Puzzeln was das Zeug hält: Corona sei Dank

Solange es draußen ungemütlich ist und Corona das Treffen mit Freund*innen erschwert, ist das gemeinsame Puzzeln eine tolle Beschäftigungsmöglichkeit. Es gibt Puzzle nicht nur in allen Größen und Motiven, sondern auch mit intensivem Erlebnisfaktor. Puzzle können im Dunklen leuchten, in 3D sein und Lerninhalte transportieren, es gibt sie groß und klein, bunt und mit Lerninhalten. Bei jedem Puzzle gilt jedoch, dass es die Aufmerksamkeitsspanne fördert, die Feinmotorik trainiert und auch die Wahrnehmung schult. Wer genau hinschaut und sich lange konzentriert, kommt schneller weiter. Das motiviert. Außerdem macht es riesigen Spaß, alleine aber auch gemeinsam. Puzzles sind also Lernspiele, ohne dass es jemand merkt.

Für jeden gibt es das passende Motiv

Stöbern Sie mit Ihrem Kind durch das gigantische Onlineangebot. Für meine Söhne war es immer ganz klar, es musste etwas von Star Wars sein. Kein Problem, dachte ich, denn schließlich ging es mir darum, ihre Konzentrationsfähigkeit zu erweitern. Ob sie dies nun mit einer Weltkarte oder einer Science-Fiction Figur machen würden, war mir ziemlich egal. Hauptsache, meine beiden Jungs würden sich motiviert und konzentriert für mindestens 20 Minuten dieser Aufgabe widmen. Und das hat funktioniert! Sie wurden immer schneller und konnten sich auch immer besser konzentrieren. Am schönsten fanden sie allerdings, wenn mein Mann oder ich mitmachten.

Lassen Sie Ihr Kind das Motiv aussuchen

Das wichtigste an dieser Beschäftigung oder auch Lernmethode ist natürlich das passende Puzzle. Es darf Ihr Kind nicht überfordern, muss ihm gefallen und auch haptisch eine gute Qualität haben. Selbstverständlich sollte es vollständig sein. Nichts ist frustrierende als ein Puzzle, bei dem ein Teil fehlt. Die ganze Arbeit scheint dann umsonst gewesen zu sein. Ebenso demotivierend ist es, wenn die Qualität der Puzzlestücke nicht stimmt und kleine Ecken abbrechen. Investieren Sie ruhig ein paar Euro, um das richtige Puzzle für Ihr Kind zu besorgen.

Es gibt viele Möglichkeiten Puzzles einzusetzen

Natürlich können Sie die Teile einfach auf dem Tisch auskippen und Ihr Kind auffordern, sie zu einem Bild zusammenzusetzen. Doch es gibt noch andere Möglichkeiten, mit einem Puzzle zu arbeiten.

  1. Wettpuzzlen alleine oder in Teams
  2. Zeitpuzzlen gegen die Uhr
  3. Teampuzzlen, gemeinsam an einem Bild

1. So funktioniert das Wettpuzzeln

Beim Wettpuzzeln gegen einen Gegner benötigen Sie mindestens zwei Puzzle, die nicht allzu viele Teile haben. Sind die Gegner ungefähr gleich stark, sollten Sie zwei gleich schwierige Puzzle anbieten oder gleich von einem Puzzle zwei besorgen. Spielt Ihr Kind jedoch gegen einen Erwachsenen, darf dessen dessen Puzzle ruhig doppelt so viele Teile haben oder viel schwieriger sein. Auch das Motiv ist wichtig. Ein blauer Himmel ist wesentlich schwerer zusammenzusetzen als eine verschieden farbige Comic-Figur. Bleiben Sie bei einem Puzzle-Art und mischen Sie nicht 3D-Puzzle mit herkömmlichen Spielen.

2. So funktioniert das Zeitpuzzlen

Beim Puzzeln gegen die Zeit gilt es, ein Bild in einer festgelegten Zeit fertigzustellen. Stoppen Sie die Zeit, die Ihr Kind dafür benötigt. Nun wird das Puzzle wieder auseinandergenommen und erneut zusammengesetzt. Schafft Ihr Kind es nun schneller? Dann gibt es Pluspunkte oder einen Gewinn. Mit einem kleinen Puzzle von ca. 100 Teilen können Sie das Zeitpuzzlen zu einer wiederholten Aufgabe machen. Für alle Familienmitglieder werden die Zeiten aufgeschrieben und miteinander verglichen. Wer verbessert sich?

3. So funktioniert das Teampuzzlen

Ich persönlich mochte dieses Puzzlen immer am liebsten und mache es auch heute noch. Ein großes Puzzle von 1000 Teilen wird auf einem Tisch ausgelegt. Dort bleibt es liegen, bis es fertig ist. Das kann eine Woche und länger sein. Jeder der Lust hat, kann nun Teile einsetzen. Auch Besucher und Freunde dürfen sich beteiligen.

Das gemeinsame Puzzlen hat viele positive Aspekte:

  • Die Kinder machen etwas gemeinsam, anstatt gemeinsam auf einen Bildschirm zu schauen.
  • Während des Puzzelns entstehen viele schöne Gespräche.
  • Das Puzzeln beruhigt und entspannt, es macht „den Kopf frei“.
  • Das Finden passender Teile ist ein (schnelles) Erfolgserlebnis, das die Kinder glücklich macht. Das motiviert zum Weitermachen.
  • Das genaue Hinsehen wird trainiert, die visuelle Wahrnehmung.
  • Die Konzentrationsspanne verlängert sich nach und nach.
  • Die Feinmotorik wird trainiert.
  • Der kindliche Ehrgeiz wird auf eine gute Art und Weise gefördert.

Beim Puzzlen wird die Aktivität gebündelt – das hilft auch beim Lernen

Ohne eine zielgerichtete Konzentration kann Ihr Kind ein Puzzle nicht lösen. Es muss alles andere ausblenden, um seine Aufgabe zu bewältigen. Genau diese Fähigkeit wird auch beim Lernen von ihm gefordert. Wer es schafft, in einer Klassenarbeit die Störgeräusche auszublenden und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, wird bessere Leistungen erbringen als diejenigen, die sich ständig ablenken lassen.

Foto Puzzles-eine tolle Möglichkeit für Anfänger

Wenn Ihr Kind noch keine Erfahrung im Puzzeln hat, können Sie es bestimmt mit einem Fotopuzzle begeistern. Nehmen Sie ein schönes Bild Ihrer Familie oder Ihres Kindes und lassen Sie daraus ein Puzzle erstellen. Im Internet gibt es viele günstige und einfache Angebote. Sie müssen nur ein Foto aussuchen und es auf dem entsprechenden Portal hochladen. Bei Aldi gibt es Fotopuzzles beispielsweise mit 112 und 266 Teilen ab ca. 5 €.

Mein Tipp: Puzzlen Sie im Tempo Ihres Kindes

Kinder lieben es mit ihren Eltern zu puzzeln. Allerdings möchten sie nicht bevormundet werden. Zeigen Sie Ihrem Kind die Tricks (beispielsweise zuerst den Rand zusammensetzen) aber lassen Sie es dann bei der Umsetzung in seinem Tempo arbeiten.