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Viele Kinder sind beim Schreiben unsicher: Heißt es im Aufsatz du oder man? Die Antwort lautet: Das kommt auf die Aufsatzform an. In einem Bericht oder einer Erörterung wirkt die Man-Form meist sachlicher und passender. Sie hilft dabei, Informationen neutral darzustellen oder Argumente allgemein zu formulieren. Die Du-Form ist dagegen persönlicher und deshalb in sachlichen Texten oft unpassend.
Anders sieht es bei einigen anleitenden Texten aus, zum Beispiel bei einer Vorgangsbeschreibung oder einer Wegbeschreibung. Dort können je nach Aufgabe sowohl du als auch man erlaubt sein. Wichtig ist vor allem: Entscheide dich für eine Form und bleibe konsequent dabei.
Damit Kinder ihren Text am Ende selbst prüfen können, habe ich eine praktische Checkliste zu du oder man im Aufsatz erstellt. Sie zeigt für die häufigsten Aufsatzarten ab Klasse 5, welche Form passt und worauf man beim Überarbeiten achten sollte. So wird aus Unsicherheit schnell mehr Klarheit.

Diese Checkliste kannst du hier als pdf downloaden.
Checkliste: Habe ich „du“ und „man“ richtig verwendet?
Name: ____________________
Datum: ____________________
Aufsatzform: ____________________
1. Zuerst prüfe ich meine Aufsatzform
- Ich weiß, welche Aufsatzform ich geschrieben habe.
- Ich habe darauf geachtet, welche Form dazu passt: du, man oder eher keine von beiden.
- Ich habe nicht wahllos zwischen du und man gewechselt.
- Ich habe die gewählte Form im ganzen Text konsequent verwendet.
Bericht
- Ich habe sachlich und genau geschrieben.
- Ich habe den Leser nicht direkt mit „du“ angesprochen.
- Ich habe, wenn nötig, die Man-Form verwendet.
- Mein Text klingt neutral und glaubwürdig.
- Ich habe keine umgangssprachlichen Formulierungen benutzt.
Merke: Im Bericht passt meistens man, du ist in der Regel unpassend.
Erlebniserzählung
- Ich habe mein Erlebnis lebendig und anschaulich erzählt.
- Ich habe geprüft, ob du oder man überhaupt nötig ist.
- Ich habe wörtliche Rede passend eingesetzt.
- Ich habe nicht unbeabsichtigt zwischen verschiedenen Anredeformen gewechselt.
- Mein Text passt zur Erzählperspektive.
Merke: In der Erlebniserzählung stehen oft ich, wir, er oder sie im Vordergrund. Du und man sind hier meist nicht die Hauptform.
Brief / E-Mail
- Ich habe den Empfänger passend angesprochen.
- Wenn ich an eine Person schreibe, habe ich die Du-Form richtig verwendet.
- Ich habe die Anrede und den Schluss passend formuliert.
- Ich bin im ganzen Text bei einer passenden Anredeform geblieben.
- Mein Brief / meine Mail klingt freundlich und verständlich.
Merke: Im Brief oder in einer Mail ist du oft richtig, wenn man eine Person direkt anschreibt.
Erörterung
- Ich habe meine Argumente sachlich und geordnet dargestellt.
- Ich habe den Leser nicht direkt mit „du“ angesprochen.
- Ich habe, wenn nötig, die Man-Form verwendet.
- Meine Formulierungen klingen allgemein und nicht zu persönlich.
- Ich habe nur selten oder gar nicht rhetorische Fragen mit „du“ benutzt.
Merke: In der Erörterung passt meistens man, weil der Text sachlich und allgemein klingen soll.
Vorgangsbeschreibung
- Ich habe geprüft, ob in der Aufgabe du oder man verlangt ist.
- Ich habe mich für eine Form entschieden.
- Ich habe die gewählte Form im ganzen Text durchgehalten.
- Ich habe die Schritte in der richtigen Reihenfolge beschrieben.
- Mein Text ist klar, genau und verständlich.
Merke: In der Vorgangsbeschreibung können oft du oder man verwendet werden. Wichtig ist: nicht mischen.
Mein Schluss-Check
- Ich habe alle Stellen mit du noch einmal überprüft.
- Ich habe alle Stellen mit man noch einmal überprüft.
- Ich habe unpassende Formulierungen verbessert.
- Mein Text passt insgesamt zu meiner Aufsatzform.














