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Eine Berufsausbildung erhöht die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Um einen Ausbildungsplatz zu finden, müssen neben einem guten Schulabschluss soziale und methodische Kompetenzen, sogenannte Soft Skills, vorhanden sein. Ob man zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, hängt jedoch entscheidend von den Bewerbungsunterlagen ab.

Mit einem guten Schulabschluss steigen die Chancen auf einen Ausbildungsplatz
Der Einstieg ins Berufsleben ist für Jugendliche nicht immer einfach. Besonders junge Menschen mit einem niedrigen Schulabschluss oder ohne Abschluss haben häufig größere Schwierigkeiten, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden. Umso wichtiger ist es, die eigenen Möglichkeiten während der Schulzeit bestmöglich zu nutzen und vorhandenes Wissen auch in Klassenarbeiten und Prüfungen abrufen zu können.
Manchmal scheitert eine bessere Note nämlich gar nicht am fehlenden Wissen. Flüchtigkeitsfehler, mangelnde Konzentration oder Zeitdruck können dazu führen, dass unnötig Punkte verloren gehen. Mit gezielten Tipps gegen Flüchtigkeitsfehler können Schülerinnen und Schüler lernen, sorgfältiger zu arbeiten und ihre tatsächlichen Fähigkeiten besser zu zeigen.
Auch Prüfungsangst und Schulstress können die Leistung beeinträchtigen. Wer Strategien entwickelt, um mit Stress und Nervosität besser umzugehen, kann sich in Prüfungssituationen leichter konzentrieren. Das kann nicht nur die Noten verbessern, sondern auch auf dem Weg zu einem erfolgreichen Schulabschluss helfen.

Die Bewerbung: Der erste Eindruck zählt
Ist der Schulabschluss geschafft und ein interessanter Ausbildungsplatz gefunden, beginnt die nächste Herausforderung: die Bewerbung. Hier lohnt es sich, sorgfältig zu arbeiten. Denn die Bewerbungsunterlagen entscheiden mit darüber, ob jemand in die engere Auswahl kommt und zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird.
Neben Schulabschluss und Noten können auch zusätzliche Fähigkeiten interessant sein. Dazu gehören beispielsweise Fremdsprachenkenntnisse, Computerkenntnisse, handwerkliche Fähigkeiten, ehrenamtliches Engagement, Praktika oder Erfahrungen aus Nebenjobs. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Fähigkeiten aufzuzählen. Besser ist es, diejenigen hervorzuheben, die tatsächlich zum gewünschten Ausbildungsplatz passen.
Das Anschreiben sollte deutlich machen, warum sich der oder die Jugendliche gerade für diese Ausbildung und dieses Unternehmen interessiert. Allgemeine Formulierungen wirken schnell austauschbar. Persönlicher und überzeugender wird die Bewerbung, wenn konkrete Stärken genannt und möglichst mit einem Beispiel belegt werden.
Der Lebenslauf muss übersichtlich sein
Ein wichtiger Bestandteil der Bewerbung ist der Lebenslauf. Personalverantwortliche sollten darin schnell erkennen können, welche schulischen Stationen, Erfahrungen und Kenntnisse ein Bewerber oder eine Bewerberin mitbringt.
Online-Vorlagen und Lebenslauf-Editoren können bei der Gestaltung helfen. Sie ersetzen jedoch nicht die sorgfältige Kontrolle. Ein Lebenslauf sollte übersichtlich aufgebaut, gut lesbar und möglichst fehlerfrei sein. Rechtschreibfehler, unterschiedliche Schriftarten, verrutschte Abstände oder unvollständige Angaben können einen nachlässigen Eindruck vermitteln.
Für Schülerinnen und Schüler sowie Schulabgängerinnen und Schulabgänger gehören insbesondere folgende Angaben in den Lebenslauf: Kontaktdaten, schulischer Werdegang, angestrebter oder erreichter Schulabschluss, Praktika, Nebenjobs sowie relevante Kenntnisse und Fähigkeiten. Auch Fremdsprachen, Computerkenntnisse oder besonderes Engagement können genannt werden, wenn sie für die Bewerbung von Bedeutung sind.
Persönliche Angaben wie Geburtsdatum oder Geburtsort sind heute nicht zwingend erforderlich. Auch ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland grundsätzlich freiwillig. Wer sich für ein Foto entscheidet, sollte allerdings auf eine professionelle und zur angestrebten Stelle passende Aufnahme achten.
