Spielsucht: Macht Fortnite krank und arm?

Es gibt Untersuchungen darüber, wie sehr besonders Jungen durch Computerspiele und die damit verbundene Spielsucht vom Lernen für die Schule abgelenkt werden. Die Zahlen sind dramatisch, wird doch in vielen Fällen eher der Griff zum Smartphone dem Griff zum Schulbuch vorgezogen.

Ganz zu schweigen von der fehlenden Konzentration, denn die Gedankem der Kinder sind abgelenkt. Darunter leiden nicht nur die Noten, sondern die Kinder und Jugendlichen verlieren manchmal auch viel Geld durch das Spiel.

Spielsucht

Klage gegen Computerspiel

Gegen die süchtig machende Programmierung des Spieles Fortnite, seit Jahren der absolute Hit unter den Computerspielen, klagen jetzt zwei Jugendliche aus Kanada. Sie versuchen eine Sammelklage zu eröffnen, vermutlich um den Hersteller Epic Games zu Schadensersatz-Zahlungen bei Computersucht oder Spielsucht zu verpflichten.

Künstliche Intelligenz wird eingesetzt

Natürlich ist es schwierig, die Behauptungen der Kläger zu beweisen. Dabei ist es kein Geheimnis, dass der Spielehersteller raffinierte Belohnungssysteme auf der Basis künstlicher Intelligenz dazu nutzt, die Spieler zu binden. Dass das funktioniert, ist vermutlich allen Eltern klar, deren Kinder von Fortnite begeistert sind.

Spielsucht entwickelt sich übrigens langsam, jahrelanges Spielen führt bei manchen Jugendlichen ioder Erwachsenen nach und nach zur Abhängigkeit.

Spielsucht

Kinder leiden unter Zeitfallen

Ob die Klage Erfolg hat, ist natürlich fraglich. Trotzdem ist es ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Computerspiele für Kinder und Jugendliche sollten nicht süchtig machen und damit einen starken Einfluss auf die weitere Lebensentwicklung nehmen. Wertvolle Lebenszeit wird vernichtet, indem Schülerinnen und Schüler gebannt auf den Bildschirm starren und sich nicht lösen können.

Lernhaltung und Konzentration werden negativ beeinflusst

Selbst im Unterricht kreisen ihre Gedanken noch um das Spiel, sodass sie von den Lehrerinnen und Lehrern oft gar nicht erreicht werden können. Viele glauben, dass die Spielebranche ihre Programme mithilfe von Psychologen optimiert. Ziel ist es, die Spieler möglichst lange zu binden und selbstverständlich auch zum Geldausgeben zu verleiten.

2019 hat die Weltgesundheitsorganisation entschieden, dass die Spielsucht offiziell als Krankheit eingestuft und in das Internationale Klassifikationssystem der Krankheiten (ICD-11) aufgenommen wird. Das könnte der Klage helfen.

Wie können Sie Ihr Kind vor der Spielsucht schützen?

  • Erlauben Sie nur Spiele, die für das entsprechende Alter freigegeben sind.
  • Stellen Sie klare und eindeutige Regeln auf, wann und wie lange Ihr Kind spielen darf.
  • Geben Sie Ihrem Kind keine Erlaubnis, selbstständig Geld für das Spiel auszugeben.
  • Limitieren Sie das WLAN, sodass Ihr Kind nur zu bestimmten Zeiten online gehen kann.
  • Bieten Sie Ihrem Kind oder Jugendlichen spannende Alternativen zur online Welt an. Es muss nicht immer gleich an einem Fußballtraining teilnehmen oder sich für einen Verein entscheiden, aber regelmäßige Ausflüge und Schnupperangebote sollten machbar sein.

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