die Kinder sind, desto früher müssen die Handys abgegeben werden. Auch für ältere Jugendliche ist das Handyhotel eine tolle Lösung, denn immer wieder gibt es Probleme durch Überhitzung unter der Bettdecke.

Positiver Nebeneffekt: Am nächsten Morgen ist das Smartphone aufgeladen und bereit für einen neuen Arbeitstag.

 

Tipp 2 gegen den Handy Terror: Eigenes Nutzungsverhalten kontrollieren

Fragen Sie mal Ihren Teenager, wie oft er am Tag zum Smartphone greift und wie viel Zeit er online verbringt. Vermutlich liegt seine Schätzung deutlich unter dem realen Gebrauch. Um die Handynutzung zu kontrollieren, können Sie eine der zahlreichen Apps installieren, die jeden Zugriff genau protokolliert. Am Ende des Tages oder am Ende der Woche können die Daten als Diskussionsgrundlage dienen, um das Nutzungsverhalten zu regulieren. Vielleicht ist Ihr Kind selber geschockt, wie viel Zeit es mit seinem Handy verbringt.

Apps zur Analyse der Telefonnutzung

  • Quality Time
  • Off-Time
  • App-Usage
  • Detox – Prokrastination Blocker/Fokus App

Tipp 3 gegen den Handy Terror: Die Forest-App belohnt Durchhaltevermögen

Jeder Jugendliche und jeder Erwachsene kennt es, die Dauerablenkung durch Geräusche aus dem Smartphone. Gerade erst hat Ihr Teenager mit den Hausaufgaben begonnen, liest vielleicht in einem Sachbuch oder beginnt einen Bericht zu schreiben, da wird er aus seiner Konzentration gerissen, weil das Handy brummt. Nur den wenigsten gelingt es, die Geräusche auszublenden und nicht zu reagieren. Natürlich können Push Nachrichten einfach ausgestellt und die Lautstärke des Smartphones herunter geregelt werden. Die Forest-App als Tipp gegen den Handy Terror geht noch etwas weiter. Sie arbeitet mit positiver Bestätigung für handyfreie Nutzungszeit. Je länger ihr Jugendlicher den Griff zum Smartphone hinausgezögert, desto besser gedeiht (s)ein Wald. Gibt er jedoch nach, stirbt (s)ein Baum.

So funktioniert die kluge App

Zu Beginn legt Ihr Kind seinen eigenen Arbeits- und Pausenrhythmus fest, beispielsweise im 30 Minuten Abstand. Gelingt es ihm, die Finger 30 Minuten lang vom Smartphone zulassen, wächst ein Baum. Schaut Ihr Kind früher auf das Smartphone, geht der Baum ein. Das Baumsterben wird begleitet von einem miesen Gefühl; und wird beim nächsten Mal möglichst vermieden. Die Forest App ist kostenlos und sowohl für Android als auch für apple Nutzer erhältlich.

Natürlich gibt es inzwischen eine Reihe von ähnlichen Apps, die das Handy ausbremsen. Eine Liste von weiteren  solcher Apps finden Sie hier: www.topappslike.com/forest/

Tipp 4 gegen den Handy Terror: Schutzsoftware installieren und Handy sperren

In vielen Familien ist Screentime die Schutzsoftware der Wahl. Die App gibt es als reduzierte Version kostenlos und mit vielen zusätzlichen Funktionen für rund 40 € im Jahr. Sie erlaubt zahlreiche Einstellungen, beispielsweise verschiedene Nutzungsphasen, einen Passwortschutz gegen die Deinstallation, das Blockieren bestimmter Apps, Spontansperrungen und tägliche Berichte per E-Mail an die Eltern.

Handynutzung: Die totale Kontrolle ist eine Illusion

4 Tipps gegen den Handy-TerrorJede Vereinbarung, jede Schutzsoftware oder App ist ein Schritt näher zu sinnvollen Mediennutzung, absolute Sicherheit verspricht das aber nicht. Die meisten Jugendlichen sind sehr clever und finden früher oder später eine Möglichkeit, Verbote zu umgehen und Sperrungen aufzuheben.

Auf YouTube gibt es zahlreiche Tutorials, die erklären, wie Sperren umgangen werden können. Selbst wenn das WLAN nachts ausgestellt wird, können Eltern nicht sicher sein, ob ihr Ihr Teenager nicht möglicherweise über den Zugang des Nachbarn ins Internet geht. Und sogar wenn das Handy eingezogen wird, haben manche Jugendliche sich klammheimlich ein zweites für den Notfall angeschafft.

Regeln müssen immer wieder angepasst werden

Je älter die Kinder werden, desto wichtiger ist es, miteinander zu sprechen und auf gegenseitiges Vertrauen zu bauen. Dazu gehört auch, die wachsende Medienkompetenz der Jugendlichen anzuerkennen. Und eins ist auch klar: Es gehört in der Pubertät einfach dazu, Grenzen auszutesten und Regeln zu ignorieren.

Nächtliches Surfen, der Besuch verbotener Internetseiten oder ein Spiel über der eigenen Altersgrenze zu testen, gehört bei vielen Jugendlichen einfach dazu, ebenso wie das Rauchen einer Zigarette oder ein heimliches Bier. Dann ist es Aufgabe der Eltern, mit liebevoller Konsequenz zu reagieren und unmissverständlich klarzumachen, dass sie dieses Verhalten nicht tolerieren. Eine klare Haltung der Erwachsenen ist für Heranwachsende sehr wichtig, auch wenn sie sich immer wieder über Grenzen hinweg setzen.

Fazit: Handynutzung bleibt auf der Agenda

Regeln, Schutzsoftware und Apps können dabei helfen, die Handynutzung einzuschränken. Letztlich müssen Eltern mit ihren Teenagern aber immer wieder das Gespräch suchen, um den Umgang mit dem Smartphone zu begleiten. Nur dann sind die Kinder und Jugendlichen geschützt vor den 5 größten Gefahren im Internet.

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