Rezept schreiben

In der Schule lernen Kinder unter anderem auch, wie ein Rezept richtig geschrieben wird. Sie werden ein Rezept als Hausaufgabe haben oder sogar eine Klassenarbeit darüber schreiben müssen. Das ist gar nicht besonders schwer, wenn man einmal weiß, wie es geht. Alle Rezepte folgen nämlich dem gleichen Schema.

Das musst du über Rezepte wissen

Rezepte folgen immer den gleichen Vorgaben:

  • Überschrift
  • Zutatenliste und Mengenangaben
  • Zubereitung
  • Schlusssatz

Butterplätzchen oder auch ein Zitronenkuchen für Kinder sind eine gute Gelegenheit, um den Spaß am selber Kochen zu wecken. Leider haben viele Familien kaum noch Zeit dafür, gemeinsam zu kochen und frisch zubereitetes Essen zu sich zu nehmen. Mittags wird in der Kantine, Schule oder Beruf, gegessen und erst am Abend finden Familien Zeit, sich zusammenzusetzen. Doch dann sind alle müde und niemand hat mehr Lust sich um das Essen zu kümmern.

Backen macht zusammen mehr Spaß

Und noch mehr Spaß macht es, das Gebackene auch gemeinsam zu essen. Hier haben wir ein Rezept Beispiel aufgeschrieben. Alle wichtigen Punkte sind darin zu erkennen.

Rezept schreiben
  • im Präsens geschrieben
  • eine Anrede durchgängig genutzt (hier du)
  • unterschiedliche Satzanfänge
  • Überschrift: das Gericht mit Mengenangabe
  • Einleitung: die Zutatenliste
  • Hauptteil: die Zubereitung
  • Schluss: ein Tipp

Das Rezept in Textform

Zitronen Kuchen backen
Zutaten für 6 – 8 Personen

3 Eier
7 1/2 Esslöffel Mehl
2 Esslöffel Zucker
125 gr Butter
100 gr gemahlene Mandeln
eine Handvoll Rosinen
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
etwas frischen Zitronensaft
eine rechteckige Backform

Zuerst wärmst du die Butter an, sodass sie weich wird. Dann gibst du sie in eine Schüssel und verrührst sie. Jetzt schlägst du die Eier auf und gibst sie dazu. Anschließend kippst du den Zucker hinein und rührst alles schön schaumig.

Nun kommt das Mehl hinzu, siebe es hinein, so wird es nicht klumpig. Rühre das Backpulver, den Vanillezucker und die Mandeln unter. Zum Schluss fügst du die Rosinen dazu und mischt alles gut. Heize den Backofen auf 180° vor, gib noch etwas Zitronensaft in den Teig und fülle ihn in eine rechteckige, gemehlte Backform.

Du stellst den Kuchen für 35 bis 40 Minuten in den Backofen.
Nach 35 Minuten steckst du ein Holzstäbchen in den Kuchen, um zu prüfen, ob er gar ist. Bleibt beim Rausziehen noch feuchter Teig daran hängen, braucht er noch etwas Zeit. Lass ihn weitere 5 bis 10 Minuten im Backofen. Du kannst ihn abdecken, damit er nicht zu dunkel wird.

Hole ihn dann heraus und lass ihn eine Viertelstunde abkühlen. Nun kannst du ihn essen – guten Appetit!

Diese Fehler sollte Ihr Kind nicht machen

Beim Rezeptschreiben passieren oft kleine Fehler, die später beim Kochen richtig nerven. Der wichtigste Grundsatz: Ein Rezept soll so klar sein, dass jemand anderes es ohne Nachfragen nachkochen kann. Vermeide deshalb ungenaue Angaben wie „etwas Mehl“ oder „ein bisschen backen“. Schreibe stattdessen Mengen, Zeiten und Temperaturen exakt dazu. Auch die Reihenfolge ist entscheidend: Zutaten sollten in der Reihenfolge auftauchen, in der sie verwendet werden. Sonst vergisst man leicht etwas.