Chronologischer oder funktionaler Lebenslauf – welche Form eignet sich besser?
Für Jugendliche und Berufseinsteiger ist in der Regel ein übersichtlich aufgebauter tabellarischer Lebenslauf die beste Wahl. Üblich ist heute die umgekehrt chronologische Reihenfolge: Die aktuellste Station steht zuerst, danach folgen frühere Stationen.
Bei Schülerinnen und Schülern kann beispielsweise zunächst die aktuell besuchte Schule mit dem voraussichtlichen Abschluss genannt werden. Danach folgen Praktika, Nebenjobs, ehrenamtliche Tätigkeiten und weitere relevante Erfahrungen.
Ein funktionaler Lebenslauf stellt dagegen Fähigkeiten und Erfahrungen stärker nach Themenbereichen zusammen. Diese Form kann für Menschen mit umfangreicher Berufserfahrung interessant sein, ist für eine erste Bewerbung um einen Ausbildungsplatz jedoch meistens weniger geeignet.
Auch Lücken im Lebenslauf müssen nicht automatisch problematisch sein. Wichtig ist vielmehr, ehrlich mit ihnen umzugehen. Zeiten der Berufsorientierung, Auslandsaufenthalte, Praktika oder andere sinnvolle Aktivitäten können entsprechend angegeben werden.
Jede Bewerbung sollte zum Ausbildungsplatz passen
Eine Bewerbung sollte nicht einfach unverändert an zehn oder zwanzig Unternehmen geschickt werden. Personalverantwortliche erkennen häufig schnell, ob ein Anschreiben individuell erstellt oder lediglich der Firmenname ausgetauscht wurde.
Deshalb lohnt sich vor der Bewerbung ein Blick auf die Website des Unternehmens. Was macht der Betrieb? Welche Ausbildung wird angeboten? Welche Fähigkeiten werden erwartet? Und warum könnte genau dieses Unternehmen interessant sein?
Wer diese Informationen aufgreift, kann wesentlich konkreter formulieren. Statt lediglich zu schreiben „Ich bin teamfähig und zuverlässig“, ist ein Beispiel überzeugender: Vielleicht hat die Schülerin bei einem Praktikum bereits im Team gearbeitet, Verantwortung in einem Verein übernommen oder regelmäßig einen Nebenjob ausgeübt.
Der Schreibstil sollte dabei klar, freundlich und professionell sein. Jugendliche müssen sich jedoch nicht künstlich besonders förmlich ausdrücken. Eine Bewerbung darf durchaus persönlich klingen – solange Sprache und Ton zum Unternehmen und zur ausgeschriebenen Stelle passen.
Vor dem Absenden noch einmal alles kontrollieren
Gerade bei einer Bewerbung können kleine Fehler ärgerlich sein. Deshalb sollten Anschreiben und Lebenslauf vor dem Versand noch einmal sorgfältig geprüft werden. Hilfreich ist es, die Unterlagen zusätzlich von einer anderen Person gegenlesen zu lassen.
Dabei sollten nicht nur Rechtschreibung und Grammatik kontrolliert werden. Stimmen der Firmenname und der Name der Ansprechperson? Sind alle Anhänge vorhanden? Ist die E-Mail-Adresse seriös? Sind Lebenslauf und Anschreiben einheitlich gestaltet? Und wurden die richtigen Dateien angehängt?
Ob eine Bewerbung morgens, mittags oder am Freitagnachmittag verschickt wird, ist dagegen weit weniger entscheidend als ihre Qualität und die Einhaltung der Bewerbungsfrist. Bei einer ausgeschriebenen Stelle sollte deshalb nicht unnötig auf einen vermeintlich perfekten Versandzeitpunkt gewartet werden.
Ein überzeugendes Anschreiben und ein übersichtlicher Lebenslauf können die Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch verbessern. Noch wichtiger ist jedoch, dass die Bewerbung authentisch bleibt. Jugendliche müssen sich nicht als perfekte Bewerber präsentieren. Sie sollten zeigen, was sie bereits können, was sie interessiert und warum sie diesen Beruf lernen möchten.
Sorgfalt zahlt sich dabei aus: Wer Flüchtigkeitsfehler vermeidet, seine Stärken kennt und seine Bewerbung auf den jeweiligen Ausbildungsplatz abstimmt, schafft gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben.














