Diktate sind nicht aus den Stundenplänen zu vertreiben, nahezu jeder Lehrer greift auf diese einfach Wissensüberprüfung zurück. Die Wortanzahl in Diktaten ist in den meisten Bundesländern festgelegt. Das wissen viele Eltern nicht. Auch nicht, dass Diktate laut Lehrplan nicht unbedingt notwendig sind. 

Wortanzahl in Diktaten ab 2. Klasse festgelegt

Wortanzahl in DiktatenIn der ersten Klasse lernen die Kinder die Buchstaben und es wird weitgehend auf Diktate verzichtet. Von der zweiten Klasse an werden dann regelmäßig Diktate geschrieben. Die Zahl der Wörter erhöht sich im Laufe der Jahre. Die Anzahl sowie die Länge der Diktate ist in den meisten Bundesländern vorgeschrieben, sofern Lehrer sich dafür entscheiden

 

 

Viele Kinder leiden unter Diktaten, besonders wenn sie eine Rechtschreibschwäche wie Legasthenie haben und sich nicht merken können, wie einzelne Wörter geschrieben werden.

 

 

Wortanzahl in Diktaten in der Grundschule

Ende Klasse 2

etwa 40 Wörter

Ende Klasse 3

etwa 80 Wörter

Ende Klasse 4

etwa 120 Wörter

 

 

 Pädagogisch sinnvolle Diktate gibt es durchaus

Wortanzahl im DiktatPädagogisch sinnvoller als das klassische Diktat ist das entdeckende und selbst kontrollierte Schreiben. Dabei gibt es weniger Fehlerquellen. Das Diktatschreiben wird bei Lauf-, Dosen-, Würfel- oder Partnerdiktaten spielerisch geübt. Hier lernen die Schülerinnen und Schüler anhand ihrer Fehler, ein pädagogisch sinnvolles Konzept.

Es gibt viele Diktatformen, die Spaß machen und sinnvoll sind. Auf die Wortanzahl in Diktaten kommt es dabei nicht an.

 

Diktate mit Spaß: Frühstücksdiktat

Das zu übende Diktat für eine Klassenarbeit wird in 5 Teile aufgeteilt und eine Woche lang jeweils ein Teil morgens beim Frühstück bearbeitet. Lassen Sie Ihr Kind in ein extra dafür bereitgestelltes Frühstücksheft schreiben.

Korrigieren Sie die Fehler noch vor der Schule und sprechen Sie über die richtige Schreibweise ebenfalls beim Frühstück. Am 6. Tag sollte das Diktat dann noch einmal komplett von Ihrem Kind geschrieben werden.

Diese Diktatform eignet sich für Kinder, die nur wenig Zeit fürs Diktatlernen aufbringen möchten und schon morgens frisch und ausgeruht am Frühstückstisch sitzen. Der Diktattermin sollte noch mindestens eine Woche in der Zukunft liegen.

 

 

Dosen-Diktat

Drucken Sie ein Diktat zweimal in einer gut lesbaren Schrift aus. Achten Sie auf große Abstände zwischen den Wörtern. Zerschneiden Sie dann eines der Diktate so, dass auf jedem Schnipsel drei bis fünf Wörter stehen. Achten Sie auf den Sinnzusammenhang der Schnipsel.

Alle Papierschnipsel kommen dann in eine Dose, die mit einem Deckel verschlossen wird. Ihr Kind öffnet die Dose, nimmt einen Schnipsel heraus, liest ihn sich sorgfältig durch und zerknülltt ihn dann zu einer Kugel.

 

 

Danach schreibt es die Wörter in sein Heft. Danach holt es sich dann den zweiten Papierschnipsel und verfährt genauso. Das macht es so lange, bis die Dose leer ist. Geben Sie Ihrem Kind das zweite Diktat zum Vergleichen und lassen Sie es selber seine Fehler korrigieren.

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