Ein weiterer Klassiker: fehlende Vorbereitung. Wenn im Text plötzlich steht „Backofen vorheizen“, aber das erst nach 20 Minuten kommt, geht Zeit verloren. Gute Rezepte nennen wichtige Vorbereitungen gleich am Anfang (Ofen vorheizen, Blech bereitstellen, Zutaten abwiegen). Achte außerdem auf verständliche Verben: „kneten“, „rühren“, „falten“ – und erkläre kurz, wie lange oder wie es aussehen soll („kneten, bis der Teig glatt ist“). Für Kinder und AnfängerInnen sind solche Hinweise Gold wert.

Und bitte: keine versteckten Zutaten. Wenn im Ablauf „mit Käse bestreuen“ steht, muss Käse auch in der Zutatenliste stehen. Das klingt banal, passiert aber ständig. Zum Schluss hilft ein kurzer Check: Passt die Portionsangabe? Sind Backzeiten realistisch? Sind alle Schritte vollständig?

Fehler beim RezeptWarum problematischBesser so
Ungenaue Mengen („ein bisschen“)Ergebnis wird Zufall„200 g Mehl“, „1 TL Salz“
Temperatur/Zeiten fehlengelingt nicht zuverlässig„10 Min bei 250 °C“
Zutaten fehlen im Text oder Listeman steht beim Kochen ohne daZutatenliste = komplett
Unklare ReihenfolgeChaos & VergessenSchritte logisch nacheinander
Fachwörter ohne ErklärungAnfängerInnen scheitern„kneten, bis glatt“
Vorbereitung zu spät erwähntZeitverlust„Ofen vorheizen“ am Anfang

Außerdem lohnt sich beim Rezeptschreiben ein „Fremdlese-Test“: Stell dir vor, du kennst das Gericht nicht und hast nur dieses Blatt vor dir. Verstehst du dann wirklich, was zu tun ist? Achte darauf, dass jede Handlung ein klares Ergebnis hat: nicht nur „Teig kneten“, sondern „5–8 Minuten kneten, bis der Teig glatt ist und nicht mehr stark klebt“. Schreibe bei heiklen Stellen kurze Orientierungshilfen dazu, zum Beispiel „der Käse soll blubbern, der Rand goldbraun sein“ oder „die Soße dünn verstreichen, sonst wird der Boden matschig“. Wichtig ist auch die Einheitlichkeit: Wenn du einmal „EL“ schreibst, nutze nicht später „Esslöffel“ und „Löffel“ durcheinander. Und denk an Alternativen für AllergikerInnen oder Familien: „optional ohne Knoblauch“, „Käse nach Wahl“, „Gemüsebelag statt Salami“. So wird dein Rezept nicht nur korrekt, sondern richtig alltagstauglich – und entlastet alle, die es nachkochen, weil weniger Fragen auftauchen und weniger schiefgehen kann.

Wenn nicht Weihnachten, wann denn dann?

In der Vorweihnachtszeit sollte es etwas geruhsamer zu gehen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich gemeinsam in die Küche zu stellen und mit dem Kochen oder Backen zu beschäftigen. Auch Väter sind hier explizit angesprochen, denn wenn es um eine gesunde Ernährung geht, müssen alle Familienmitglieder helfen. Butterplätzchen eignen sich hervorragend dafür, denn sie sind schnell gemacht und jedes Kind liebt sie. Beim Backen lassen sich wunderbar für die verschiedensten Erfahrungen machen.

Butterplätzchen
Butterplätzchen Rezept

Das lernt Ihr Kind unter anderem beim Backen von Butterplätzchen

– Wie werden Eier aufgeschlagen?
– Wie rechnet man Einheiten um?
– Wie wird aus Zucker und Saft eine Glasur?
– Was gehört alles ion einen Teig?
– Was kann beim Backen schief gehen?

Mit einem Video lernt jedes Kind das Backen von Butterplätzchen

Auf welchem Weg Kinder zum Kochen oder Backen finden, ist eigentlich egal. Heute schauen sich die meisten ein YouTube Video an, um zu sehen, was sie machen müssen. Lesen dauert zu lange und macht vielen Kindern auch gar keinen Spaß mehr. Deshalb haben wir ein Video aufgenommen, bei dem die Zubereitung von Butterplätzchen gezeigt wird.

Ist das erste Rezept erst einmal gelungen, können Kinder auch ganz leicht zum Weitermachen angeregt werden. Vielleicht beim nächsten Mal mit einer Pizza, selbst gemachten Nudeln oder einer leckeren Tomatensuppe.

