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Literatur zu Hochbegabung
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Ab 130 hochbegabt

Als hochbegabt gelten die ungefähr zwei Prozent aller Menschen, die einen Intelligenzquotienten von mindestens 130 besitzen - der Durchschnitt liegt bei 100. Andere Testverfahren geben das Ergebnis als Prozentrang an, ein hochbegabter Mensch hat demnach einen Prozentrang von mindestens 98. Dabei darf man allerdings nicht aus den Augen verlieren, dass Intelligenztests umstritten sind.
Intelligenz läßt sich nicht genau vermessen, und nicht allein die Leistung in bestimmten festgelegten Bereichen sagt etwas über einen Menschen aus. Auch das Ergebnis ist nicht absolut, sondern hängt von verschiedenen Faktoren ab: Ist das Kind am Testtag in Form? Stimmt die Chemie zwischen Kind und Tester? Ist es durch negative Erfahrungen so blockiert, dass es beim Test gar nicht sein wahres Potential enthüllt?
Ungünstige Testbedingungen können das Ergebnis verfälschen; ein Kind scheint dann weniger begabt als es ist.
Umgekehrt wird jedoch kein Kind durch Zufall ein auffallend gutes Testergebnis erzielen. Es ist, schlicht gesagt, leichter, sich dumm zu stellen, als sich fälschlich als überdurchschnittlich intelligent zu präsentieren.

IQ-Tests können helfen
So umstritten und unzulänglich Tests sein mögen - so lange Schulpsychologen, Lehrer und Schulverwaltungsämter solche Unterlagen verlangen, um z.B. dem Überspringen einer Klasse zuzustimmen, sind Tests eine notwendige Hilfe, um mit Aussicht auf Erfolg argumentieren zu können.
Zudem hilft das Ergebnis vielen Kindern, sich selbst in der Welt besser einschätzen zu können. Die Erfahrung zeigt, dass Kinder, die sich in ihrer Haut nicht wohl fühlten, ohne recht zu wissen warum, das Testergebnis häufig mit einem Aufatmen quittieren.
Häufig wird zu einem Test bei einem dafür qualifizierten und erfahrenen Psychologen geraten, um andere Ursachen für Probleme in der Schule oder im sozialen Umfeld auszuschließen.
Wichtig: Intelligenztests machen den Kindern Spaß! Wenn nicht, ist das Ergebnis nicht relevant.
Die Kosten für solche Tests werden von den Krankenkassen nur übernommen, wenn sie von einem Kinder- und Jugendpsychiater oder von einer Klinik durchgeführt werden.
Sonst fallen Kosten an. Seriöse Tester, die ihre Arbeit gut machen, testen pro Tag höchstens zwei Kinder. [weiter zu: Interview mit einer Mutter]