Tomatensuppe kochen

Zutaten für 4 Personen

  • 1 Zwiebel
  • 1–2 Knoblauchzehen
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 800 g Tomaten (aus der Dose) oder ca. 1 kg frische Tomaten
  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • 700 ml Gemüsebrühe
  • 1 Teelöffel Zucker oder Honig (nimmt die Säure)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Teelöffel Oregano oder Basilikum (getrocknet)
  • optional: 100 ml Sahne oder 2 Esslöffel Frischkäse
  • optional: ein Schuss Balsamico oder Zitronensaft

So geht’s

1) Basis anbraten

Zwiebel und Knoblauch klein schneiden. In einem Topf das Olivenöl erhitzen und beides kurz anbraten, bis es duftet (nicht braun werden lassen).

2) Tomatengeschmack boosten

Tomatenmark dazugeben und 1 Minute mitrösten. Das macht die Suppe später richtig „tomatig“.

3) Tomaten + Brühe rein

Tomaten und Gemüsebrühe dazugeben. Zucker/Honig einrühren. Mit Salz, Pfeffer und Kräutern würzen.

4) Köcheln lassen

Die Suppe 15–20 Minuten leise köcheln lassen. Dann mit dem Pürierstab fein mixen.

5) Cremig machen (optional)

Sahne oder Frischkäse einrühren. Zum Schluss mit einem Schuss Balsamico oder Zitronensaft abschmecken.

Schnell-Tipps für richtig gute Tomatensuppe

  • Zu sauer? Mehr Zucker/Honig oder ein kleines Stück Butter einrühren.
  • Zu dünn? 1–2 Minuten länger offen köcheln lassen oder 1 kleine Kartoffel mitkochen und pürieren.
  • Für Kids mild: Knoblauch weglassen, Sahne dazu, wenig Pfeffer.

Servier-Idee

Mit Croutons, geriebenem Käse oder einem Klecks Crème fraîche – und fertig ist das perfekte Wohlfühl-Essen.

Pizza selber machen

Zutaten für 2 Bleche (oder 3–4 runde Pizzen)

Für den Teig

  • 500 g Mehl (Type 405 oder 550)
  • 1 Päckchen Trockenhefe (oder 1/2 Würfel frische Hefe)
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • 300 ml lauwarmes Wasser

Für die Tomatensoße

  • 1 Dose passierte Tomaten (ca. 400 g)
  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Teelöffel Oregano (oder italienische Kräuter)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Prise Zucker
  • optional: 1 kleine Knoblauchzehe (gerieben)

Belag-Ideen (klassisch & kinderfreundlich)

  • 250–300 g geriebener Käse (Mozzarella oder Gouda)
  • Salami, Schinken, Mais, Paprika, Champignons
  • optional: Rucola (erst nach dem Backen)

So geht’s

1) Teig anrühren

Mehl in eine Schüssel geben. Hefe, Zucker und Salz dazu. Wasser und Olivenöl hinein und alles 5–8 Minuten kneten, bis der Teig glatt ist (geht mit Händen oder Mixer).

2) Teig gehen lassen

Schüssel abdecken (Tuch oder Folie) und 45–60 Minuten warm stehen lassen, bis der Teig deutlich größer ist.

3) Soße rühren

Passierte Tomaten mit Tomatenmark, Oregano, Salz, Pfeffer und Zucker mischen. Kurz abschmecken: Die Soße soll würzig sein, aber nicht zu scharf.

4) Ausrollen & belegen

Backofen auf 240–250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (Blech am besten mit aufheizen).
Teig teilen, dünn ausrollen, auf Backpapier legen. Erst Soße drauf, dann Käse, dann Belag.

5) Backen

Je nach Ofen 8–12 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist und der Käse blubbert.

Pizza-Tipps, die wirklich helfen

  • Extra knusprig: Blech vorheizen + Teig dünn ausrollen.
  • Teig zu klebrig? Hände mit etwas Öl einreiben statt mehr Mehl reinzukippen.
  • Für „Pizza wie beim Italiener“: 1–2 Stunden länger gehen lassen (oder über Nacht im Kühlschrank).

Mini-Idee für Kinder

Mach „Pizza-Gesichter“: Oliven als Augen, Paprika als Mund, Mais als Punkte. Essen macht dann doppelt Spaß.

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